Muhammad Yunus , Friedensnobelpreisträger aus Bangladesch für Kleinkredite (geb. 1940) :
"Welche Welt wollt ihr eigentlich? Schafft sie!"

John Harte/Robert H. Socolow. in "Patient Earth" , New York 1971:
"Der Gleichgewichtszustand belastet die Ressourcen in unserer Umwelt weniger, fordert
aber unsere moralischen Fähigkeiten viel stärker heraus."

Garrett Hardin, US-amerikanischer Biologe (1915-2003) :
" 'Sustainable growth' is an oxymoron. - auf deutsch: 'Nachhaltiges Wachstum' ist ein Widerspruch in sich."
"We can maximize the number of human beings living at the lowest possible level of comfort, or we can try to optimize the quality of life for a much smaller population."

Hans-Jürgen Harborth in "Dauerhafte Entwicklung statt globaler Selbstzerstörung" , Berlin 1991:
"Im Begriff der nachhaltigen Entwicklung sind zwei Thesen enthalten, die bis heute andauernde und teils heftige Kontroversen ausgelöst haben:
Erstens: Das seit der Nachkriegszeit vorherrschende Modell einer weltweiten Industrialisierung nach dem Produktions- und Konsummuster der Industrieländer ist - von anderen z. B. ethischen und politisch-gesellschaftlichen Kritikpunkten einmal abgesehen - aus ökologischen Gründen nicht vertretbar.
Zweitens: Eine »andere Entwicklung« ist nicht nur für die Entwicklungsländer, sondern auch für die Industriestaaten dringend erforderlich und auch grundsätzlich machbar."

Jürgen Maier in seinem Artikel auf den Seiten 17 und 18 im Rundbrief 4/2014 des "Forum Umwelt und Entwicklung": "Je tiefer die Fixierung auf endloses Wirtschaftswachstum real in die Krise kommt, desto intensiver halten die Regierungschefs der Welt an ihr fest."

Joanna Macy, US-amerikanische Ökologin, (geb. 1929) :
"Wir sind zugleich Sterbebegleiter für eine endende Kultur und Hebammen für eine neue langfristig lebenserhaltende Welt. Beides findet zur gleichen Zeit statt. Wir sind mitten drin und können Einfluss nehmen, wie sich dieser Übergang vollzieht. Lasst uns gemeinsam dem Wandel Kraft geben."

Elisabeth Loibl, Dipl.Ing.in, ist Vertreterin der Subsistenzperspektive und Tiefenökologin an der Bundesanstalt für Bergbauernfragen in Wien (geb. 1963):
"Alles, was die Erde von uns braucht, ist, dass wir unsere Liebe für sie wieder entdecken."
Buchbesprechung: Wir haben die Verbindung zu unserem natürlichen Erdendasein verloren. Diesen Schluss zieht Elisabeth Loibl aus ihren Erfahrungen mit der tiefenökologischen Arbeit. Unser Alltag ist bis an den Rand angefüllt mit dem Erwerb von Geld und der Versorgungsarbeit für unsere Familien. Wenn wir unsere Beziehungen zueinander und zum Planeten Erde vertiefen, werden wir anders wirtschaften und leben, lautet eine grundlegende These Ihres Buches "Eine liebevolle Sicht auf die Erde". Denn wir wissen um die katastrophalen Auswirkungen unseres Lebensstils auf die Welt. Doch ungeachtet aller Diskussionen zum Thema „Nachhaltigkeit“ wachsen Müllberge und Plastikmeere. Und es steigt die Zahl jener Menschen, die verarmen und an Hunger sterben. Daher ist es Zeit für die Suche nach den tieferliegenden Ursachen für unseren ruinösen Wirtschafts- und Lebensstil. In der Subsistenzperspektive geht es darum, unser Leben an der Versorgung der Gemeinschaft zu orientieren. Mit der Tiefenökologie können wir unsere Liebe zur Erde wieder entdecken. Entlang dieser beiden Ausgangspunkte belegt Elisabeth, wie sehr unsere sozialen und ökologischen Verhältnisse miteinander verwoben sind. Sie begibt sich auf Spurensuche nach den historischen Ursachen und hinterfragt das Bildungssystem und unsere Werthaltungen ebenso wie gesellschaftliche Glaubenssätze. Tiefenökologie und Subsistenzperspektive bilden eine wesentliche Grundlage für den notwendigen Wertewandel.

Albert Einstein , deutscher Physiker (1879-1955) :
"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."
"Wenige sind imstande, eine von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinung gelassen
auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen."
"Wie ohnmächtig auch die guten und gerechten Menschen sein mögen, sie allein machen das Leben lebenswert."
"Es gibt weder große Entdeckungen noch wahren Fortschritt, solange noch ein unglückliches Kind auf der Welt ist."

Joachim Ringelnatz, Erzähler und Maler (1883-1934) :
"Die Kindheit ist keine 'Vorbereitungszeit' , sondern besitzt Eigenwert."

Marie von Ebner-Eschenbach , österreichische Schriftstellerin (1830-1916) :
"Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst."
"Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen."
"Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann."
"Es gibt kein Wunder für den, der sich nicht wundern kann."
"Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun."

Albert Schweitzer , deutscher Arzt, Theologe und Nobelpreisträger (1875-1965):
"Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt."
"Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig."
"Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen."