Paul Ralph Ehrlich , amerikanischer Ökologe (geb. 1932) und seine Frau Anne Ehrlich (geb. 1933) in ihrem Buch 'Population, Resources, Environment: Issues in human ecology' von 1970 , S.426f :
1. Gemessen an dem heutigen Stand der Technologie und den menschlichen Verhaltensweisen ist unser Planet zur Zeit stark übervölkert.
2. Haupthindernisse für die Lösung der Menschheitsprobleme sind die gewaltige absolute Menschenzahl und das Ausmaß des Bevölkerungswachstums.
3. Die Grenzen der menschlichen Fähigkeit, mit den herkömmlichen Mitteln Nahrung zu erzeugen, sind fast erreicht. Schon jetzt hat die Schwierigkeit ihrer Beschaffung und Verteilung dazu geführt, daß alljährlich zehn bis zwanzig Millionen Menschen verhungern.
4. Die Versuch zur Steigerung der Nahrungsmittelproduktion werden die Übernutzung unserer Umwelt noch beschleunigen, was wiederum die Fähigkeit der Erde, Nahrung hervorzubringen, verringern wird. Ob der Umweltverfall schon soweit gediehen ist, daß man ihn als im wesentlichen irreversibel betrachten muß, ist noch nicht abzusehen; möglicherweise hat das Vermögen unseres Planeten, menschliches Leben zu unterhalten, bereits eine bleibende Beeinträchtigung erfahren.
5. Es besteht Grund zu der Annahme, daß das Bevölkerungswachstum die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten tödlichen Seuche und eines thermonuklearen Krieges erhöht. Das eine wie das andere könnte zu einer nicht wünschenswerten 'Lösung' des Bevölkerungsproblems führen und unter Umständen die Zerstörung der Zivilisation oder gar die Ausrottung des Menschen zur Folge haben.
6. Es gibt kein technologisches Wundermittel, daß aus der Bevölkerungs-, Ernährungs- und Umweltkrise herausführen könnte, doch kann die Technologie, wenn sie in den Bereichen der Verschmutzungsbeseitigung -und vermeidung, der Informationsübermittlung und der Fruchtbarkeitsbeschränkung in geeigneter Weise eingesetzt wird, massive Hilfe leisten. Die wirkliche Lösung aber liegt allein in einem umwälzenden Wandel der menschlichen Grundeinstellung, vor allem in den Fragen der Fortpflanzung, des Wirtschaftswachstums, der Technologie, der Umwelt und der Lösung von Konflikten.

Erich Fromm , deutscher Soziologe (1900-1980)  aus 'Haben oder Sein' 1976, S.17f:
"Unser Eroberungsdrang und unsere Feindseligkeit zur Natur haben uns blind gemacht für die Tatsache, daß die Naturschätze begrenzt sind und eines Tages zur Neige gehen können, und daß sich die Natur gegen die Raubgier der Menschen zur Wehr setzen wird.
Die Berichte an den 'Club of Rome' von Dennis Meadows 1972 und von Mesarovic/Pestel 1974 setzen sich weltweit mit den technologischen, ökonomischen und demographischen Entwicklungen auseinander. Mesarovic und Pestel kommen zu dem Schluß, daß nur drastische, nach einem weltweiten Plan durchgeführte  ökonomische und technologische Veränderungen eine 'große, letztlich globale Katastrophe' verhindern können. Derartige Veränderungen sind nur unter der Voraussetzung möglich, daß ein fundamentaler Wandel der menschlichen Grundwerte und Einstellungen (oder wie ich es nennen würde, der Charakterorientierung) im Sinne einer Rückbesinnung auf die Ethik und einer Achtung der Natur eintritt. Ihre Äußerungen bekräftigen nur, was schon andere vor und nach Erscheinen ihres Buches gesagt haben, daß nämlich eine neue Gesellschaft nur dann entstehen kann, wenn sich parallel zu deren Entwicklung ein neuer Mensch entwickelt, das heißt, wenn sich die heute vorherrschende Charakterstruktur des Menschen grundlegend wandelt.
Auch E.F. Schumacher, ebenfalls ein Wirtschaftswissenschaftler, aber gleichzeitig ein radikaler Humanist, fordert eine tiefgreifende menschliche Veränderung. Seine Forderung basiert auf der Auffassung, daß unsere gegenwärtige Gesellschaftsordnung uns krank mache und daß wir auf eine wirtschaftliche Katastrophe zusteuern, wenn wir unser Gesellschaftssystem nicht grundlegend umgestalten.
Alle diese Erkenntnisse sind der Öffentlichkeit zugänglich und weithin bekannt. Die nahezu unglaubliche Tatsache ist jedoch, daß bisher keine ernsthaften Anstrengungen unternommen wurden, um das uns angesagte Schicksal abzuwenden. Während im Privatleben nur ein Wahnsinniger bei der Bedrohung seiner gesamten Existenz untätig bleiben würde, unternehmen die für das allgemeine Wohl Verantwortlichen praktisch nichts, und diejenigen, die sich ihnen anvertraut haben, lassen sie gewähren."
S.188: "Verantwortung gilt nicht nur unseren Mitmenschen, sondern auch unseren Nachkommen. Nichts ist bezeichnender für unseren Egoismus als die Tatsache, daß wir fortfahren, die Naturschätze zu plündern, die Erde zu vergiften und für den Atomkrieg zu rüsten. Wir zögern nicht, unseren Kindern und Kindeskindern diesen geplünderten Planeten als Vermächtnis zu hinterlassen. Wird sich ein innerer Wandel vollziehen? Niemand kann diese Frage beantworten. Das eine sollte die Menschheit jedoch wissen: Falls der Wandel nicht zustande kommt, wird der Zusammenstoß zwischen Armen und Reichen nicht mehr im Griff gehalten werden können."
S.195: "Hält man sich die Macht der Konzerne vor Augen, die Apathie und Ohnmacht des größten Teils der Bevölkerung, die Unzulänglichkeit der führenden Politiker fast aller Länder, die Gefahr eines Atomkrieges, die ökologischen Belastungen, ganz zu schweigen von Phänomenen wie klimatischen Veränderungen, die allein schon ausreichen würden, in großen Teilen der Welt Hungersnöte hervorzurufen- haben wir dann überhaupt eine berechtigte Chance der Rettung?
S.199: "Unsere einzige Hoffnung ist die energiespendende Kraft, die von der Vision eines neuen Menschen und einer neuen Gesellschaft im Geist des Humanismus ausgeht."

Robert Jungk , deutscher Schriftsteller (1913-1994) aus 'Der Jahrtausendmensch' 1976 im Nachwort S. 215 f :
"Überall auf dem Erdball sind in jüngster Vergangenheit die Lichter der Hoffnung schwächer geworden...Diese Mißerfolge haben bei vielen Gefühle tiefer Resignation ausgelöst. Sie meinen, daß die Versuche einer friedlichen Transformation der Gesellschaft endgültig gescheitert seien. Manche ziehen daraus die Konsequenz, sich ganz auf sich und ihre privaten Interessen zurückzuziehen, andere erwarten katastrophale Ereignisse wie Kriege oder blutige Revolutionen als - wie sie meinen - einzige Möglichkeiten, um den Weg zur notwendigen tiefgreifenden Wandlung freizulegen.
Angesichts dieser Lage stellt sich immer brennender die Frage, ob alle bisherigen Versuche, den gefährlichen Kurs der menschlichen Geschichte zu verändern, nicht zu schwach sind und zu spät kommen. Das ist eine berechtigte Sorge, der man nicht mit unbegründeten Trostsprüchen begegnen kann. Dies umso weniger, weil die ersten deutlichen Mangelerscheinungen in der entwickelten Welt  keineswegs, wie es anfangs wohl hier und dort aussah, zu einer ernsten Veränderung der Ansprüche und Lebensgewohnheiten geführt haben. Es ist bitter zu denken, daß die Menschen neue Wege nur zu gehen wagen, wenn die Not sie dazu zwingt.
Heute enwickelt sich erstmals ein Wissen um große, dynamische Systeme und Subsysteme, ihre Anatomie, ihre Pathologie sowie die wechselvollen Bedingungen ihrer Existenz, das sowohl genau dosierte wie gezielte Eingriffe ermöglicht.
Aber wie der Arzt weiß, daß er ohne die Mitarbeit und den Heilungswillen des Patienten nicht auf Erfolg rechnen kann, so werden auch diejenigen, denen das Überleben einer gefährdeten Menschheit anvertraut ist, sich die aktive schöpferische Teilnahmen möglichst vieler lebendiger 'Zellen' in diesem System sichern müssen.
Nicht Befehle und Zwangsprogramme , sondern nur Ratschläge und Empfehlungen werden die zu 'Ärzten der Gesellschaft' aufgestiegenen Politiker und Staatsmänner von morgen ausgeben können. Die letzte Entscheidung über das künftige Schicksal der Menscheit liegt bei einem höherentwickelten 'Jedermann'."