Grenzen des Wachstums

Stand: 01.08.2018
Die Bürger Europas - zunächst vor allem im Süden Europas - erkennen zunehmend, daß das Wachstum unserer Wirtschaft an Grenzen stößt. Es ist zum einen unmittelbar eine finanzielle Grenze und zum anderen grundlegend eine ökologische Grenze spürbar.
Zur Finanzlage: Die Wirtschaft Europas wächst nur noch durch den Kauf von immer mehr Staats- und Unternehmensanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Weil ein als notwendig erachtetes Wirtschaftswachstum nur durch diesen ständigen Aufkauf von Anleihen erzwungen werden kann, handelt es sich um ein Schein-Wachstum, bei dem die Höhe des Bruttoinlandsprodukts zwar nominell steigt, jedoch nur durch Inflation verursacht ist.
Dies führt zu einer immer größer werdenden Abhängigkeit aller Wirtschaftsaktivitäten von EZB und Staatsausgaben.
Wir entfernen uns immer mehr von einer Marktwirtschaft und bewegen uns hin zu einer Planwirtschaft.
Die Schuldenfalle ist also die Folge eines auf zwanghaftes Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems und bedeutet abnehmende Effizienz der Wirtschaft und sinnentleerte Beschäftigung durch staatliche Aufträge.
Die Ursache ist die Leugnung von Grenzen des Wachstums.
Niemand kann trennscharf zwischen 'Wirtschaftswachstum' und Inflation unterscheiden.
Inflation, Geldentwertung ist Betrug. Die EZB strebt eine Inflationsrate, also eine Betrugsrate von knapp 2 % an.
Gunther Schnabl , 08.06.2018 :
"2017 lag die Inflation in Deutschland bei 1,8 Prozent – zumindest nach offiziellen Zahlen. Nach Einschätzung des Leipziger Wirtschaftswissenschaftlers Gunther Schnabl ist die Teuerungsrate in Wahrheit viel höher. Denn wichtige Faktoren würden in der offiziellen Messung ausgeblendet, kritisierte er in einem FOCUS-Gastbeitrag: 'Während für Deutschland die offizielle Rate 2017 mit 1,8 Prozent angegeben wird, wären es 2,4 Prozent, wenn auch eigengenutzte Immobilien eingerechnet würden. Berücksichtigt man die steigenden Kosten für öffentliche Güter, läge die Inflation bei 3,0 Prozent – und sogar bei 5,4 Prozent, wenn auch Aktien erfasst würden', erklärte Schnabl. Der Ökonom bemängelte zudem, dass die sinkende Qualität von Produkten bei gleichzeitig stabilen Preisen ebenfalls nicht in der offiziellen Inflationsstatistik ausgewiesen werde. Das sei falsch. Berücksichtige man auch die Qualitätsverschlechterungen, würde die Inflation insgesamt 'wohl nahe sechs Prozent liegen', erklärte Schnabl gegenüber FOCUS. Zur Begründung erklärte der Leipziger Wissenschaftler, dass der für die offizielle Inflationsrate zusammengestellte Warenkorb viele wichtige Preisentwicklungen nicht berücksichtige wie beispielsweise bei Aktien oder eigengenutzten Immobilien."
Kristina Schäfer , 14.06.2018 :
"Reiche und arme Menschen geben ihr Einkommen für unterschiedliche Sachen aus. Die Dinge, die Arme kaufen, sind in den vergangenen Jahren deutlich stärker im Preis gestiegen als die der Reichen. Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen leiden also in Realität unter einer viel höheren Inflation als Reiche. Der Warenkorb der Armen stieg zwischen 2001 und 2015 deutlich stärker im Preis als der Durchschnitt. So lag die generelle Inflation europaweit bei 44,7 Prozent, die Armen mussten jedoch einen Preisanstieg von 55,2 Prozent verkraften. Der Effekt war in Deutschland mit 4,6 Prozent Unterschied deutlich weniger stark ausgeprägt als im EU-Schnitt, aber klar nachweisbar. Grund für die Ungleichheit ist, dass ärmere Menschen einen großen Teil ihres Einkommens für Wohnen, Essen und Transport aufwenden. Diese Dinge sind im Zeitraum der Untersuchung besonders stark im Preis gestiegen. So wurden Lebensmittel um 48 Prozent teurer, Strom um 106 Prozent und Wasserversorgung sogar um 138 Prozent. Güter, die tendenziell eher wohlsituierte Menschen kaufen, stiegen hingegen deutlich weniger stark als die durchschnittliche Inflation. So wurden etwa Angebote im Bereich Freizeit und Kultur lediglich um 15 Prozent teurer. Derselbe Trend zeigt sich aktuell, wenn man tiefer in den Warenkorb der deutschen Mai-Inflationszahlen blickt. Haupt-Preistreiber im Mai war die Energie, die sich um 5,1 Prozent verteuerte. Auch Lebensmittel stiegen mit 3,5 Prozent deutlich stärker als der Schnitt von 2,2 Prozent. Gurken, Salat und Butter wurden sogar um weit über 30 Prozent teurer, während PC-Software und Damenbekleidung im Preis fielen. Dass es hier um mehr als bloße Preisentwicklungen geht, verdeutlicht der sogenannte Gini-Koeffizienten, der die Ungleichheit einer Gesellschaft misst. Je höher der Gini-Wert, desto höher ist das Risiko sozialer Unruhen in einer Gesellschaft. Noch ist in Europa kein kritischer Wert erreicht, doch der Gini-Koeffizient wächst seit Jahren - und die Preissteigerung hat daran offenbar einen entscheidenden Anteil: Im Untersuchungszeitraum 2001 bis 2015 verdoppelte sich sein Anstieg den Forschern zufolge alleine wegen der Inflation. Die ungleiche Entwicklung könnte also noch für Sprengstoff sorgen."
Daniel Stelter , 05.06.2018 :
"Unser Geldsystem wird nicht offen diskutiert und es werden viele falsche Geschichten zur Entstehung von Geld erzählt. Diese Vernebelung ist so erfolgreich, dass selbst die meisten Banker nicht verstehen, was sie da eigentlich machen. Dabei lohnt es sich genau hinzusehen, ist es doch gerade unsere Geldordnung die Finanzkrisen, Eurokrise, Blasen und Crashs erst ermöglicht und dabei zu immer größeren Krisen führt. Obwohl die Zentralbanken der Welt einen anderen Eindruck erwecken, haben sie nur sehr indirekt und schwach Einfluss auf die Entwicklung der Geldmenge, nämlich über den Zinssatz und die geforderte Mindestreserve, die Banken bei ihnen hinterlegen müssen. Dabei folgen sie dem, was das Bankensystem macht - nicht umgekehrt. 90 Prozent allen Geldes, das wir nutzen, wurde so von den privaten Banken geschaffen. Nur die restlichen zehn Prozent stammen von den Notenbanken. Wenn die Bank einen Kredit gewährt, kann sie dies tun, ohne zuvor eine Spareinlage bekommen zu haben. Sie schafft das Geld also aus dem Nichts lateinisch 'fiat', weshalb man von einem Fiat-Geldsystem spricht. Dies ist so lange nicht problematisch, wie der Kredit gegen vernünftige Sicherheit gewährt wird, denn dann steht dem neu geschaffenen Geld ein entsprechender Vermögenswert entgegen.
Das Geld ist also durch ein werthaltiges Asset gedeckt. Betrachtet man die Banken nicht als neutrale Vermittler zwischen Ersparnissen und Investitionen, wie dies viele Lehrbücher heute noch tun, erkennt man, dass Banken einen erheblichen prozyklischen Einfluss auf die Wirtschaft haben. In guten Zeiten, in denen die Einkommen sicher und die Vermögenspreise hoch sind beziehungsweise weiter steigen, geben Banken gerne Kredit. In schlechten Zeiten hingegen halten sie sich zurück. Das prozyklische Verhalten der Banken führt dabei nicht nur zu einer regelmäßigen Abfolge von Booms und Krisen, sondern tendenziell zu immer größeren Krisen. Blicken wir auf die letzten 40 Jahre zurück, so sehen wir eine konstant steigende Verschuldung der westlichen Welt, die sich zudem ungebremst fortsetzt. Dies ist so zu erklären: Banken vergeben zunächst Kredite an solvente Schuldner mit guten Sicherheiten. Damit wächst die Geldmenge.
Die Wirtschaft läuft gut, die Einkommen steigen und auch die Vermögenspreise gehen nach oben. Kommt es zu einem Abschwung, stellen die Banken fest, dass sie zu großzügig waren. Sie erleiden erste Verluste, die Sicherheiten fallen im Wert und sie halten sich mit neuen Krediten zurück. Banken- und Finanzkrisen sind die zwangsläufige Folge. Diese zu verhindern war der Hauptgrund für die Gründung von Zentralbanken die im Krisenfall als 'Lender of Last Resort' einspringen sollten. Allerdings mit harten Auflagen. Der Bankenexperte Walter Bagehot hat dazu schon 1873 klare Regeln aufgestellt: Demnach sollte die Zentralbank im Krisenfall nur solventen Banken helfen, gegen die Hinterlegung von sehr guten Sicherheiten, zu einem hohen Strafzins. Mit diesen Regeln wollte er sicherstellen, dass die Banken vorsichtig agieren und ihre Geldschöpfungsfähigkeit nicht missbrauchen, um schlechten Schuldnern gegen unzureichende Sicherheiten Geld zu geben. Mit Blick auf die Finanz- und Eurokrise und vor allem auf die derzeitige 'Eurorettungspolitik' müssen wir feststellen, dass die genannten Grundsätze alle über Bord geworfen werden. Die EZB gibt Banken, die faktisch insolvent sind, Kredite gegen fragwürdige Sicherheiten, zu einem Zinssatz von null. Dies zeigt, wie schlimm es um das Finanzsystem im Jahre zehn der Krise bestellt ist. Konkursrisiken wurden für Banken weitgehend abgeschafft. Kredite werden überwiegend zum Kauf vorhandener Vermögenswerte - Immobilien! - und zur Spekulation verwendet. Staaten und Notenbanken haben alles darangesetzt, das System zu entfesseln. Immer mehr Kredit soll die Weltwirtschaft am Laufen halten. Immer mehr Kredite sind auch erforderlich, um die bereits ausstehenden Kredite zu bedienen. Natürlich könnten wir die 'Untergangsmaschine der Banken' (Martin Wolf) stoppen, indem wir deutlich höhere Eigenkapitalquoten fordern, eine strengere Regulierung durchsetzen und letztlich auch Konkurse zulassen. Allen Beteuerungen der Politik zum Trotz ist hier nichts passiert. Gerade in Europa sind die Banken noch genauso gefährlich wie vor zehn Jahren. Das wäre ein weitaus besseres Feld für Reformvorschläge für den französischen Präsidenten, statt die letztlich untauglichen Ideen mit mehr Umverteilung die Eurozone eine Runde weiter zu bekommen. Doch auch er hätschelt lieber die französischen Banken (deren absehbaren Verluste in der Türkei europäisch sozialisiert werden sollen), statt die Grundursache der Eurokrise, die überbordende Geld-Kredit-Schöpfung eines entfesselten Bankensystems zu stoppen. Wie an dieser Stelle immer wieder ausgeführt, benötigt die Eurozone einen Schuldenschnitt für staatliche und private Schulden in der Größenordnung von drei bis fünf Billionen Euro. Da diese Summe nicht so einfach aufzutreiben ist, gehen alle Maßnahmen der 'Euroretter' in zwei Richtungen: 1. Erhöhung der Verschuldungskapazität durch 'Einbindung' des deutschen Steuerzahlers (Eurobudget, Eurofinanzminister, Bankenunion, etc.) 2. Monetarisierung der Schulden durch die EZB, die dazu Staatsanleihen in Billionenumfang aufkauft und perspektivisch erlassen soll. Das Problem mit dieser Strategie ist, dass 1 nicht funktioniert und 2 zu lange dauert."
Thorsten Polleit , 23.07.2018 :
"Fiat-Geld – man kann es auch als 'ungedecktes Papiergeld' bezeichnen – zeichnet sich vor allem durch drei Eigenschaften aus: (1) Fiat-Geld ist staatlich monopolisiertes Geld. Die staatlichen Zentralbanken haben das Produktionsmonopol des Geldes. (2) Fiat-Geld wird in der Regel durch Kreditvergabe geschaffen, der keine echte Ersparnis gegenübersteht. Es wird aus dem Nichts geschaffen, oder ex nihilo, wie der Lateiner sagt. Und (3): Fiat-Geld ist entmaterialisiertes Geld. Es hat die Form von bunt bedruckten Papierzetteln (genauer: Baumwollstücken) und Einträgen auf Computerfestplatten (Bits und Bytes). Ob US-Dollar, Euro, chinesischer Renminbi, japanischer Yen, Britisches Pfund oder Schweizer Franken: Sie alle sind Fiat-Geld. Diese Geldart leidet unter ökonomischen und ethischen Defekten, von denen viele Menschen häufig wenig oder gar nichts wissen. Ich darf daher im Folgenden auf einige dieser Defekte hinweisen. (i) Fiat-Geld ist inflationär. Es verliert seine Kaufkraft im Zeitablauf, weil seine Menge von den staatlichen Zentralbanken unablässig und nach politischen Erwägungen vermehrt wird. Inflationäres Geld ist jedoch schlechtes Geld, weil es die Wirtschaftsrechnung erschwert und viele Menschen um die Früchte ihrer Arbeit und Sparsamkeit bringt.
(ii) Fiat-Geld begünstigt einige auf Kosten vieler. Es sorgt für eine Umverteilung von Einkommen und Vermögen, indem es die Erstempfänger des neuen Geldes begünstigt auf Kosten derjenigen, die die neue Geldmenge erst später erhalten oder gar nichts von ihr abbekommen (das ist der 'Cantillon Effekt'). Zwar führt jede Erhöhung der Geldmenge zu einer Umverteilung von Einkommen und Vermögen, und das notwendigerweise. Das ist beim Warengeld wie auch beim Fiat-Geld der Fall. Die Umverteilung fällt jedoch beim Fiat-Geld besonders stark aus – und das ist ja auch der Grund, warum der Staat das Warengeld durch sein eigenes, beliebig vermehrbares Fiat-Geld ersetzt hat: Der Staat und die ihm besonders nahestehenden Gruppen profitieren vom inflationären Geld auf Kosten der übrigen. (iii) Fiat-Geld sorgt für Wirtschaftsstörungen, für Boom-und-Bust. Denn die Vermehrung der Geldmenge durch Bankkreditvergabe senkt die Marktzinsen künstlich ab. Die Ersparnis nimmt dadurch ab, und Investitionen und Konsum nehmen zu. Die Volkswirtschaft beginnt über ihre Verhältnisse zu leben. Früher oder später zerplatzt der monetär angezettelte Scheinaufschwung, und aus dem Boom wird ein Bust. (iv) Fiat-Geld treibt die Volkswirtschaft in die Überschuldung. Die künstlich gesenkten Zinsen verleiten Private, Unternehmen und Staaten zur Schuldenwirtschaft. Die Schuldenlasten wachsen dabei im Zeitablauf stärker an, als die Einkommen zunehmen. (v) Fiat-Geld lässt den Staat auswuchern – zu Lasten der Freiheit der Bürger und Unternehmen. Das Fiat-Geld erlaubt es dem Staat, seine Finanzkraft gewaltig auszuweiten, und damit kann er sich im wahrsten Sinne des Wortes eine wachsende Gefolgschaft erkaufen, die Wähler bestechen. (vi) Das Fiat-Geld beschädigt die Moral- und Wertevorstellungen der Menschen, die mit Fiat-Geld tagtäglich umgehen. Das Fiat-Geld verlockt zum Leben auf Pump, befördert Konsum zu Lasten der Ersparnisbildung, erhöht die Gegenwartsorientierung der Menschen zu Lasten ihrer Zukunftsorientierung. Das Leben wird kurzatmiger, weniger reflektiert und weniger verantwortungsvoll. Wer sich in Fiat-Geld verschuldet, entwickelt rasch eine geradezu sklavische Treue zu dem vorherrschenden Wirtschafts- und Politiksystem, in dem er die benötigten Einkommen erzielt, um seinen Schuldendienst leisten zu können. Je länger Fiat-Geld verwendet wird, desto mehr Arbeitnehmer und Unternehmer werden abhängig von der Fortführung des Fiat-Geldsystems. Arbeitsplätze, Altersvorsorge, Aufträge und Gewinne, die berufliche Karriere und der soziale Status vieler Menschen – alles steht und fällt mit dem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, das vom Fiat-Geld mitgeformt wird. Eine wachsende Zahl von Menschen wird aufgrund des Eigennutzkalküls zum willigen Unterstützer des FiatGeldes. Das eröffnet in Krisen den politischen Spielraum, um 'Rettungsmaßnahmen' in großem Stile auf den Weg zu bringen – in Form von zum Beispiel Kreditgarantien, Niedrigzinsen, Geldspritzen et cetera –, um das Fiat-Geld vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Es sind vor allem die Krisen, für die das Fiat-Geld sorgt, die sich als ein Wachstumselixier für den Staat erweisen. Denn in der Krise werden regelmäßig und fälschlicherweise die freien Märkte als Schuldige an den Pranger gestellt – nicht aber das staatliche Fiat-Geld. Dem Staat eröffnen sich so Möglichkeiten, neue Ge- und Verbote, neue Gesetze zu erlassen, durch die die freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung immer weiter ausgehöhlt, durch die sie nach und nach in eine Befehls- und Zwangswirtschaft umgeformt wird. Das Fiat-Geld lässt folglich die Freiheitsgrade der Bürger und Unternehmer schwinden, es untergräbt sie zusehends."
Holger Zschaepitz‏


Es gibt noch andere Grenzen des Wachstums, eigentlich hat alles, was zahlenmäßig erfaßbar ist, eine obere und eine untere Grenze (letztere oft Null). Nur in der Mathematik kann man theoretisch über das Unendliche nachdenken. Und in der Physik ist das Wesen von Raum und Zeit noch nicht geklärt und damit die Frage, ob diese beiden Größen unendliche Ausmaße erreichen. Eine der größten Entdeckungen der Physik ist die obere Grenze der Geschwindigkeit jedes beliebigen Objektes, die Lichtgeschwindigkeit.
Überbevölkerung, das heißt die Überbeanspruchung der natürlichen Lebensgrundlagen durch zu hohe Bevölkerungsdichte, ist die Hauptursache vieler ökologischer Probleme.
Noch bevor sich dadurch eine ökologische Krise zuspitzt und Menschen verhungern, kommt es im allgemeinen zu sozialen Unruhen: Patriarchalisches Weltbild -> Überbevölkerung -> Arbeitslosigkeit/Armut/Ausweglosigkeit
-> Kriminalität/Plünderungen/Krieg -> Reduzierung der Überbevölkerung durch Tod oder Flucht
Ein Beispiel ist der 2011 ausgebrochene und nun zu Ende gehende Syrien-Krieg: Die Geflüchteten sollten ermutigt werden, in ihre Heimat zurückzukehren und dort zusammen mit ihren Familien am Wiederaufbau ihres Landes zu arbeiten. Nur so wird verhindert, dass die islamistischen Kämpfer wieder die Oberhand gewinnen.
In Europa scheint sich folgendes Szenario zu entwickeln: Materialistisches Weltbild -> Gier nach immer mehr
-> Wachstum um jeden Preis -> Gelddruckerei durch die Zentralbank und Masseneinwanderung
-> Fehlinvestitionen/Blasenbildung -> hohe Inflation -> Abschwung der Wirtschaft -> Arbeitslosigkeit/Armut/Neid
-> Kriminalität/Ausschreitungen -> Regierungswechsel -> Stopp von Gelddruckerei und Masseneinwanderung
Je später ein Politikwechsel erfolgt, desto schwerer werden Kriminalität/Ausschreitungen.
Es ist also das Bestreben der amtierenden Regierung, daß in Deutschland möglichst viele Menschen leben.
Dies steht im totalen Widerspruch zu einer nachhaltigen Lebensweise.
Egon W. Kreutzer , 19.07.2018 : "Ich frage mich allen Ernstes, ob alle, die von Links bis weit in die Mitte hinein, die Okkupation durch fremde und unverträgliche Überzeugungsgemeinschaften hinnehmen und daraus die Pflicht der gesamten Gesellschaft zu humanitärer Hilfe ableiten, wirklich nicht in der Lage sind, zwischen den wenigen Flüchtlingen und den vielen Zuwanderern zu unterscheiden. Ich frage mich so vieles, in diesem Zusammenhang, und komme zu dem Schluss, dass nicht, wie Seehofer es ausdrückte, die Herrschaft des Unrechts ausgebrochen ist, sondern die Herrschaft einer durch und durch dekadenten Unvernunft. Das Grundprinzip, das von Anbeginn der Welt an herrscht, nicht mehr wahrnehmen zu wollen, weil so die einfachste Entschuldigung für duldendes Nichtstun vorgetragen werden kann, und stattdessen alle, die noch an ihrer Heimat, in diesem weiten, eingangs beschriebenen Sinne festhalten und sie verteidigen wollen, zu zurückgebliebenen Idioten zu erklären, vorsätzlich die Grenzen weit für alles Fremde zu öffnen, weil von da ja nur Gutes kommen kann – das nannte man früher Defätismus, Fahnenflucht, Kollaboration und, entschuldigend: geisteskrank. Heute ist genau diese verbohrte Ignoranz das Mindestmaß an political correctness, das aufzubringen hat, wer nicht geächtet und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden will, wer nicht wegen der Verbreitung von Hate-Speech oder Fake-News belangt und diffamiert werden will. Ist das der wahre Inhalt unserer Überzeugungsgemeinschaft? Dann haben wir wirklich die Regierung, die wir verdienen, dann werden wir – hoffentlich schnell und schmerzlos – aus der Geschichte eliminiert. Der Evolution ist das egal. Die Evolution wählt nicht aus, sie lässt geschehen, und gibt jedem das gleiche Recht zu scheitern oder zu überstehen."
Gero Jenner (Mai 2017) : "Die Menschenflut von 7,5 Milliarden vermag der Globus nur deshalb heute noch zu ernähren, weil gegen Ende des 18. Jahrhunderts Verfahren entwickelt wurden, um die erneuerbaren Ressourcen, die einzigen, die man bis dahin nutzte, um gespeicherte zu erweitern – anders gesagt, um den Globus erbarmungslos auszuquetschen.
Die seit Äonen von der Sonne im Inneren des Planeten akkumulierten Energiereserven werden seitdem in zunehmendem Tempo verbraucht. Wir leben von Nahrungsmitteln, deren Erzeugung mehr an energetischem Input verlangt als wir anschließend an energetischem Output aus ihnen beziehen. Anders gesagt, essen wir Öl – eine auf Dauer unhaltbare Situation. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte lebt die Menschheit von nicht-erneuerbaren Reserven, die sie in absehbarer Zukunft aufgezehrt haben wird. Einerseits wird die Natur sich auf ihre eigene, sehr grausame Weise zu helfen wissen. Ständige Bürgerkriege wie jetzt schon im Nahen Osten, Bürgerkriege, denen Millionen Menschen zum Opfer fallen, ersetzen die Unfähigkeit des Menschen zu eigener vernünftiger Planung. Mögen die äußeren Anlässe zu solchen Kriegen ideologischer, politischer, sozialer Art sein – die tiefer liegenden Ursachen sind der Mangel an Wasser und Nahrung oder schlicht die fehlende Aussicht für einen Großteil der Jugend, im eigenen Land jemals ein menschenwürdiges Leben zu führen (Gunnar Heinsohn hat diese Entwicklung in seinem Buch 'Söhne und Weltmacht' vorausgesehen).
Diese grausame Selbsthilfe der Natur beschreibt freilich nur eine von zwei Strategien. Im zweiten Fall ergreifen die be- troffenen Menschen selbst die Initiative. Sie fliehen aus ihrer Heimat, gleichgültig ob man sie politisch verfolgt oder ob sie 'nur' hungern. Die Unterscheidung von Kriegsverfolgten mit Asylanspruch und Wirtschaftsflüchtlingen ohne ein derartiges Recht ist deswegen so absurd, weil die meisten Kriege gerade dort entstehen, wo die Menschen ohne Aussicht auf Besserung ihrer wirtschaftlichen Lage mehr vegetieren als leben. Das Resultat ist offensichtlich: Alle vernünftige Bevölkerungsplanung zur Entlastung des Globus wird dadurch auch in den Ländern des Westens zunichte gemacht. Unbegrenzte Einwanderung – wie viele bei uns sie eine Zeitlang für unabwendbar oder sogar moralisch geboten hielten – würde die Gewalt einer Lawine entfalten, weil das globale Reservoir an hungernden Menschen oder solchen ohne Aussicht auf ein menschenwürdiges Leben im Vergleich zu dem Anteil derer, die in Wohlstand leben, schlechterdings unerschöpflich ist – solange jedenfalls bis es gelingt, das Bevölkerungswachstum einzudämmen."

Die oben beschriebene Gelddruckerei hat in den vergangenen Jahren das Wachstum der Wirtschaft künstlich aufrecht erhalten und für einen künstlichen Anstieg der Erwerbstätigkeit gesorgt. Trotzdem kann der Bedarf an Jobs nicht gedeckt werden, wie aus einer Statistik (Juli 2018) der Arbeitsagentur hervorgeht:
5,8 Mio. Regelleistungsberechtigte nach dem SGB II sind Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Sozialgeld, davon sind 4,2 Mio. (71,4 %) erwerbsfähig.
Sollte die Konjunktur nachlassen, wird die Zahl der Arbeitssuchenden stark steigen und es drohen soziale Unruhen.
Dann wird sich für alle zeigen, dass die Masseneinwanderung ein schwerer politischer Fehler ist.

Helmut Creutz (1923-2017) :

Noch immer reden und tun Politiker und Manager so, als ob es keine Grenzen des Wachstums gäbe.
Stabiles Wirtschaften bedeutet gleich bleibendes Bruttoinlandsprodukt, keine Verzinsung und keine Inflation.
Gibt es dann noch Fortschritt?
Die Perspektive sollte sein: "Klasse statt Masse!" - man kann auch sagen "Qualität statt Quantität!"

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