Grenzen des Wachstums

Stand: 31.07.2019
Die Bürger Europas - zunächst vor allem im Süden Europas - müssen nun erkennen, daß das Wachstum der Wirtschaft vorbei ist und auch nicht wiederkommen wird. Die Wirtschaft stößt an unüberwindbare Grenzen.
Es ist zum einen unmittelbar eine finanzielle Grenze und zum anderen grundlegend eine ökologische Grenze spürbar.
Zur Finanzlage: Die Wirtschaft Europas wächst nur noch durch den ständigen Aufkauf von Staats- und Unternehmensanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Es handelt sich jedoch um ein Schein-Wachstum, bei dem die Höhe des Bruttoinlandsprodukts zwar nominell steigt, jedoch nur durch Inflation verursacht ist.
Dies führt zu einer immer größer werdenden Abhängigkeit aller Wirtschaftsaktivitäten von EZB und Staatsausgaben.
Wir entfernen uns immer mehr von einer Marktwirtschaft und bewegen uns hin zu einer Planwirtschaft.
Die Schuldenfalle ist also die Folge eines auf zwanghaftes Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems und bedeutet abnehmende Effizienz der Wirtschaft und sinnentleerte Beschäftigung durch staatliche Aufträge.
Die Ursache ist die Leugnung von Grenzen des Wachstums.
Antony P. Mueller , 10.05.2019 :
"Innerhalb weniger Monate stieg die sogenannte 'Modern Monetary Theory' (MMT) von fast vollständiger Unbekanntheit zu notorischer Prominenz auf. Der Auslöser für den Start zur Berühmtheit der sogenannten Modernen Geldtheorie kam durch den Plan zustande, mit dem die Demokratischen Sozialisten von Amerika einen 'Green New Deal' finanzieren wollen. Die Sozialisten bezogen sich auf die MMT, um zu begründen, dass die gewaltigen öffentlichen Ausgaben für das Projekt finanzierbar seien. Die Theorie hinter diesen Vorschlägen ist zu einem heißen Thema geworden, denn diese MMT besagt, dass öffentliche Defizite unproblematisch seien und der Staatsverschuldung automatisch immer ein äquivalenter, privater Finanzreichtum gegenüberstünde. Auch in Deutschland melden sich die jungen Sozialisten zu Wort und finden ein offenes Ohr in den Medien. Was vor Jahren noch als aberwitzig gegolten hätte, ist nun hoffähig geworden. Es muss nur noch die nächste Bundestagswahl kommen und im deutschen Parlament hat möglicherweise die Neue Linke zusammen mit den Grünen die Mehrheit. Es lässt sich leicht voraussagen, dass dann auch in Deutschland die sogenannte Moderne Geldtheorie ein Willkommen feiern kann. Die Modern Monetary Theory behauptet, dass die Regierung keiner fiskalischen Restriktion unterliegt und selbst große öffentliche Defizite und Schulden keine Rolle spielen. Solange die Wirtschaft nicht voll ausgelastet ist, kann die Regierung so viel ausgeben wie wünschenswert ist. Der Staat als Schöpfer der Landeswährung kann nicht Bankrott gehen. Alle öffentlichen Ausgaben könnten durch öffentliche Schulden finanziert werden, weil die Staatsanleihen so gut sind wie das Geld, das der souveräne Staat ausgibt. Die Staatsverschuldung sei kein Problem, weil sie im privaten Sektor als finanzielle Aktiva ihr Gegenstück findet. Diese neue Geldtheorie dient als akademisches Alibi für eine utopische Politik. Wenn es keinen Zwang zur fiskalischen Zurückhaltung für öffentliche Ausgaben gibt, verliert der Widerstand gegen umfangreiche staatliche Ausgabenprogramme seine Legitimität und den gewaltigen Projekten mancher Politiker sind Tür und Tor geöffnet. Die MMT liefert so ein hilfreiches Argument, um ihre Agenda akzeptabel zu machen und zu versprechen, dass das Grundproblem der wirtschaftlichen Knappheit nicht mehr gilt, wenn man es mit der richtigen Politik beseitigt. 'Defizite spielen keine Rolle' ist das grundlegende Mantra dieser Modernen Geldtheorie. Die wahre Bedeutung dieser Aussage ist die Behauptung, dass es keine Knappheit gibt. Weder Haushaltsdefizite noch Handelsbilanzdefizite stellen ein Problem für die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft dar, wenn angeblich ungenutzte, wirtschaftliche Kapazität vorhanden ist – und dies ist gemäß der MTT fast immer der Fall, da durch die staatlichen Ausgaben ja neue Kapazitäten geschaffen werden. Da ja jede Ausgabe auch eine Einnahme darstellt, schaffen die Ausgaben des öffentlichen Sektors neue Einkommen im privaten Sektor und somit auch Sparaufkommen. Deshalb kann die Regierung (oder ihre Zentralbank) den Zinssatz auf einem beliebigen Niveau festlegen, vorzugsweise auf null. Für die Anhänger der MTT ist die Staatsverschuldung keine Verschuldung im herkömmlichen Sinne, sondern eine Art Buchhaltung. Aus Sicht dieser Geldtheorie ist die öffentliche Verschuldung die Summe der angesammelten Defizite der Vergangenheit und stellt somit ein Register des Nettobetrags dar, den die Regierung im Laufe der Zeit an neuen Geldmitteln geschaffen hat. Die Anhänger dieser neuen Währungstheorie fordern, die grundlos selbst auferlegten Beschränkungen der öffentlichen Schuldenaufnahme aufzuheben und auf ein ausgeglichenes Budget zu verzichten. Die Befürworter der modernen Geldtheorie unterschätzen die Komplexität der modernen Volkswirtschaft. Ihre Anhänger leiden unter dem Übel, das Friedrich A. Hayek die 'Anmaßung von Wissen' nannte. Die MMT negiert ihre eigene Unwissenheit. Die Koordinierung der individuellen Maßnahmen zwischen Verbrauchern und Herstellern in einem derart komplizierten Netzwerk erfordert Märkte, für die die Politikplanung keinen Ersatz darstellt. Noch mehr als zuvor würde eine neue Welle der Wirtschaftsplanung, die auf der Hybris der Anmaßung des Wissens basiert, nicht Wohlstand und Stabilität bringen, sondern Elend und Chaos. Letzten Endes würden die wirtschaftspolitischen Pläne der Modernen Geldtheorie das Land auf den rutschigen Abhang zum vollständigen Sozialismus führen. Die MMT-Promotoren spielen die inflationären Folgen einer erheblichen Erhöhung der Staatsausgaben herunter. Sie behaupten, dass die Expansion bis zur Vollbeschäftigung andauern kann, an der dann höhere Steuern einspringen würden, um überschüssiges Geld zu absorbieren, das inflationär sein könnte. Mit dieser Überzeugung gehen die Anhänger der MMT von einer Ein-Sektor-Wirtschaft mit unbegrenztem Kapitalangebot aus, deren einziger Produktionsfaktor die Arbeit ist. Eine solche Sichtweise der modernen Wirtschaft ist völlig unrealistisch. Die Wirtschaft ist keine homogene Einheit, in der wirtschaftliche Aktivitäten nach Wunsch ausgedehnt und eingeengt werden könnten, so als wäre sie ein Luftballon. Die Befürworter der MMT glauben, die Volkswirtschaft punktgenau bei der Vollbeschäftigung halten zu können. Vergeblich sucht man in den Schriften der Ideengeber der MTT nach der Rolle, die Kapital und der Unternehmer in der modernen Wirtschaft spielen. Die 'Wirtschaft' von MMT ist hauptsächlich ein monetäres Phänomen und weit weg von der kapitalistischen Wirtschaft, in der die Unternehmer unaufhörlich die Kapitalstruktur aufbauen und neu ordnen müssen. Die moderne Geldtheorie ist ein falsches Glaubenssystem, was jedoch ihre Verwendung als Instrument politischer Propaganda nicht ausschließt. Es sind genügend politische Kandidaten da, die die MMT willkommen heißen und diese Theorie als Vehikel nutzen, um ihre Kampagnen zu fördern. Das Versprechen von Wohlstand für alle durch mehr staatliche Aktivitäten und durch höhere Staatsausgaben wird seine Anhänger im Wahlvolk finden. Dies wird spätestens dann kommen, wenn die Arbeitslosigkeit, die derzeit sowohl in Deutschland wie in den USA sehr niedrig ist, wieder steigt. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mehr Politiker die Moderne Geldtheorie entdecken und ihre Botschaft nutzen, um ihre Agenda für die Umsetzung einer umfassenden sozialistischen Regierungspolitik voranzubringen. Die Moderne Geldtheorie ist weder modern noch eine Theorie im wissenschaftlichen Sinn – sie ist vielmehr der Versuch, etwas als neu zu verkaufen, was schon lange als verdorben und als giftig erkannt wurde. Alter Wein in neuen Schläuchen ist ein wiederkehrendes Phänomen in der Volkswirtschaftslehre. Indem sie sich 'modern' nennt, täuscht die MTT vor, neu zu sein, während sie nur den alten Irrtum wiederkäut, dass es Geldmangel und nicht die Knappheit der Güter und Produktionsmittel sei, was eine umfassende Prosperität verhindere. Die Moderne Geldtheorie ist für die Ökonomie das, was in der Geografie die Flache-Erde-Bewegung ist. Während sich jedoch die Form der Erde nicht ändert, was auch immer manche Menschen darüber denken, sind wirtschaftliche Ideen auch dann mächtig, wenn sie falsch sind. Rein akademisch würde die Modern Monetary Theory keine tiefere Analyse verdienen. Dieses Konstrukt ist jedoch eine der gefährlichsten wirtschaftlichen Ideen der Gegenwart und möglicherweise noch mehr in der Zukunft und muss daher unsere größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen."
Thorsten Polleit , 01.07.2019 :
"Nachdem das anfängliche Hochgefühl verflogen ist, zeigt sich, dass einige Teilnehmerländer nicht den Anforderungen, die die Teilnahme am Euroraum auferlegt, genügen können oder genügen wollen. Daran sind nicht zuletzt die Folgen des geplatzten 'Euro-Booms' schuld. Sie haben vor allem den Südländern schwere Kapitalverluste beschert. Unternehmen haben ihre Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen. Das Wachstum ist geschwächt. Vorbei ist vielerorts der Traum von der wohlstandsbringenden Kraft der Einheitswährung. Bemühungen zu reformieren, wachstums-förderliche Strukturen zu schaffen – durch Steuersenkungen, Deregulierung und Staatsverkleinerung –, sind zumeist nicht zu erkennen. Das Gegenteil ist eher der Fall. Man setzt allenthalben auf staatliche Lenkungswirtschaft, in der die Staaten zusehends darüber bestimmen, was wann wie und wo zu produzieren ist. Das ist kein Zufall, es kann nicht überraschen. Denn der Euro folgt einer Eigenlogik: Er kann und wird nur Bestand haben, wenn die freie Marktwirtschaft (beziehungs-weise das, was noch von ihr noch übrig ist) immer weiter, Stück für Stück zurückgedrängt wird. Denn nur so lassen sich die politisch störenden wirtschaftlichen Leistungsunterschiede, die zwischen den einzelnen Ländern bestehen, einebnen, und zwar indem die wirtschaftlich noch relativ starken Länder geschwächt werden relativ zu den wirtschaftlich weniger leistungsfähigen Ländern. Dieser Prozess ist in vollem Gange und zeigt sich in vielen Facetten. Um Missverständnissen vorzubeugen: Dass viele Menschen aus vielen verschiedenen Regionen ein einheitliches Geld verwenden, ist ökonomisch durchaus sinnvoll. So gesehen ist durchaus etwas dran an der Idee einer Einheitswährung. Allerdings wird diese Idee zu einem gewaltigen Problem, ja zu einem Fiasko, wenn die Einheitswährung in Form eines (supra-)staatlich monopolisierten ungedeckten Geldes in die Tat umgesetzt wird – wie es beim Euro zweifelsohne der Fall ist. Dass ein freies Marktgeld nicht auf der politischen Tagesordnung steht, liegt nicht etwa daran, dass es nicht durchführbar, nicht praktikabel wäre. Nein, dafür gibt es andere Gründe. So sind beispielsweise viele meinungsmachende Hauptstrom-Ökonomen keine Unterstützer eines freien Marktgeldes, sie sind meist glühende Befürworter des staatlichen Geldmonopols. Sie beraten Regierungen und Politiker. Und die wiederum haben selbst keinen Anreiz, das staatliche Geldmonopol aus der Hand zu geben – denn für sie ist es ein unverzichtbarer Machtpfeiler. Für die Bürger hingegen wäre ein freies Marktgeld ganz zweifellos ein Segen. Es wäre die logische Folge ihres Selbstbestimmungsrechtes bei der Frage der Geldwahl."
Heinz-Werner Rapp , 30.07.2019 :
"Angesichts schwächelnder Weltkonjunktur und ausufernder globaler Verschuldung gerät die globale Geldpolitik aus den Fugen. Sowohl die europäische als auch die US-amerikanische Zentralbank haben ihren zuvor angekündigten Kurs einer 'geldpolitischen Normalisierung' innerhalb kürzester Zeit beendet und eine erneute Kehrtwende eingeleitet. Gleichzeitig haben abstruse Ideen für eine 'alternative Geldpolitik' Hochkonjunktur – wie etwa die 'Modern Money Theory' (MMT) oder das 'Overt Monetary Financing' (OMF). Eine aktuelle Studie des FERI Cognitive Finance Institute hat diese brisante Thematik analysiert und zieht ein beunruhigendes Fazit: Notenbanken werden zunehmend politisiert und zu staatlichen 'Bad Banks' degradiert, die durch Gelddrucken ökonomische Probleme lösen oder als 'Endlager' für staatliche Schulden dienen sollen. Bedenklich erscheint auch, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) parallel Konzepte für noch tiefere Negativzinsen und eine Abschaffung von Bargeld entwickeln lässt. Anleger und Vermögensinhaber sollten gewarnt sein, wenn die nächste Runde der 'monetären Lockerung' eingeleitet wird. Bislang geht das politische Establishment mit zunehmenden strukturellen Problemen genauso um, wie bereits im Zuge der Großen Finanzkrise: Systemische Fehler und strukturelle Schieflagen werden nicht korrigiert oder beseitigt, da die politischen Kosten offenbar zu hoch erscheinen. Stattdessen werden bestehende Beschränkungen der Geldpolitik gelockert, aufgeweicht oder umgangen, damit Notenbanken offene Geldschöpfung betreiben und so – stellvertretend für den Staat – als 'financier of last resort' mit unlimitierter finanzieller Feuerkraft einspringen können. Mittel- oder langfristige Risiken für die Integrität, die Stabilität oder den künftigen Bestand des zugrundliegenden Finanzsystems und dessen Geldordnung werden dabei gezielt negiert oder stark verharmlost. Folglich lautet die Prognose: Die Geldpolitik wird noch extremer, ihre Grenzen dürften schon in naher Zukunft noch mehr gedehnt werden. Damit dürfte auch das Ausloten neuer Möglichkeiten zur offenen Geldschöpfung und zur Staatsfinanzierung über die Notenpresse weiter voranschreiten. Niemand kann heute mit Gewissheit vorhersehen, ob und wie stark sich Konzepte wie MMT und OMF zukünftig durchsetzen werden. Allerdings wird deren Attraktivität – scheinbar unbegrenzte Finanzierungsmöglichkeiten trotz leerer Kassen – für ehrgeizige Politiker extrem hoch sein. Die bisherige Politik exzessiver Geldschöpfung und massiver Aufblähung von Zentralbankbilanzen hat in Europa bereits wichtige Präzedenzfälle in 'monetärer Verwässerung' geschaffen. Und nach Mario Draghis Sintra-Ansprache ist zu befürchten, dass dieser Trend sich weiter verschärft. Schon in sehr naher Zukunft ist in nahezu allen westlichen Finanzsystemen von einer anhaltenden und zunehmend unverblümt durchgeführten Politik monetärer Verwässerung und finanzieller Repression auszugehen. Erste Signale in diese Richtung sind bereits heute sehr klar erkennbar. Notenbanken werden dabei immer stärker zu 'Bad Banks' des jeweiligen Finanzsystems, mit dem klaren Auftrag, systemische Altlasten (Schulden) möglichst dauerhaft zu entsorgen. Zugleich werden Notenbanken immer stärker politisiert und instrumentalisiert; sie werden damit zu Erfüllungsgehilfen eines Kurses offener monetärer Finanzierung, der in politischen Kreisen immer stärker um sich greift. Besonders beunruhigend: Der IWF gibt derartigen Überlegungen noch 'akademischen Flankenschutz', statt auftragsgemäß ein stabiles Finanzsystem zu gewährleisten. Die aufgezeigten Tendenzen sind gefährlich und sollten nicht nur Investoren und Vermögensinhaber, sondern alle Bürger beunruhigen."
Holger Zschaepitz‏


Es gibt noch andere Grenzen des Wachstums, eigentlich hat alles, was zahlenmäßig erfassbar ist, eine obere und eine untere Grenze (letztere oft Null). Nur in der Mathematik kann man theoretisch über das Unendliche nachdenken. Und in der Physik ist das Wesen von Raum und Zeit noch nicht geklärt und damit die Frage, ob diese beiden Größen unendliche Ausmaße erreichen. Eine der größten Entdeckungen der Physik ist die obere Grenze der Geschwindigkeit jedes beliebigen Objektes, die Lichtgeschwindigkeit.
Überbevölkerung, das heißt die Überbeanspruchung der natürlichen Lebensgrundlagen durch zu hohe Bevölkerungsdichte, ist die Hauptursache vieler ökologischer Probleme.
Noch bevor sich dadurch eine ökologische Krise zuspitzt und Menschen verhungern, kommt es im allgemeinen zu sozialen Unruhen: Patriarchalisches Weltbild -> Überbevölkerung -> Arbeitslosigkeit/Armut/Ausweglosigkeit
-> Kriminalität/Plünderungen/Krieg -> Reduzierung der Überbevölkerung durch Tod oder Flucht
Ein Beispiel ist der Terror des Erdogan-Regimes gegen nach Selbstbestimmung strebende Kurden:
Es ist eine Schande, daß westliche Politiker sich vor Erdogan ducken und die Türkei immer noch zur NATO gehört.
In Deutschland scheint sich folgendes Szenario zu entwickeln: Materialistisches Weltbild -> Gier nach immer mehr
-> Wachstum um jeden Preis -> Gelddruckerei durch die Zentralbank + Masseneinwanderung
-> Fehlinvestitionen/Blasenbildung + hohe Wohnkosten -> Abschwung der Wirtschaft -> Arbeitslosigkeit/Armut/Neid
-> Kriminalität/Ausschreitungen -> Regierungswechsel -> Stopp von Gelddruckerei und Masseneinwanderung
Je später ein Politikwechsel erfolgt, desto schwerer werden Kriminalität/Ausschreitungen.
Es ist also das Bestreben der amtierenden Regierung, daß in Deutschland möglichst viele Menschen leben.

Dies steht im totalen Widerspruch zu einer nachhaltigen Lebensweise.
Egon W. Kreutzer , 02.05.2019 : "Lebensräume müssen wieder Arterhaltungsräume werden, in denen sich Gleichgewichte zwischen Ressourcen und Ressourcenverzehr von selbst herausbilden. Dies ist nur möglich, wenn der Zustand der Autarkie zum Leitbild und Ziel aller Gesellschaften auf dieser Welt wird. Wir können darauf noch freiwillig hinarbeiten und dies auf internationaler Ebene durch strikte Befolgung der volkswirtschaftlichen Grundregel einer ausgeglichenen Handelsbilanz anstreben. Doch das wird nicht ausreichen. Wir werden ebenfalls daran arbeiten müssen, Großstädte und Ballungsräume wieder aufzulockern und zu entflechten und deren Abhängigkeiten vom Umland zu verringern.
Die schlimmste Konsequenz, die zu ziehen ist, besteht jedoch darin, damit aufzuhören, die armen und von Hunger und Seuchen geplagten Landstriche dieser Welt durch humanitäre Hilfe in den Stand zu versetzen, trotz der Mängel und Schwächen der Reviere einen anhaltenden Geburtenüberschuss herzustellen. Dazu gehört es allerdings auch, zuerst zu erkennen, dass es sich dabei um die auf Menschen übertragene Methode der Jäger handelt, das Wild im Winter zu füttern, um dann in der Jagdsaison etwas zum Abschießen vor die Flinte zu bekommen. So grausam es klingen mag:
Da wo Kinder in großer Zahl in die Welt gesetzt werden, um sicherzustellen, dass wenigstens die zum Arterhalt erforderliche Zahl die Geschlechtsreife erlebt, sind humanitäre Hilfe und Geburtenkontrolle die beiden Seiten der gleichen Medaille. Bleibt Geburtenkontrolle aus, entsteht, bezogen auf die Ertragskraft des Reviers, relative Überbevölkerung.
Diese relative Überbevölkerung ermöglicht es dann zum Beispiel, Geflügelteile, die sich der Mitteleuropäer nicht auf den Teller legt, also im eigentlichen Sinne 'Schlachtabfälle' subventioniert von der EU zu unwiderstehlich niedrigen Preisen auf den afrikanischen Markt zu werfen und das Geschäftsmodell der dortigen Geflügelzüchter (von Haus aus mehr BIO als bei uns mit jedem Siegel) zu zerstören und die Abhängigkeit von ausländischer Hilfe zu vergrößern. Es ist egal, ob Spendengelder oder Hilfsgelder der UN oder Kredite der Weltbank eingesetzt werden: Die Produzenten der Hilfsgüter steigern ihren Gewinn mit jedem zusätzlichen Konsumenten, den sie in den Armenhäusern der Welt erreichen können. Anfüttern, und dann die Beute nach Hause holen. Das ist das Prinzip der meisten Projekte humanitärer Hilfe. Es handelt sich um vergiftete Äpfel, es handelt sich um das Eindringen revierfremder Organismen deren Absicht es ist, sich über Verschuldung und Ausbeutung der Ressourcen des Reviers zu bemächtigen, wobei es sich nicht nur um Rohstoffe, sondern auch um zu Dumpingpreisen unter unmenschlichen Bedingungen eingekaufte Arbeitsleistung handelt. Nicht das 'Nicht-Helfen' ist das Verbrechen, sondern die Zerstörung der Artengemeinschaft und der im Biotop wirksamen Prozesse zur Arterhaltung. Ohne diesen von außen hineingetragenen Einfluss gäbe es – wie es bis zum Beginn der Kolonialisierung war – den jetzt beklagten Geburtenüberschuss und die daraus entstehenden Hunger- und Notsituationen nämlich gar nicht, und so manchen blutigen Revierkrieg zwischen Stämmen oder Ethnien gäbe es auch nicht. Revier ist Abgrenzung. Abgrenzung ist weder diskriminierend noch fremdenfeindlich. Abgrenzung ist das Grundgesetz des Lebens, ein fraktales Prinzip, das in allen Lebensformen auftaucht, ein Prinzip, ohne dass es nicht einmal die primitivsten Einzeller geben könnte. Abgrenzung schließt den Anspruch auf ein Revier ein. Ob es sich um den Acker des Landwirts, die Wohnung des Arbeiters oder das Villengrundstück des Großaktionärs handelt, ob um die Schließfächer in den Tresorgewölben der Banken oder die Grenzlinien zwischen den Gebietskörperschaften. Ohne Abgrenzung, sowohl räumlich als auch in Bezug auf Rechte, Kompetenzen und Verantwortung, bricht alles zusammen. Selbst der Begriff der friedlichen Koexistenz ist ohne Abgrenzung nicht denkbar, auch Synergieeffekte und symbiotischer Doppelnutzen im Sinne einer Win-win-Situation gehen nur aus der Abgrenzung und der gezielten Nutzung der unterschiedlichen Fähigkeiten der Beteiligten hervor.
Vor zwei Jahren wies der damalige Bundesentwicklungsminister Müller darauf hin, dass die Bevölkerung Afrikas jede Woche um eine Million Menschen wächst. Er warnte dabei überflüssigerweise vor den Folgen des Klimawandels, den es zu begrenzen gälte, um nicht eine riesige Flüchtlingsbewegung auszulösen. Doch es bedarf keines Klimawandels, um den Wanderungsdruck zu erzeugen, es genügt das schiere Missverhältnis von Ertragskraft zu Bevölkerung, um immer mehr Afrikaner dazu zu bewegen, ihre – unabhängig von der statistischen Bevölkerungsdichte – überfüllten Reviere zu verlassen. Müller sagte damals auch, den Menschen müsse dringend eine wirtschaftliche Perspektive in ihren Heimatländern gegeben werden. Nur wenn die Perspektive entsteht, dass die Staaten Afrikas sich aus eigener Kraft und mit Hilfe zur Selbsthilfe in Richtung Autarkie entwickeln können, wird sich auch die erwünschte Wirkung einstellen."
Stefan Anderl , 18.06.2019 :
"An die Vereinten Nationen zum Thema Überbevölkerung: Laut den Zahlen Ihrer Schätzungen zur Erdbevölkerung hat sich diese innerhalb von ziemlich genau 100 Jahren vervierfacht. So betrug im Jahre 1910 die gesamte Erdbevölkerung noch 1,750 Milliarden Menschen, im Jahre 2010 schon 6,916 Milliarden Menschen. Die von Ihnen herausgegebenen Bevölkerungsschätzungen ergeben sich dadurch, dass Ihnen nur etwa die Hälfte der Nationen und Gebiete ihre eigenen Bevölkerungszahlen zukommen lassen. Das Fehlen von verlässlichen Zahlen wird also durch grobe Schätzungen kompensiert, um eine Gesamt-Erdbevölkerungszahl abschätzen zu können. Aus diesem Grund ist es nachvollziehbar, wenn andere Quellen von sogar weit über 8 Milliarden Menschen im Jahr 2014 sprechen. Dies würde schliesslich nur einem prozentualen Fehler von etwa einem Sechstel, sprich 16,6% entsprechen. Die Vereinten Nationen würden also jeden sechsten Erdenbürger nicht ausfindig gemacht haben. Angesichts der Tatsache, dass der Grossteil der Menschheit ungleich wie in Europa in Gebieten ohne verwaltungstechnische und bürokratische Erfassung lebt, ist es gut möglich, dass Ihre Erdbevölkerungsschätzung von der Wahrheit um mehr als eine Milliarde nach unten abweicht. Sie als Organisation haben es sich laut Ihrer Charta zum Ziel gesetzt, weltweite Probleme friedlich zu lösen. Dies betrifft Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Natur. Das Bevölkerungswachstum auf der Erde hat jedoch unzweifelhaft zu vielfältigen Problemen geführt. So sprechen viele Umweltorganisationen wie der WWF davon, dass die Menschheit momentan mehr als eine Erde bräuchte, um ihren Hunger nach Ressourcen stillen zu können.
Der Bevölkerungsdruck führt unzweifelhaft primär zu Konflikten, Kriegen, Ackerlandmangel, Hunger, Vertreibungen, Umweltverschmutzung, Regenwaldabholzung, Landraub, materieller Ungleichheit, industrieller Landwirtschaft, Massentierhaltung, Klimawandel, Extremwetter, Über- und Qualzüchtungen, Treibhausgasen, Bodenauslaugung, Wohnungsmangel, Mietpreissteigerungen, Arbeitslosigkeit, Bodenerosion, Desertifikation, Preissteigerungen, Trinkwasserknappheit usw. usf. In einer zweiten Phase verrohen auch die zwischenmenschlichen Beziehungen und die gesellschaftlichen Strukturen, da aufgrund eines Mangels an natürlichen Ressourcen nicht mehr in Frieden miteinander gelebt werden kann. Kriminalität, Anonymität, Wanderarbeit, Korruption, Lobbyismus, behördliche Gleichschaltung, Extremismus, Gier, staatliche Tyrannei, Terrorismus und Menschenhandel erhöhen und vermehren sich, und die Wertschätzung jeglichen Lebens verringert sich. Als Vergleich dient meiner Ansicht nach am besten das Hausaquarium. Jeder Besitzer eines Aquariums weiss, dass nur eine bestimmte Anzahl an Fischen pro Wasservolumen einen gesunden und friedlichen Fischbestand zur Folge hat. Konkret sind dies 1 cm Fisch auf 10 Liter Wasser. Alles darüber hinaus führt dazu, dass die Wasseraufbereitung optimiert werden muss und die Fische anfangen, sich gegenseitig zu bekämpfen resp. ‹anzuknabbern›, weil nicht genug Raum für ein eigenes Territorium vorhanden ist. Der Lebensraum des Menschen ist dem eines Aquariums vergleichbar. Er lebt in einer dünnen Atmosphäre, die wie eine dünne Apfelhaut den Planeten Erde umgibt. Jegliche Luftverschmutzung breitet sich unweigerlich über den ganzen Raum aus, und Lebensräume sind nicht unbegrenzt gross. Alle genannten menschgemachten Problematiken sind Wirkungen der Ursache Überbevölkerung.
Durch eine planetengerechte Menschenanzahl auf der Erde würde uns eine Natur erhalten bleiben, die stets ausgleichend auf das Handeln des Menschen reagiert. Die Wirkungen der Überbevölkerung haben Eingang in Ihre Charta gefunden.
Die Frage ist nun, inwieweit Sie imstande oder gewillt sind, die Probleme von Grund auf zu lösen, oder ob Sie nur Makulatur betreiben wollen und dies dann als Ihre Aktivitäten bezeichnen möchten. Als überstaatliche Organisation wäre es erfreulich, und ich würde es auch erwarten, wenn Sie den Anspruch hätten, Probleme ursächlich von Grund auf zu lösen. Die Logik lehrt uns, dass Probleme bzw. Wirkungen nur durch Behebung der Ursache komplett und damit langfristig gelöst werden können."
Volker Seitz , 11.07.2019 : "Für eine radikale Wende der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika plädiert der Diplomat Volker Seitz. Nach 40 Jahren zeige sich, dass die bisherige Strategie den afrikanischen Kontinent nicht voran gebracht hat. Im Gegenteil: Armut sei zum Geschäft für korrupte Staatsführer geworden, schreibt Seitz in einem Gastbeitrag für das Meinungsmagazin Tichys Einblick. 'Das größte Kapital mancher Länder in Afrika sind nicht der Boden oder die Rohstoffe. Es ist die arme Bevölkerung, denn sie sorgt dafür, dass weiter Entwicklungshilfe ins Land fließt', schreibt Seitz, der insgesamt 17 Jahre unter anderem als Botschafter in den afrikanischen Ländern Kamerun, Benin, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea gearbeitet hat. 'Je bedürftiger ein Land ist, desto mehr können die Regierenden kassieren: Sie erhalten leichter internationale Unterstützung und können sich an der Macht halten, wenn ihre Bevölkerung arm, ungebildet und unselbstständig bleibt. Armut ist ein Trumpf bei den Forderungen nach Entwicklungshilfe.' Für Seitz ist die jetzige Form von Entwicklungshilfe in Afrika 'eine Belohnung für schlechtes Regierungshandeln'. 'In 17 Jahren in Afrika habe ich beobachtet, dass die afrikanischen Länder, die am meisten Entwicklungshilfe erhalten, am wenigsten gegen die Armut unternehmen', so der Diplomat. 'Die Entwicklungshilfe ist eines der wichtigsten Instrumente, mit denen sich korrupte und inkompetente Regime in Afrika an der Macht halten.' Der größte Teil der Entwicklungsgelder fließe offenbar in die Taschen der Machthaber. 'Es verdichten sich die empirisch bestätigten Informationen, dass die große Mehrheit der afrikanischen Präsidenten inzwischen Milliardär geworden ist und im Begriff steht, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit weiter zu bereichern. Sie besitzen Luxusimmobilien in westlichen Ländern und dort auch dicke Bankkonten.' Deutschland solle deshalb die Mittel streichen, die beispielsweise in Waffen und Sicherheitskräfte investiert werden. 'Wir Bürger (und unsere Abgeordneten!) müssten der Regierung verbieten, Steuergelder für die Steigerung der repressiven Kapazität dieser Länder auszugeben und dies dann als Entwicklungsbeiträge darzustellen.' Die Entwicklung Afrikas könne nicht über die zutiefst korrupten Regierungen laufen. 'Sie liegt in der Hand der jeweiligen Zivilgesellschaften. Diese verdienen unsere Unterstützung, aber nur, wenn sie es selbst wünschen.' Seitz: 'Wir müssen den Willen zur selbstgesteuerten Entwicklung respektieren – Afrika hat genug materielle und humane Ressourcen – und dürfen uns nicht, wie über 60 Jahre geschehen, weiter schamlos aufdrängen.' "

Die oben beschriebene Gelddruckerei hat in den vergangenen Jahren das Wachstum der Wirtschaft künstlich aufrecht erhalten und für einen künstlichen Anstieg der Erwerbstätigkeit gesorgt. Trotzdem kann der Bedarf an Jobs nicht gedeckt werden, wie aus einer Statistik (Juli 2019) der Arbeitsagentur hervorgeht:
Rund 5,6 Mio. Leistungsberechtigte nach dem SGB II sind Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Sozialgeld, davon sind rund 3,9 Mio. erwerbsfähig.
Nun, da die Konjunktur nachlässt, wird die Zahl der Arbeitslosen wieder steigen und es drohen soziale Unruhen.
Dann wird sich für alle zeigen, dass die Masseneinwanderung ein schwerer politischer Fehler ist.

Helmut Creutz (1923-2017) :

Noch immer reden und tun Politiker und Manager so, als ob es keine Grenzen des Wachstums gäbe.
Stabiles Wirtschaften bedeutet gleich bleibendes Bruttoinlandsprodukt, keine Verzinsung und keine Inflation.
Gibt es dann noch Fortschritt?
Die Perspektive sollte sein: "Klasse statt Masse!" - man kann auch sagen "Qualität statt Quantität!"

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