Grenzen des Wachstums

Stand: 14.05.2019
Die Bürger Europas - zunächst vor allem im Süden Europas - müssen nun erkennen, daß das Wachstum der Wirtschaft vorbei ist und auch nicht wiederkommen wird. Die Wirtschaft stößt an unüberwindbare Grenzen.
Es ist zum einen unmittelbar eine finanzielle Grenze und zum anderen grundlegend eine ökologische Grenze spürbar.
Zur Finanzlage: Die Wirtschaft Europas wächst nur noch durch den ständigen Aufkauf von Staats- und Unternehmensanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Es handelt sich jedoch um ein Schein-Wachstum, bei dem die Höhe des Bruttoinlandsprodukts zwar nominell steigt, jedoch nur durch Inflation verursacht ist.
Dies führt zu einer immer größer werdenden Abhängigkeit aller Wirtschaftsaktivitäten von EZB und Staatsausgaben.
Wir entfernen uns immer mehr von einer Marktwirtschaft und bewegen uns hin zu einer Planwirtschaft.
Die Schuldenfalle ist also die Folge eines auf zwanghaftes Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems und bedeutet abnehmende Effizienz der Wirtschaft und sinnentleerte Beschäftigung durch staatliche Aufträge.
Die Ursache ist die Leugnung von Grenzen des Wachstums.
Eric Weinhandl , 19.03.2019 :
"In der Finanzkrise von 2008 operierte die Fed als 'Lender of last Resort'. Vor allem Institutionen, die als 'too big to fail' eingestuft wurden, wurden mit frischgedrucktem Geld gerettet. Das Problem des 'too big to fail' ist jedoch nach Ansicht der Österreichischen Schule gerade auch Ergebnis der Politik der Zentralbanken. Denn sie ermutigt Banken dazu, möglichst groß zu werden und Geschäfte mit hohen Risiken einzugehen. Dadurch entsteht das Problem des Moral Hazard. Friedrich August von Hayek (1889 – 1992) hatte diese Problematik bereits früh erkannt. In seinem Buch 'Monetary Nationalism and International Stability' (1937) schreibt er: 'In Abwesenheit einer Zentralbank besteht, während eines wirtschaftlichen Aufschwung, die stärkste Zurückhaltung der einzelnen Banken gegen die übermäßige Ausweitung des Kreditvolumens darin, dass ausreichend Liquidität vorhanden sein muss, um den Anforderungen einer Zeit knapper Gelder aus eigenen Mitteln gerecht zu werden.' Zentralbanken halten das Monopol, Geld zu erschaffen. Sie übertragen dabei das Recht der Gelderschaffung durch Kreditvergabe an private Banken. Der US-amerikanische Anthropologe David Graeber würde hier vermutlich das perfekte Beispiel für die Verbindung zwischen Geld und Schulden erblicken: Er zeigt einen historischen und soziologischen Zusammenhang zwischen der Einführung von Geldsystemen und schuldenbasiertem Handeln, und dass beide seit jeher als Werkzeuge für Herrschaft und Zwangsgewalt verwendet werden. Das heutige Fiat-Geld ist schuldenbasiertes Geld, der Großteil davon in Form von elektronischen Konteneinträgen. Es geht einher mit einem 'Teilereservesystem', das es mit niedrigen Mindestreserven Banken ermöglicht, ein gewaltiges Kreditvolumen aus dem Nichts zu erzeugen. Dies sorgt ebenfalls für ein Moral Hazard für Banken, da sie sie die Möglichkeit haben, de facto ungestraft Risiken eingehen und dabei prächtig Zinsen und Gebühren verdienen können. Dabei kommt es zu einer immer höheren Verschuldung. Am Ende steht die große Pleite oder die Hyperinflation. Zentralbanken und das von ihnen verursachte Moral Hazard spielen folglich eine ganz entscheidende Rolle im Prozess der Finanzialisierung. Jeff Deist schreibt hierzu in seinem Artikel 'The Undeserving Rich': 'Zentralbanken und Moral lassen sich sicherlich nicht ordentlich voneinander trennen. Wie Jörg Guido Hülsmann erklärt, beeinflussen die Handlungen der Zentralbank das Verhalten des Menschen in einer Weise, die automatisch Fragen von richtig und falsch enthält. Wenn wir die Rolle der Fed als Hauptmotor in der US-Wirtschaft akzeptieren, wie können wir ihre Rolle bei der Auswahl wirtschaftlicher Gewinner und Verlierer bestreiten? Und wie können wir bestreiten, dass menschliche Akteure auf Anreize reagieren, zum Guten und zum Schlechten?' Wenn wir uns fragen, warum der Finanzsektor und Gewinne auf ungesunde Niveaus steigen, weshalb die Ziele der Unternehmen zusehends kurzfristorientiert werden, warum nichtfinanzielle Akteure sich stärker in Finanzaktivitäten einbringen, warum die Verschuldung dramatisch steigt und warum all dies zu Ungleichheiten und unausgewogenen Einkommens- und Machtverhältnissen in der Gesellschaft führt, können wir dies klar auf die Existenz und die Rolle von Zentralbanken in der Wirtschaft, die das menschliche Verhalten direkt beeinflussen, zurückführen."
Prof. Dr. Thorsten Polleit , 20.04.2019 :
"Der Zweck heiligt die Mittel, und so bietet die EZB ab September bis 2021 den Euro-Banken neue Kredite an. Im 'EZB-Sprech': TLTROs, das steht für 'Targeted Longer-term Refinancing Operations'. Diese Darlehen wird die EZB den Banken zum Nullzins beziehungsweise zu minus 0,4 Prozent pro Jahr bereitstellen. Das Manöver zeigt schon jetzt Wirkung: Es beruhigt die Investoren, lässt sie erwarten, dass die Euro-Banken zahlungsfähig bleiben - und so kaufen die Investoren wieder eifrig Bankschuldpapiere und Staats- und Unternehmensanleihen. Das treibt die Rendite der Schuldpapiere nach unten, und das gesamte Zinsspektrum wird in Richtung des Null- und Negativzinses gezogen. Doch was soll aus den Euro-Banken werden, wenn die Zinsen derart niedrig sind? Dass es vielen Banken schon jetzt nicht gut geht, ist bekannt - und zeigt sich unmissverständlich in den Aktienkursen: Seit Anfang 2006 bis heute sind die Kurse der Euro-Banken um 73 Prozent gefallen (während die der US-Banken um 20 Prozent gestiegen sind). Anhaltend niedrige Zinsen setzen den Geldhäusern heftig zu: Die Zinsgewinne schwinden. Und weil der Euro-Bankenmarkt sich nicht konsolidiert, es zu viele Banken gibt, geraten die Gebühreneinnahmen unter Druck. Der Wettbewerb, der von den FinTechs ausgeht, und die steigenden Regulierungskosten schmälern die Bankgewinne zusätzlich. Doch Scheitern ist keine Option: Der Euro steht und fällt mit dem Euro-Bankenapparat - übrigens der größte seiner Art auf der Welt -: Er hat eine Bilanzsumme von 31,6 Billionen Euro. Das Bankeigenkapital beträgt nur 2,5 Billionen Euro. Weitere Kreditausfälle wären daher brisant: Die ohnehin dünnen Eigenmittel der Banken könnten rasch aufgezehrt werden. Doch das Eigenkapital der Banken muss erhalten bleiben, es muss sogar wachsen, damit sich das Verschuldungskarussell weiterdrehen kann. Mehr Kredite verlangen aber mehr Eigenkapital. Woher nehmen? Aus den kümmerlichen Gewinnen der Banken in einem Null- und Negativzinsregime wird nicht viel zu holen sein. Und Investoren werden sich mit neuen Eigenkapitalspritzen vermutlich zurückhalten. Man ahnt, wie eine solche Unpässlichkeit 'gelöst' würde: Richtig, die Staaten springen im Fall der Fälle auf Kosten der Steuerzahler ein und versorgen die Banken mit dem benötigten Eigenkapital. Wie das gehen soll? Die Staaten geben zum Beispiel Anleihen aus, die die EZB kauft. Die dadurch neu geschaffenen Euro werden als Eigenkapital in die Banken eingezahlt - und damit sind die Banken aufgepolstert und auch gleich noch (teil-)verstaatlicht. Ein Alptraum für die Bankaktionäre. Sie wären die ersten, deren Vermögensillusion verpufft, wenn das Bankgeschäft im Euroraum vollends an die bürokratisch-regulative Leine gelegt ist. Mit den Verbindlichkeiten der Banken wird man jedoch vorsichtig(er) umgehen müssen. Denn Zahlungsausfälle sind heikel, sie können leicht eine Massenpanik (einen 'Banken-Sturm') auslösen, die die Euro-Kreditpyramide zum Einsturz bringt. Pleiten kann jedoch die EZB abwehren: Strauchelnde Banken erhalten im Notfall neues Geld, aus dem Nichts geschaffen. Einzelne kleine Banken wird man zwar hier oder da schließen können. Aber eine Bankenabwicklung in großem Stile ist nicht möglich, ohne dass die Euro-Geldmenge schrumpft und die Euro-Wirtschaften geradewegs in die politisch ungeliebte Deflation schlittern. Wird der Drang der Euro-Eliten und ihrer Anhängerschaft, den Euro mit allen Mitteln zu bewahren, nicht gestoppt, ist das Ergebnis absehbar: ein großangelegtes Durchsubventionieren des überdimensionierten Euro-Bankenapparates, möglicherweise verbunden mit einer immer unverhohleneren Verstaatlichung des Euro-Bankgeschäftes. Die Politiker dürfte das gefallen: Sie kommen dadurch in den Genuss eines ungeahnten Machtzuwachs, können bestimmen, wer wann wo und wieviel Kredit zu welchen Konditionen bekommt. Und über allem thronen die Räte der EZB - der parlamentarischen Kontrolle enthoben in ihrem supra-nationalen Reich, gut gesichert in der Frankfurter Turmfestung."
Antony P. Mueller , 10.05.2019 :
"Innerhalb weniger Monate stieg die sogenannte 'Modern Monetary Theory' (MMT) von fast vollständiger Unbekanntheit zu notorischer Prominenz auf. Der Auslöser für den Start zur Berühmtheit der sogenannten Modernen Geldtheorie kam durch den Plan zustande, mit dem die Demokratischen Sozialisten von Amerika einen 'Green New Deal' finanzieren wollen. Die Sozialisten bezogen sich auf die MMT, um zu begründen, dass die gewaltigen öffentlichen Ausgaben für das Projekt finanzierbar seien. Die Theorie hinter diesen Vorschlägen ist zu einem heißen Thema geworden, denn diese MMT besagt, dass öffentliche Defizite unproblematisch seien und der Staatsverschuldung automatisch immer ein äquivalenter, privater Finanzreichtum gegenüberstünde. Auch in Deutschland melden sich die jungen Sozialisten zu Wort und finden ein offenes Ohr in den Medien. Was vor Jahren noch als aberwitzig gegolten hätte, ist nun hoffähig geworden. Es muss nur noch die nächste Bundestagswahl kommen und im deutschen Parlament hat möglicherweise die Neue Linke zusammen mit den Grünen die Mehrheit. Es lässt sich leicht voraussagen, dass dann auch in Deutschland die sogenannte Moderne Geldtheorie ein Willkommen feiern kann. Die Modern Monetary Theory behauptet, dass die Regierung keiner fiskalischen Restriktion unterliegt und selbst große öffentliche Defizite und Schulden keine Rolle spielen. Solange die Wirtschaft nicht voll ausgelastet ist, kann die Regierung so viel ausgeben wie wünschenswert ist. Der Staat als Schöpfer der Landeswährung kann nicht Bankrott gehen. Alle öffentlichen Ausgaben könnten durch öffentliche Schulden finanziert werden, weil die Staatsanleihen so gut sind wie das Geld, das der souveräne Staat ausgibt. Die Staatsverschuldung sei kein Problem, weil sie im privaten Sektor als finanzielle Aktiva ihr Gegenstück findet. Diese neue Geldtheorie dient als akademisches Alibi für eine utopische Politik. Wenn es keinen Zwang zur fiskalischen Zurückhaltung für öffentliche Ausgaben gibt, verliert der Widerstand gegen umfangreiche staatliche Ausgabenprogramme seine Legitimität und den gewaltigen Projekten mancher Politiker sind Tür und Tor geöffnet. Die MMT liefert so ein hilfreiches Argument, um ihre Agenda akzeptabel zu machen und zu versprechen, dass das Grundproblem der wirtschaftlichen Knappheit nicht mehr gilt, wenn man es mit der richtigen Politik beseitigt. 'Defizite spielen keine Rolle' ist das grundlegende Mantra dieser Modernen Geldtheorie. Die wahre Bedeutung dieser Aussage ist die Behauptung, dass es keine Knappheit gibt. Weder Haushaltsdefizite noch Handelsbilanzdefizite stellen ein Problem für die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft dar, wenn angeblich ungenutzte, wirtschaftliche Kapazität vorhanden ist – und dies ist gemäß der MTT fast immer der Fall, da durch die staatlichen Ausgaben ja neue Kapazitäten geschaffen werden. Da ja jede Ausgabe auch eine Einnahme darstellt, schaffen die Ausgaben des öffentlichen Sektors neue Einkommen im privaten Sektor und somit auch Sparaufkommen. Deshalb kann die Regierung (oder ihre Zentralbank) den Zinssatz auf einem beliebigen Niveau festlegen, vorzugsweise auf null. Für die Anhänger der MTT ist die Staatsverschuldung keine Verschuldung im herkömmlichen Sinne, sondern eine Art Buchhaltung. Aus Sicht dieser Geldtheorie ist die öffentliche Verschuldung die Summe der angesammelten Defizite der Vergangenheit und stellt somit ein Register des Nettobetrags dar, den die Regierung im Laufe der Zeit an neuen Geldmitteln geschaffen hat. Die Anhänger dieser neuen Währungstheorie fordern, die grundlos selbst auferlegten Beschränkungen der öffentlichen Schuldenaufnahme aufzuheben und auf ein ausgeglichenes Budget zu verzichten. Die Befürworter der modernen Geldtheorie unterschätzen die Komplexität der modernen Volkswirtschaft. Ihre Anhänger leiden unter dem Übel, das Friedrich A. Hayek die 'Anmaßung von Wissen' nannte. Die MMT negiert ihre eigene Unwissenheit. Die Koordinierung der individuellen Maßnahmen zwischen Verbrauchern und Herstellern in einem derart komplizierten Netzwerk erfordert Märkte, für die die Politikplanung keinen Ersatz darstellt. Noch mehr als zuvor würde eine neue Welle der Wirtschaftsplanung, die auf der Hybris der Anmaßung des Wissens basiert, nicht Wohlstand und Stabilität bringen, sondern Elend und Chaos. Letzten Endes würden die wirtschaftspolitischen Pläne der Modernen Geldtheorie das Land auf den rutschigen Abhang zum vollständigen Sozialismus führen. Die MMT-Promotoren spielen die inflationären Folgen einer erheblichen Erhöhung der Staatsausgaben herunter. Sie behaupten, dass die Expansion bis zur Vollbeschäftigung andauern kann, an der dann höhere Steuern einspringen würden, um überschüssiges Geld zu absorbieren, das inflationär sein könnte. Mit dieser Überzeugung gehen die Anhänger der MMT von einer Ein-Sektor-Wirtschaft mit unbegrenztem Kapitalangebot aus, deren einziger Produktionsfaktor die Arbeit ist. Eine solche Sichtweise der modernen Wirtschaft ist völlig unrealistisch. Die Wirtschaft ist keine homogene Einheit, in der wirtschaftliche Aktivitäten nach Wunsch ausgedehnt und eingeengt werden könnten, so als wäre sie ein Luftballon. Die Befürworter der MMT glauben, die Volkswirtschaft punktgenau bei der Vollbeschäftigung halten zu können. Vergeblich sucht man in den Schriften der Ideengeber der MTT nach der Rolle, die Kapital und der Unternehmer in der modernen Wirtschaft spielen. Die 'Wirtschaft' von MMT ist hauptsächlich ein monetäres Phänomen und weit weg von der kapitalistischen Wirtschaft, in der die Unternehmer unaufhörlich die Kapitalstruktur aufbauen und neu ordnen müssen. Die moderne Geldtheorie ist ein falsches Glaubenssystem, was jedoch ihre Verwendung als Instrument politischer Propaganda nicht ausschließt. Es sind genügend politische Kandidaten da, die die MMT willkommen heißen und diese Theorie als Vehikel nutzen, um ihre Kampagnen zu fördern. Das Versprechen von Wohlstand für alle durch mehr staatliche Aktivitäten und durch höhere Staatsausgaben wird seine Anhänger im Wahlvolk finden. Dies wird spätestens dann kommen, wenn die Arbeitslosigkeit, die derzeit sowohl in Deutschland wie in den USA sehr niedrig ist, wieder steigt. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis mehr Politiker die Moderne Geldtheorie entdecken und ihre Botschaft nutzen, um ihre Agenda für die Umsetzung einer umfassenden sozialistischen Regierungspolitik voranzubringen. Die Moderne Geldtheorie ist weder modern noch eine Theorie im wissenschaftlichen Sinn – sie ist vielmehr der Versuch, etwas als neu zu verkaufen, was schon lange als verdorben und als giftig erkannt wurde. Alter Wein in neuen Schläuchen ist ein wiederkehrendes Phänomen in der Volkswirtschaftslehre. Indem sie sich 'modern' nennt, täuscht die MTT vor, neu zu sein, während sie nur den alten Irrtum wiederkäut, dass es Geldmangel und nicht die Knappheit der Güter und Produktionsmittel sei, was eine umfassende Prosperität verhindere. Die Moderne Geldtheorie ist für die Ökonomie das, was in der Geografie die Flache-Erde-Bewegung ist. Während sich jedoch die Form der Erde nicht ändert, was auch immer manche Menschen darüber denken, sind wirtschaftliche Ideen auch dann mächtig, wenn sie falsch sind. Rein akademisch würde die Modern Monetary Theory keine tiefere Analyse verdienen. Dieses Konstrukt ist jedoch eine der gefährlichsten wirtschaftlichen Ideen der Gegenwart und möglicherweise noch mehr in der Zukunft und muss daher unsere größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen."
Holger Zschaepitz‏


Es gibt noch andere Grenzen des Wachstums, eigentlich hat alles, was zahlenmäßig erfassbar ist, eine obere und eine untere Grenze (letztere oft Null). Nur in der Mathematik kann man theoretisch über das Unendliche nachdenken. Und in der Physik ist das Wesen von Raum und Zeit noch nicht geklärt und damit die Frage, ob diese beiden Größen unendliche Ausmaße erreichen. Eine der größten Entdeckungen der Physik ist die obere Grenze der Geschwindigkeit jedes beliebigen Objektes, die Lichtgeschwindigkeit.
Überbevölkerung, das heißt die Überbeanspruchung der natürlichen Lebensgrundlagen durch zu hohe Bevölkerungsdichte, ist die Hauptursache vieler ökologischer Probleme.
Noch bevor sich dadurch eine ökologische Krise zuspitzt und Menschen verhungern, kommt es im allgemeinen zu sozialen Unruhen: Patriarchalisches Weltbild -> Überbevölkerung -> Arbeitslosigkeit/Armut/Ausweglosigkeit
-> Kriminalität/Plünderungen/Krieg -> Reduzierung der Überbevölkerung durch Tod oder Flucht
Ein Beispiel ist der Eroberungsdrang des Erdogan-Regimes in Nord-Syrien:
Es ist eine Schande, daß westliche Politiker sich vor Erdogan ducken und die Türkei immer noch zur NATO gehört.
In Deutschland scheint sich folgendes Szenario zu entwickeln: Materialistisches Weltbild -> Gier nach immer mehr
-> Wachstum um jeden Preis -> Gelddruckerei durch die Zentralbank und Masseneinwanderung
-> Fehlinvestitionen/Blasenbildung -> hohe Inflation -> Abschwung der Wirtschaft -> Arbeitslosigkeit/Armut/Neid
-> Kriminalität/Ausschreitungen -> Regierungswechsel -> Stopp von Gelddruckerei und Masseneinwanderung
Je später ein Politikwechsel erfolgt, desto schwerer werden Kriminalität/Ausschreitungen.
Es ist also das Bestreben der amtierenden Regierung, daß in Deutschland möglichst viele Menschen leben.

Dies steht im totalen Widerspruch zu einer nachhaltigen Lebensweise.
Volker Seitz , 28.03.2019 : "Im Französischen gibt es dieses Sprichwort 'Il n’est pire aveugle que celui qui ne veut pas voir', das übersetzt etwa heißt 'Nicht sehen wollen, was zu sehen ist' oder 'Es gibt niemanden, der so blind ist, wie die, die nicht sehen wollen'. Wenn ich mir das am 27. März 2019 vom Kabinett verabschiedete Papier 'Fortschreibung und Weiterentwicklung der Afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung' ansehe, fällt mir dieses die Political Correctness beschreibende Sprichwort ein. Das Papier, mit dem die Bundesregierung ihre Afrikapolitik intensivieren möchte, nennt fünf prioritäre Ziele: -Frieden, Sicherheit und Stabilität fördern. -Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung für alle – in Perspektiven für Afrikas Jugend und Frauen investieren. -Migration steuern und gestalten, Fluchtursachen mindern, Flüchtlinge unterstützen. -Mit Afrika die regelbasierte Weltordnung stärken. -Unsere zivil-gesellschaftlichen Partnerschaften vertiefen. Wie die Afrikapolitischen Leitlinien von 2014 ist in dem vagen und dehnbaren Papier von den elementaren Grundsätzen wie Eigenverantwortung und Subsidiarität so gut wie nicht die Rede. Wie man den in der Entwicklungspolitik immer wieder postulierten, aber oft missachteten Prinzipien zu mehr Geltung verhelfen will, bleibt offen. Das unbestreitbare zentrale Thema Familienplanung wird sehr kurz mit Allgemeinplätzen abgehandelt:
'Die demografische Entwicklung stellt in vielen Ländern eine große Herausforderung für das Bemühen dar, die Entwicklungs- und Wohlstandsgewinne zu erhalten. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, bedarf es verstärkter Anstrengungen in Schlüsselbereichen wie sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte, Bildung und sozialer Sicherung.' So gern ich lese, dass verstärkte Anstrengungen endlich vorgesehen sind, so gern wüsste ich, wie denn die 'verstärkten Anstrengungen' aussehen sollen. Will man mit solchen banalen Sätzen versuchen, die kirchlichen Entwicklungs-Organisationen nicht gegen sich aufzubringen? Immerhin will die Association of Protestant Churches in Africa (AACC) das Bevölkerungswachstum drosseln. Die protestantischen Mitgliedskirchen des Verbands in Afrika sollen die Gläubigen überzeugen, weniger Kinder zu bekommen. Aus Sicht des Verbands ein Akt der Menschlichkeit – denn weniger Kinder bedeutet größere Chancen für die, die da sind. 'Kein Geldbetrag kann die Armut beseitigen, wenn wir nicht endlich die Bevölkerungsexplosion bremsen', sagte Bright Muwador von AACC am 19.3.2019 in der ARD 'Report München'. Inwieweit sich die katholische Kirche in Afrika an der neuen Kampagne beteiligt, ist offen. Gängige katholische Lehrmeinung ist weiterhin: Verhütung ist Sünde, schon deshalb kommt Familienplanung, wie der ökumenische Verband sie anstrebt, nicht in Frage. Das Thema scheint heikel zu sein, auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks wollte die Deutsche Bischofskonferenz keine Stellungnahme abgeben. Das Thema ist auch für Afrikaner sehr delikat, und wenn man es anspricht, darf man es nicht vom Demografisch-Ökonomischen her tun, sondern mit dem Blick auf Mütter und schon vorhandene Kinder, deren Lebensverhältnisse sich verschlechtern, wenn noch mehr Kinder hinzukommen. Außerdem ist zu berücksichtigen, z.B. was die Zielgruppe im Sahel betrifft, dass dort (in Niger) nicht nur jede Frau sechs Kinder zur Welt bringt, sondern selbst nur eine von koranisch-legal vier Ehefrauen eines Mannes ist. So dass jeder Ehemann verantwortlich für 24 Kinder ist. Der hohe Bevölkerungsanstieg verursacht Konfliktpotenzial: durch mangelnde Ernährungssicherheit, Wasserknappheit, Druck auf Gesundheits- und Bildungssysteme, Arbeitslosigkeit. Außerdem steigt bei einer höheren Population und Verteilungskämpfen die Aggression. Der Entwicklungsstand eines Landes hängt eng mit dem Bevölkerungswachstum zusammen. Mit einer erfolgreichen Familienplanung hat zum Beispiel in Vietnam der nachhaltige wirtschaftliche Aufstieg begonnen. Wer aber die Reduktion der Geburtenzahlen in Afrika fordert, wird bei uns immer noch des Neokolonialismus verdächtigt und in die rechte Ecke gestellt. Obwohl Afrika extrem hohe Geburtenraten hat, kann ich mich in den letzten dreißig Jahren an keine Diskussion über die notwendige Reduktion der Geburtenzahlen erinnern. Es herrscht bei uns weiter Ratlosigkeit. Familienplanung und Empfängnisverhütung sind 'kulturell sensible Bereiche'. Viele Kinder zu haben, ist in Afrika ein Symbol für vermeintliche Männlichkeit. Die Frauen, je nach Bildung der Familienplanung gegenüber aufgeschlossen, sind dem Willen der Männer ausgeliefert. Für viele Politiker hängt zudem ihre Macht vom Kinderreichtum ihrer Volksgruppe und damit ihrer Wähler ab. Die Entwicklungspolitik leidet nicht nur an Missachtung des Subsidiaritätsprinzips, sondern auch an der klaren Zuordnung von Zuständigkeit und Verantwortung. Alle Probleme und Konflikte haben lokale und regionale Ursachen (z.B. jahrhundertealte Binnenmigration, Gegensätze zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern), und die Lösung liegt in den einzelnen Ländern selbst. Deshalb sind 'Afrika-Strategien' fehl am Platz. Es braucht konkrete Lösungsansätze für jede Region (z.B. Sahel) und klare Prioritäten. In dem Papier der Bundesregierung wird auf die UN Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und auf die Agenda 2063 der Afrikanischen Union verwiesen. 2013 anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der Organisation wurde ein Aktionsplan der Afrikanischen Union für die sozioökonomische Transformation afrikanischer Staaten bis 2063 veröffentlicht. Dies ist eine extrem langfristige Planung. Es wird mal wieder 'alles auf die lange Bank geschoben.' Angesichts des Zustandes des Kontinents wären weniger Worthülsen und konkrete politische und wirtschaftliche ehrgeizige, überprüfbare Ziele angebracht gewesen, zumal seit 2013 Nennenswertes nicht passiert ist. Die vielerorts desaströse Infrastruktur, ungenügende Bildung, schlechte Krankenversorgung, Dürrekrisen und blutige Konflikte werden regelmäßig unter den Teppich gekehrt. Der Kontinent sollte sich bemühen, gänzlich eigenständig zu werden und weder auf Spendengelder noch auf militärische Unterstützung der ehemaligen Kolonialmächte angewiesen zu sein. Da der Rechercheehrgeiz vieler moralisch überlegener Journalisten beim Wohlfühl-Thema Entwicklungshilfe äußerst gering ist, wird sich so schnell nichts ändern und die 'neuen' Leitlinien werden großherzig beklatscht werden."
Achim Wolf , 23.04.2019 : "Keines der von den Vereinten Nationen propagierten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung kann jemals in die Wirklichkeit umgesetzt werden, solange das stetig wachsende Hindernis dafür tabuisiert, totgeschwiegen, geleugnet und verharmlost wird, nämlich die globale Überbevölkerung! Alle Ziele können nur erreicht werden, wenn die Menschheit ihre Erdenheimat nicht weiter durch die wahnwitzige Überbevölkerung ruiniert, sondern endlich vernünftige Geburtenregelungen einführt werden, um langfristig eine naturverträgliches Bevölkerungszahl zu erreichen, die sich bei maximal 1,5 Milliarden Menschen oder darunter befindet. Alle anderen Bestrebungen, Massnahmen, Ziele und Bemühungen bleiben blosse Augenwischerei und sinnlose Symptombekämpfungen, die an der Realität meilenweit vorbeigehen. Begründung: Jeden Tag (!) kommen nach offiziellen Angaben 270.000 Menschen auf der Erde dazu, das entspricht ungefähr der gesamten Einwohnerzahl des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin. Jedes Jahr wächst die Erdbevölkerung um mindestens 80 Millionen Menschen. Das entspricht der Bevölkerung von ganz Deutschland. Von der Erde verkraftbar wären ca. 1,5 Milliarden Menschen. Die Zahl der Erdenmenschen lag im Oktober 2018 offiziell bei rund 7,6 Milliarden Menschen. Inklusive einer hohen Dunkelziffer nicht gezählter Menschen sind es vermutlich schon annähernd 9 Milliarden. Fakten: Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger. Mehr als 821 Millionen Menschen hungern, 2 Milliarden leiden an Mangelernährung. Meinung: Durch die Bevölkerungsexplosion ist jeder Versuch zur Besserung der Verhältnisse eine sinn- und zwecklose Symptombekämpfung, weil alle Bemühungen durch den Zuwachs an Menschen sofort ins Leere laufen. Die Bekämpfung von Symptomen ohne Beachtung und Bekämpfung einer Ursache ist nicht nur lächerlich, sondern sträflich dumm, unvernünftig und verantwortungslos!" Wolfgang Stauber, Schweiz (gleiche Seite): "Die Überbevölkerung der Erde ist eine gewaltige Katastrophe und zeigt das Bild eines egoistisch denkenden Menschen, der sich keinen Deut mehr um seine Umwelt schert und die Erfüllung der eigenen Wünsche zum obersten Prinzip seines Lebens erhoben hat. Die Qualität des zukünftigen Lebens aller Menschen ist untrennbar verbunden mit dem Zustand der Natur. Die ungehemmte Plünderung, Ausbeutung und damit einhergehende Zerstörung, Verwüstung und Vergiftung des Erdreichs, der Luft und des Wassers, ausgelöst durch den gewaltigen Bedarf an Nahrungsmitteln und Gütern aller Art einer immer noch explosionsartig wachsenden Bevölkerung, stellt die Menschen vor unlösbare Probleme. Überbevölkerung ist kein Unwort, sondern die genaue Bezeichnung für eine nicht mehr von der Natur verkraftbare Anzahl von Menschen, hervorgerufen durch vernunftloses und verantwortungsloses Zeugen von Kindern. In jedem Land sollten nur so viele Menschen leben, wie dieses aus eigener Kraft auch ernähren kann. Daneben müssen auch Fauna und Flora genügend Raum zur Entfaltung haben, um ihre lebenswichtigen Funktionen in einem gut funktionierenden Ökosystem erfüllen zu können. Daraus wird ersichtlich, dass fast sämtliche Länder der Erde überbevölkert sind und etwas dagegen tun müssten. Die Eindämmung der Überbevölkerung bedeutet nicht, dass irgendwelche Menschen weg müssen und hat auch nichts mit Rassismus zu tun, sondern sie fordert vom Menschen, gleich welcher Hautfarbe, dass mit aller Kraft eine vernünftige Geburtenregelung angestrebt und durchgeführt werden muss, zum Wohle aller Menschen und allen Lebens auf unserem Planeten."
Egon W. Kreutzer , 02.05.2019 : "Lebensräume müssen wieder Arterhaltungsräume werden, in denen sich Gleichgewichte zwischen Ressourcen und Ressourcenverzehr von selbst herausbilden. Dies ist nur möglich, wenn der Zustand der Autarkie zum Leitbild und Ziel aller Gesellschaften auf dieser Welt wird. Wir können darauf noch freiwillig hinarbeiten und dies auf internationaler Ebene durch strikte Befolgung der volkswirtschaftlichen Grundregel einer ausgeglichenen Handelsbilanz anstreben. Doch das wird nicht ausreichen. Wir werden ebenfalls daran arbeiten müssen, Großstädte und Ballungsräume wieder aufzulockern und zu entflechten und deren Abhängigkeiten vom Umland zu verringern.
Die schlimmste Konsequenz, die zu ziehen ist, besteht jedoch darin, damit aufzuhören, die armen und von Hunger und Seuchen geplagten Landstriche dieser Welt durch humanitäre Hilfe in den Stand zu versetzen, trotz der Mängel und Schwächen der Reviere einen anhaltenden Geburtenüberschuss herzustellen. Dazu gehört es allerdings auch, zuerst zu erkennen, dass es sich dabei um die auf Menschen übertragene Methode der Jäger handelt, das Wild im Winter zu füttern, um dann in der Jagdsaison etwas zum Abschießen vor die Flinte zu bekommen. So grausam es klingen mag:
Da wo Kinder in großer Zahl in die Welt gesetzt werden, um sicherzustellen, dass wenigstens die zum Arterhalt erforderliche Zahl die Geschlechtsreife erlebt, sind humanitäre Hilfe und Geburtenkontrolle die beiden Seiten der gleichen Medaille. Bleibt Geburtenkontrolle aus, entsteht, bezogen auf die Ertragskraft des Reviers, relative Überbevölkerung.
Diese relative Überbevölkerung ermöglicht es dann zum Beispiel, Geflügelteile, die sich der Mitteleuropäer nicht auf den Teller legt, also im eigentlichen Sinne 'Schlachtabfälle' subventioniert von der EU zu unwiderstehlich niedrigen Preisen auf den afrikanischen Markt zu werfen und das Geschäftsmodell der dortigen Geflügelzüchter (von Haus aus mehr BIO als bei uns mit jedem Siegel) zu zerstören und die Abhängigkeit von ausländischer Hilfe zu vergrößern. Es ist egal, ob Spendengelder oder Hilfsgelder der UN oder Kredite der Weltbank eingesetzt werden: Die Produzenten der Hilfsgüter steigern ihren Gewinn mit jedem zusätzlichen Konsumenten, den sie in den Armenhäusern der Welt erreichen können. Anfüttern, und dann die Beute nach Hause holen. Das ist das Prinzip der meisten Projekte humanitärer Hilfe. Es handelt sich um vergiftete Äpfel, es handelt sich um das Eindringen revierfremder Organismen deren Absicht es ist, sich über Verschuldung und Ausbeutung der Ressourcen des Reviers zu bemächtigen, wobei es sich nicht nur um Rohstoffe, sondern auch um zu Dumpingpreisen unter unmenschlichen Bedingungen eingekaufte Arbeitsleistung handelt. Nicht das 'Nicht-Helfen' ist das Verbrechen, sondern die Zerstörung der Artengemeinschaft und der im Biotop wirksamen Prozesse zur Arterhaltung. Ohne diesen von außen hineingetragenen Einfluss gäbe es – wie es bis zum Beginn der Kolonialisierung war – den jetzt beklagten Geburtenüberschuss und die daraus entstehenden Hunger- und Notsituationen nämlich gar nicht, und so manchen blutigen Revierkrieg zwischen Stämmen oder Ethnien gäbe es auch nicht. Revier ist Abgrenzung. Abgrenzung ist weder diskriminierend noch fremdenfeindlich. Abgrenzung ist das Grundgesetz des Lebens, ein fraktales Prinzip, das in allen Lebensformen auftaucht, ein Prinzip, ohne dass es nicht einmal die primitivsten Einzeller geben könnte. Abgrenzung schließt den Anspruch auf ein Revier ein. Ob es sich um den Acker des Landwirts, die Wohnung des Arbeiters oder das Villengrundstück des Großaktionärs handelt, ob um die Schließfächer in den Tresorgewölben der Banken oder die Grenzlinien zwischen den Gebietskörperschaften. Ohne Abgrenzung, sowohl räumlich als auch in Bezug auf Rechte, Kompetenzen und Verantwortung, bricht alles zusammen. Selbst der Begriff der friedlichen Koexistenz ist ohne Abgrenzung nicht denkbar, auch Synergieeffekte und symbiotischer Doppelnutzen im Sinne einer Win-win-Situation gehen nur aus der Abgrenzung und der gezielten Nutzung der unterschiedlichen Fähigkeiten der Beteiligten hervor.
Vor zwei Jahren wies der damalige Bundesentwicklungsminister Müller darauf hin, dass die Bevölkerung Afrikas jede Woche um eine Million Menschen wächst. Er warnte dabei überflüssigerweise vor den Folgen des Klimawandels, den es zu begrenzen gälte, um nicht eine riesige Flüchtlingsbewegung auszulösen. Doch es bedarf keines Klimawandels, um den Wanderungsdruck zu erzeugen, es genügt das schiere Missverhältnis von Ertragskraft zu Bevölkerung, um immer mehr Afrikaner dazu zu bewegen, ihre – unabhängig von der statistischen Bevölkerungsdichte – überfüllten Reviere zu verlassen. Müller sagte damals auch, den Menschen müsse dringend eine wirtschaftliche Perspektive in ihren Heimatländern gegeben werden. Nur wenn die Perspektive entsteht, dass die Staaten Afrikas sich aus eigener Kraft und mit Hilfe zur Selbsthilfe in Richtung Autarkie entwickeln können, wird sich auch die erwünschte Wirkung einstellen."

Die oben beschriebene Gelddruckerei hat in den vergangenen Jahren das Wachstum der Wirtschaft künstlich aufrecht erhalten und für einen künstlichen Anstieg der Erwerbstätigkeit gesorgt. Trotzdem kann der Bedarf an Jobs nicht gedeckt werden, wie aus einer Statistik (April 2019) der Arbeitsagentur hervorgeht:
5,6 Mio. Regelleistungsberechtigte nach dem SGB II sind Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Sozialgeld, davon sind 4 Mio. (71,1 %) erwerbsfähig.
Sollte die Konjunktur nachlassen, wird die Zahl der Arbeitssuchenden stark steigen und es drohen soziale Unruhen.
Dann wird sich für alle zeigen, dass die Masseneinwanderung ein schwerer politischer Fehler ist.

Helmut Creutz (1923-2017) :

Noch immer reden und tun Politiker und Manager so, als ob es keine Grenzen des Wachstums gäbe.
Stabiles Wirtschaften bedeutet gleich bleibendes Bruttoinlandsprodukt, keine Verzinsung und keine Inflation.
Gibt es dann noch Fortschritt?
Die Perspektive sollte sein: "Klasse statt Masse!" - man kann auch sagen "Qualität statt Quantität!"

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