Grenzen des Wachstums

Stand: 09.06.2018
Die Bürger Europas - zunächst vor allem im Süden Europas - erkennen zunehmend, daß das Wachstum unserer Wirtschaft an Grenzen stößt. Es ist zum einen unmittelbar eine finanzielle Grenze und zum anderen grundlegend eine ökologische Grenze spürbar.
Zur Finanzlage: Die Wirtschaft Europas wächst nur noch durch den Kauf von immer mehr Staats- und Unternehmensanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Weil ein als notwendig erachtetes Wirtschaftswachstum nur durch diesen ständigen Aufkauf von Anleihen erzwungen werden kann, handelt es sich um ein Schein-Wachstum, bei dem die Höhe des Bruttoinlandsprodukts zwar nominell steigt, jedoch nur durch Inflation verursacht ist.
Dies führt zu einer immer größer werdenden Abhängigkeit aller Wirtschaftsaktivitäten von EZB und Staatsausgaben.
Wir entfernen uns immer mehr von einer Marktwirtschaft und bewegen uns hin zu einer Planwirtschaft.
Die Schuldenfalle ist also die Folge eines auf zwanghaftes Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems und bedeutet abnehmende Effizienz der Wirtschaft und sinnentleerte Beschäftigung durch staatliche Aufträge.
Die Ursache ist die Leugnung von Grenzen des Wachstums.
Niemand kann trennscharf zwischen 'Wirtschaftswachstum' und Inflation unterscheiden.
Inflation, Geldentwertung ist Betrug. Die EZB strebt eine Inflationsrate, also eine Betrugsrate von knapp 2 % an.
Oswald Metzger , 05.04.2018 : "Der wichtigste Grund, warum die offizielle Inflation in der Eurozone konsequent zu niedrig ausgewiesen wird, ist leicht erklärt. Die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum fallen in Europa, anders als in den USA, völlig aus dem Verbraucherpreisindex heraus. In Amerika macht dieser Kostenblock fast 24 Prozent des gesamten Warenkorbs aus. Bei der Berechnung der Kerninflationsrate ist er sogar mit 30 Prozent gewichtet.
Im Euro-Raum stiegen die Kosten für selbstgenutztes Wohneigentum zuletzt mit einer Jahresrate von knapp über 3 Prozent. Analog der Inflationsberechnung in den USA läge allein damit die offizielle Euro-Inflationsrate spürbar höher. Der EZB-Zielinflationswert von 2 Prozent wäre erreicht, wenn nicht sogar überschritten. Das wichtigste (aber vorgeschobene) Argument der Nullzinspolitik hätte sich längst in Luft aufgelöst. Im vierten Quartal 2017 verteuerten sich die Vermögens- werte deutscher Haushalte um sage und schreibe 9,3 Prozent. Nach den Rekordwerten im zweiten und dritten Quartal 2017 war dies der dritte Höchstwert in Folge. Immobilien notierten mit einem Plus von 8,2 Prozent im Jahresvergleich, Aktien mit plus 11,8 Prozent und Betriebsvermögen mit plus 24,1 Prozent. In der offiziellen Inflationsstatistik tauchen diese Teuerungseffekte nicht auf. Sie konterkarieren aber die Mär von der niedrigen Inflation spektakulär, zeigen die Tendenz einer von der Geldschwemme getriebenen Blasenbildung bei Immobilien und Aktien. Sie verdeutlichen aber auch eine sozialpolitische Konsequenz der Nullzinspolitik der EZB in aller Dramatik: Die wohlhabendsten Haushalte und Personen vor dem Renteneintrittsalter profitieren von den steigenden Vermögenspreisen am meisten, da sie anteilsmäßig das größte Betriebsvermögen besitzen und über ein großes Immobilienvermögen verfügen. Dass sich breite Bevölkerungsschichten abgehängt vorkommen, sie die kollektive Erfahrung eint, dass immer weniger Netto vom Brutto bleibt, lässt sich also nicht nur mit der staatlichen Steuer- und Abgabenpolitik begründen, sondern auch mit der statistischen Manipulation der Geldentwertungsrate. Die amtlichen Inflationsstatistiken sind Fake-News. Die gefühlte Inflationsrate liegt nicht nur fiktiv, sondern tatsächlich deutlich höher."
Klaus Peter Krause , 01.03.2018 : "Im herrschenden Geldsystem hat die Zentralbank ein staatlich privilegiertes Geldmonopol. Sie allein entscheidet darüber, mit wieviel Geld die Wirtschaft versorgt wird. Es ist ein Schuldgeldsystem, in dem das hergestellte („geschöpfte“) Geld durch keinen Sachwert gedeckt ist – anders als bei einem Vollgeldsystem. Folglich ist dieses Schuldgeld beliebig vermehrbar: durch Kreditvergabe. Mit jedem erhaltenen Kredit steigt die Geldmenge und mit ihr die Kaufkraft der Nachfrage nach Produkten. Hält das Produktangebot mit einer steigenden Geldmenge nicht Schritt, ist also das Produktangebot gegenüber der kaufkräftigen Nachfrage zu knapp, steigen, soweit Wettbewerbsfreiheit herrscht, die Preise der Produkte. Durch Aufblähen der Geldmenge kommt es also zum Aufblähen der Preise, zur Preisinflation oder kurz: zur Inflation (von lateinisch inflare = aufblähen). Wegen ihres Monopols und weil Inflation das Geldvermögen der Bürger entwertet, die Bürger also heimlich enteignet, ist die Zentralbank zur Geldwertstabilität verpflichtet. Das hat auch für die Zentralbank der Europäischen Union zu gelten. Weil sie sich stattdessen um Inflation sogar bemüht, ist das skandalös. Vertrauen kann eine solche Bank nicht bekommen, sie verspielt es. Aber Geld ist Vertrauenssache. Weil das von der Zentralbank mit ihrem Geldmonopol in Umlauf gebrachte Geld durch keine notwendig knappen Sachwerte gedeckt ist, besteht die 'Deckung' einzig und allein in dem Vertrauen, das die Menschen dieser Bank und deren Geld entgegenbringen. Die EZB verdient dieses Vertrauen nicht."
Robert Halver , 18.05.2018 :
"Selbst von der allgemeinen Konjunkturerholung der Eurozone profitiert Italien nur unterdurchschnittlich. Das Land hat seine Wirtschaftsleistung von vor der Finanzkrise 2008 noch nicht annähernd wieder erreicht. Dagegen zeigen Spanien und selbst Portugal markante Erholungen. Die neue römische Regierung aus der Fünf Sterne-Bewegung und der Lega Nord vertritt die verblüffende Wirtschaftstheorie, dass nur noch mehr Staatsschulden die Wirtschaftsmisere beenden. Jedoch hat Italien mit dieser Politik immer nur das Gegenteil bewiesen. Von 2008 bis aktuell hat sich der Schuldenstand um rund 38 Prozent erhöht. Der in diesem Zeitraum erzielte Wirtschaftszuwachs ist mit sechs Prozent allerdings ein Armutszeugnis: Für ein Euro mehr Wirtschaftsleistung werden mehr als sechs Euro neue Schulden benötigt. Neben Sparbemühungen sind jedoch auch zunächst schmerzhafte Strukturreformen beim italienischen Wahlvolk unbeliebt und finden daher bei beiden populistischen Regierungsparteien erst Recht keine Beachtung. Die Abwahl von Kanzler Schröder nach seiner Agenda 2010-Politik ist für alle europäischen Reformpolitiker ein 'heilsamer Schock' gewesen. In Ermangelung einer reformistischen Trendwende droht die bereits zurückhaltende Investitionsneigung von Unternehmen völlig zum Erliegen zu kommen. Die italienischen Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende und Dienstleistungsgewerbe befinden sich in einem klaren Abwärtstrend. Und Digitalisierung ist in Italien ein komplettes Fremdwort. Dennoch ist die neue italienische Regierung beratungsresistent. Nach ersten Schätzungen werden sich die staatlichen Mehrausgaben u.a. für ein Grundeinkommen der Bürger unter der Armutsgrenze, Steuersenkungen durch die Einführung von Pauschalsteuern für Unternehmen und Privathaushalte und die angestrebte Rückabwicklung der Rentenreform auf jährlich ca. 100 Mrd. Euro summieren. Das Neuverschuldungskriterium, das maximal drei Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung erlaubt, wird mit sieben Prozent deutlich verletzt. Normalerweise müsste die der Stabilitätsunion verpflichtete EU-Kommission intervenieren. Doch hat Brüssel bereits zu vielen früheren Zeitpunkten in Verschuldungsfragen Schulden-Gnade vor Stabilitäts-Recht ergehen lassen. Die Priorität lag immer auf dem politischen Erhalt von EU und Eurozone, weniger auf Einhaltung finanzpolitischer Ordnungsmäßigkeit. So wurde Griechenland mit fragwürdiger, überflexibler Auslegung der Stabilitätskriterien in der Eurozone gehalten, um keine Nachahmeffekte bei Portugal, Zypern usw. zu riskieren. Ebenso soll der Ausstieg Großbritanniens aus der EU ein Einzelfall bleiben. Insofern wird die EU auch die massive Verletzung der Schuldenkriterien durch Italien mit politischer Großzügigkeit heilen. Damit kommt die EU im Übrigen römischen Erpressungsversuchen zuvor, die auch bei anderen überschuldeten Euro-Staaten schnell Schule machten. So könnte das große Euro-Land Italien ein Referendum über einen Euro-Austritt ausrufen. Angesichts hoher Arbeits- und Perspektivlosigkeit vor allem bei jungen Italienern wären EU und Deutschland als Spardiktatoren schnell als Sündenböcke ausgemacht. Ebenso könnte Italien geringere Beiträge zum EU-Haushalt fordern. Dennoch ist eine ausreichende Schuldenfinanzierung von Italien aufgrund seiner konjunkturellen und finanzpolitischen Misere nicht zu leisten. Das gleiche Unvermögen hatte bereits die letzte Schuldenkrise in Griechenland ausgelöst. Und wenn damals schon das kleine Griechenland die Eurozone aus der Fassung bringen konnte, könnte heute das bereits mit 2,3 Bill. Euro - das sind 130 Prozent der Wirtschaftsleistung - deutlich schuldenreichere Italien die Eurozone in eine Schuldenkrise mit finalem Exodus führen. Italien ist für Europa überlebenswichtig, systemrelevant. Um nachhaltige Renditesteigerungen am italienischen Anleihemarkt mit der Gefahr eines allgemeinen Schuldenkollapses in der Eurozone zu verhindern, kann die EZB ihre Rolle als Stiefelknecht Italiens nicht ablegen."
Daniel Stelter , 05.06.2018 :
"Unser Geldsystem wird nicht offen diskutiert und es werden viele falsche Geschichten zur Entstehung von Geld erzählt. Diese Vernebelung ist so erfolgreich, dass selbst die meisten Banker nicht verstehen, was sie da eigentlich machen. Dabei lohnt es sich genau hinzusehen, ist es doch gerade unsere Geldordnung die Finanzkrisen, Eurokrise, Blasen und Crashs erst ermöglicht und dabei zu immer größeren Krisen führt. Obwohl die Zentralbanken der Welt einen anderen Eindruck erwecken, haben sie nur sehr indirekt und schwach Einfluss auf die Entwicklung der Geldmenge, nämlich über den Zinssatz und die geforderte Mindestreserve, die Banken bei ihnen hinterlegen müssen. Dabei folgen sie dem, was das Bankensystem macht - nicht umgekehrt. 90 Prozent allen Geldes, das wir nutzen, wurde so von den privaten Banken geschaffen. Nur die restlichen zehn Prozent stammen von den Notenbanken. Wenn die Bank einen Kredit gewährt, kann sie dies tun, ohne zuvor eine Spareinlage bekommen zu haben. Sie schafft das Geld also aus dem Nichts lateinisch 'fiat', weshalb man von einem Fiat-Geldsystem spricht. Dies ist so lange nicht problematisch, wie der Kredit gegen vernünftige Sicherheit gewährt wird, denn dann steht dem neu geschaffenen Geld ein entsprechender Vermögenswert entgegen.
Das Geld ist also durch ein werthaltiges Asset gedeckt. Betrachtet man die Banken nicht als neutrale Vermittler zwischen Ersparnissen und Investitionen, wie dies viele Lehrbücher heute noch tun, erkennt man, dass Banken einen erheblichen prozyklischen Einfluss auf die Wirtschaft haben. In guten Zeiten, in denen die Einkommen sicher und die Vermögenspreise hoch sind beziehungsweise weiter steigen, geben Banken gerne Kredit. In schlechten Zeiten hingegen halten sie sich zurück. Das prozyklische Verhalten der Banken führt dabei nicht nur zu einer regelmäßigen Abfolge von Booms und Krisen, sondern tendenziell zu immer größeren Krisen. Blicken wir auf die letzten 40 Jahre zurück, so sehen wir eine konstant steigende Verschuldung der westlichen Welt, die sich zudem ungebremst fortsetzt. Dies ist so zu erklären: Banken vergeben zunächst Kredite an solvente Schuldner mit guten Sicherheiten. Damit wächst die Geldmenge.
Die Wirtschaft läuft gut, die Einkommen steigen und auch die Vermögenspreise gehen nach oben. Kommt es zu einem Abschwung, stellen die Banken fest, dass sie zu großzügig waren. Sie erleiden erste Verluste, die Sicherheiten fallen im Wert und sie halten sich mit neuen Krediten zurück. Banken- und Finanzkrisen sind die zwangsläufige Folge. Diese zu verhindern war der Hauptgrund für die Gründung von Zentralbanken die im Krisenfall als 'Lender of Last Resort' einspringen sollten. Allerdings mit harten Auflagen. Der Bankenexperte Walter Bagehot hat dazu schon 1873 klare Regeln aufgestellt: Demnach sollte die Zentralbank im Krisenfall nur solventen Banken helfen, gegen die Hinterlegung von sehr guten Sicherheiten, zu einem hohen Strafzins. Mit diesen Regeln wollte er sicherstellen, dass die Banken vorsichtig agieren und ihre Geldschöpfungsfähigkeit nicht missbrauchen, um schlechten Schuldnern gegen unzureichende Sicherheiten Geld zu geben. Mit Blick auf die Finanz- und Eurokrise und vor allem auf die derzeitige 'Eurorettungspolitik' müssen wir feststellen, dass die genannten Grundsätze alle über Bord geworfen werden. Die EZB gibt Banken, die faktisch insolvent sind, Kredite gegen fragwürdige Sicherheiten, zu einem Zinssatz von null. Dies zeigt, wie schlimm es um das Finanzsystem im Jahre zehn der Krise bestellt ist. Konkursrisiken wurden für Banken weitgehend abgeschafft. Kredite werden überwiegend zum Kauf vorhandener Vermögenswerte - Immobilien! - und zur Spekulation verwendet. Staaten und Notenbanken haben alles darangesetzt, das System zu entfesseln. Immer mehr Kredit soll die Weltwirtschaft am Laufen halten. Immer mehr Kredite sind auch erforderlich, um die bereits ausstehenden Kredite zu bedienen. Natürlich könnten wir die 'Untergangsmaschine der Banken' (Martin Wolf) stoppen, indem wir deutlich höhere Eigenkapitalquoten fordern, eine strengere Regulierung durchsetzen und letztlich auch Konkurse zulassen. Allen Beteuerungen der Politik zum Trotz ist hier nichts passiert. Gerade in Europa sind die Banken noch genauso gefährlich wie vor zehn Jahren. Das wäre ein weitaus besseres Feld für Reformvorschläge für den französischen Präsidenten, statt die letztlich untauglichen Ideen mit mehr Umverteilung die Eurozone eine Runde weiter zu bekommen. Doch auch er hätschelt lieber die französischen Banken (deren absehbaren Verluste in der Türkei europäisch sozialisiert werden sollen), statt die Grundursache der Eurokrise, die überbordende Geld-Kredit-Schöpfung eines entfesselten Bankensystems zu stoppen. Wie an dieser Stelle immer wieder ausgeführt, benötigt die Eurozone einen Schuldenschnitt für staatliche und private Schulden in der Größenordnung von drei bis fünf Billionen Euro. Da diese Summe nicht so einfach aufzutreiben ist, gehen alle Maßnahmen der 'Euroretter' in zwei Richtungen: 1. Erhöhung der Verschuldungskapazität durch 'Einbindung' des deutschen Steuerzahlers (Eurobudget, Eurofinanzminister, Bankenunion, etc.) 2. Monetarisierung der Schulden durch die EZB, die dazu Staatsanleihen in Billionenumfang aufkauft und perspektivisch erlassen soll. Das Problem mit dieser Strategie ist, dass 1 nicht funktioniert und 2 zu lange dauert."
Holger Zschaepitz‏


Es gibt noch andere Grenzen des Wachstums, eigentlich hat alles, was zahlenmäßig erfaßbar ist, eine obere und eine untere Grenze (letztere oft Null). Nur in der Mathematik kann man theoretisch über das Unendliche nachdenken. Und in der Physik ist das Wesen von Raum und Zeit noch nicht geklärt und damit die Frage, ob diese beiden Größen unendliche Ausmaße erreichen. Eine der größten Entdeckungen der Physik ist die obere Grenze der Geschwindigkeit jedes beliebigen Objektes, die Lichtgeschwindigkeit.
Überbevölkerung, das heißt die Überbeanspruchung der natürlichen Lebensgrundlagen durch zu hohe Bevölkerungsdichte, ist die Hauptursache vieler ökologischer Probleme.
Noch bevor sich dadurch eine ökologische Krise zuspitzt und Menschen verhungern, kommt es im allgemeinen zu sozialen Unruhen: Patriarchalisches Weltbild -> Überbevölkerung -> Arbeitslosigkeit/Armut/Ausweglosigkeit
-> Kriminalität/Plünderungen/Krieg -> Reduzierung der Überbevölkerung durch Tod oder Flucht
Ein Beispiel ist der 2011 ausgebrochene und nun zu Ende gehende Syrien-Krieg: Die Geflüchteten sollten ermutigt werden, in ihre Heimat zurückzukehren und dort zusammen mit ihren Familien am Wiederaufbau ihres Landes zu arbeiten. Nur so wird verhindert, dass die islamistischen Kämpfer wieder die Oberhand gewinnen.
In Europa scheint sich folgendes Szenario zu entwickeln: Materialistisches Weltbild -> Gier nach immer mehr
-> Wachstum um jeden Preis -> Gelddruckerei durch die Zentralbank und Masseneinwanderung
-> Fehlinvestitionen/Blasenbildung -> hohe Inflation -> Abschwung der Wirtschaft -> Arbeitslosigkeit/Armut/Neid
-> Kriminalität/Ausschreitungen -> Regierungswechsel -> Stopp von Gelddruckerei und Masseneinwanderung
Je später ein Politikwechsel erfolgt, desto schwerer werden Kriminalität/Ausschreitungen.
Es ist also das Bestreben der amtierenden Regierung, daß in Deutschland möglichst viele Menschen leben.
Dies steht im totalen Widerspruch zu einer nachhaltigen Lebensweise.
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (September 2017) : "Deutschland hat sich in seiner Nachhaltigkeitsstrategie aus guten Gründen vorgenommen, den Primärenergieverbrauch bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 2008 zu senken, die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent zu reduzieren und den Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen. Doch diese wichtigsten Ziele der Strategie werden nach heutigem Stand um Längen verfehlt.
So fraß sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche noch 2014 um täglich durchschnittlich 69 Hektar in die Landschaft.
Die Reaktion der Bundesregierung: Sie hat einfach in der jüngst 'überarbeiteten' Nachhaltigkeitsstrategie die Frist für das Flächenverbrauchsziel um zehn Jahre bis 2030 verlängert. Jetzt weiß jeder, wie ernst solche Ziele gemeint sind und dass ein Nichterreichen erst mal keine Konsequenzen nach sich zieht.
Zwischen 1992 und 2014 haben Städte und Gemeinden fast eine Million Hektar neue Siedlungs- und Verkehrsflächen ausgewiesen. Dies entspricht zehnmal der Fläche von Rügen, Deutschlands größter Insel. Aktuell gehen pro Tag knapp 70 Hektar Naturfläche verloren, meist vorheriges Ackerland. Gebäude, dazugehörige Freiflächen sowie Verkehr nehmen mit fast 90 Prozent den größten Anteil an Siedlungsflächen ein. Die Geschwindigkeit der täglichen Neuausweisungen geht nur langsam zurück. Weder das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von 30 Hektar pro Tag und noch weniger das unter anderem vom Sachverständigenrat für Umweltfragen geforderte Null-Hektar-Ziel sind in greifbarer Nähe."
Gero Jenner (Mai 2017) : "Die Menschenflut von 7,5 Milliarden vermag der Globus nur deshalb heute noch zu ernähren, weil gegen Ende des 18. Jahrhunderts Verfahren entwickelt wurden, um die erneuerbaren Ressourcen, die einzigen, die man bis dahin nutzte, um gespeicherte zu erweitern – anders gesagt, um den Globus erbarmungslos auszuquetschen.
Die seit Äonen von der Sonne im Inneren des Planeten akkumulierten Energiereserven werden seitdem in zunehmendem Tempo verbraucht. Wir leben von Nahrungsmitteln, deren Erzeugung mehr an energetischem Input verlangt als wir anschließend an energetischem Output aus ihnen beziehen. Anders gesagt, essen wir Öl – eine auf Dauer unhaltbare Situation. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte lebt die Menschheit von nicht-erneuerbaren Reserven, die sie in absehbarer Zukunft aufgezehrt haben wird. Einerseits wird die Natur sich auf ihre eigene, sehr grausame Weise zu helfen wissen. Ständige Bürgerkriege wie jetzt schon im Nahen Osten, Bürgerkriege, denen Millionen Menschen zum Opfer fallen, ersetzen die Unfähigkeit des Menschen zu eigener vernünftiger Planung. Mögen die äußeren Anlässe zu solchen Kriegen ideologischer, politischer, sozialer Art sein – die tiefer liegenden Ursachen sind der Mangel an Wasser und Nahrung oder schlicht die fehlende Aussicht für einen Großteil der Jugend, im eigenen Land jemals ein menschenwürdiges Leben zu führen (Gunnar Heinsohn hat diese Entwicklung in seinem Buch 'Söhne und Weltmacht' vorausgesehen).
Diese grausame Selbsthilfe der Natur beschreibt freilich nur eine von zwei Strategien. Im zweiten Fall ergreifen die be- troffenen Menschen selbst die Initiative. Sie fliehen aus ihrer Heimat, gleichgültig ob man sie politisch verfolgt oder ob sie 'nur' hungern. Die Unterscheidung von Kriegsverfolgten mit Asylanspruch und Wirtschaftsflüchtlingen ohne ein derartiges Recht ist deswegen so absurd, weil die meisten Kriege gerade dort entstehen, wo die Menschen ohne Aussicht auf Besserung ihrer wirtschaftlichen Lage mehr vegetieren als leben. Das Resultat ist offensichtlich: Alle vernünftige Bevölkerungsplanung zur Entlastung des Globus wird dadurch auch in den Ländern des Westens zunichte gemacht. Unbegrenzte Einwanderung – wie viele bei uns sie eine Zeitlang für unabwendbar oder sogar moralisch geboten hielten – würde die Gewalt einer Lawine entfalten, weil das globale Reservoir an hungernden Menschen oder solchen ohne Aussicht auf ein menschenwürdiges Leben im Vergleich zu dem Anteil derer, die in Wohlstand leben, schlechterdings unerschöpflich ist – solange jedenfalls bis es gelingt, das Bevölkerungswachstum einzudämmen."

Die oben beschriebene Gelddruckerei hat in den vergangenen Jahren das Wachstum der Wirtschaft künstlich aufrecht erhalten und für einen künstlichen Anstieg der Erwerbstätigkeit gesorgt. Trotzdem kann der Bedarf an Jobs nicht gedeckt werden, wie aus einer Statistik (Mai 2018) der Arbeitsagentur hervorgeht:
5,9 Mio. Regelleistungsberechtigte nach dem SGB II sind Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Sozialgeld, davon sind 4,2 Mio. (71,5 %) erwerbsfähig.
Sollte die Konjunktur nachlassen, wird die Zahl der Arbeitssuchenden stark steigen und es drohen soziale Unruhen.
Dann wird sich für alle zeigen, dass die Masseneinwanderung ein schwerer politischer Fehler ist.

Helmut Creutz (1923-2017) :

Noch immer reden und tun Politiker und Manager so, als ob es keine Grenzen des Wachstums gäbe.
Stabiles Wirtschaften bedeutet gleich bleibendes Bruttoinlandsprodukt, keine Verzinsung und keine Inflation.
Gibt es dann noch Fortschritt?
Die Perspektive sollte sein: "Klasse statt Masse!" - man kann auch sagen "Qualität statt Quantität!"

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