Grenzen des Wachstums

Stand: 30.11.2018
Die Bürger Europas - zunächst vor allem im Süden Europas - müssen erkennen, daß das Wachstum der Wirtschaft an Grenzen stößt. Es ist zum einen unmittelbar eine finanzielle Grenze und zum anderen grundlegend eine ökologische Grenze spürbar.
Zur Finanzlage: Die Wirtschaft Europas wächst nur noch durch den Kauf von immer mehr Staats- und Unternehmensanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Weil ein als notwendig erachtetes Wirtschaftswachstum nur durch diesen ständigen Aufkauf von Anleihen erzwungen werden kann, handelt es sich um ein Schein-Wachstum, bei dem die Höhe des Bruttoinlandsprodukts zwar nominell steigt, jedoch nur durch Inflation verursacht ist.
Dies führt zu einer immer größer werdenden Abhängigkeit aller Wirtschaftsaktivitäten von EZB und Staatsausgaben.
Wir entfernen uns immer mehr von einer Marktwirtschaft und bewegen uns hin zu einer Planwirtschaft.
Die Schuldenfalle ist also die Folge eines auf zwanghaftes Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems und bedeutet abnehmende Effizienz der Wirtschaft und sinnentleerte Beschäftigung durch staatliche Aufträge.
Die Ursache ist die Leugnung von Grenzen des Wachstums.
Rob Kenius , 20.11.2018 :
"Die Forderung nach Wirtschaftswachstum von ein, zwei oder drei Prozent (oder jedem anderen positiven Wert) führt automatisch zu einem exponentiellen Wachstum der Wirtschaft ins Unendliche. Wie ein Krebsgeschwür. Dass dieses unendliche Wachstum der Wirtschaft unsinnig ist, fällt uns immer dann auf, wenn uns in Einzelbereichen das Ergebnis nicht gefällt: zu viel Kohlendioxid in der Atmosphäre, zu viel Plastik im Ozean, zu viele Autos auf den Straßen, zu viel Stickoxide in den Städten, zu viel Gift auf den Feldern, zu viele Kilos auf den Beinen, zu viele Waffen in der Hand von Fanatikern und zu viel militärische Rüstung in den USA, die bekanntlich in allen Bereichen des Wachstums das Maximum für sich einfordern. Dass auch unser bescheideneres Wirtschaftswachstum von zwei Prozent nicht nur in den genannten Beispielen, sondern in jedem Fall in einem direkten funktionalen Zusammenhang mit dem Ausarten ins Übermaß steht, wird systematisch ignoriert. Funktionaler Zusammenhang bedeutet eine feste Verknüpfung, die mit Sicherheit erfolgt. Wenn ich dies hier eingebe, kommt das da heraus. Exponentielles Wirtschaftswachstum führt zur Ausbeutung aller Ressourcen an Material und Energie auf diesem Planeten und zur Ausbeutung aller menschlichen Kräfte. Diese Erkenntnis hat der Club of Rome schon 1968 verkündet. Sie kann nicht oft genug wiederholt werden. Die einzige Ausnahme bei den katastrophalen Folgen ist die Ressource Geld und daran klammern sich alle. Geld ist doch immer noch genug da, sogar mehr als genug. Hat der Club of Rome sich also geirrt? Nein. Geld ist keine endliche Ressource, wie Energie, Bodenschätze, Trinkwasser, Lebensraum, Erdöl und fruchtbarer Boden, sondern Geld ist eine von Menschen konstruierte Zahl, die einen Wert nur symbolisiert. Wie jede andere Zahl kann man Geld bis ins Unendliche fortsetzen und das geschieht auch permanent an der Börse, in den Notenbanken, in den Fonds und bei der Finanzplanung von Regierungen. Die Menge des vorhandenen Geldes wird ständig, global, Tag und Nacht vermehrt. Die Lage ist unübersichtlich, weil viele unterschiedliche Institutionen auf unterschiedliche Weise die Menge des Geldes vergrößern.
An erster Stelle die amerikanische Notenbank (FED) und die europäische Zentralbank, dann die Bank von England und die Schweizer Notenbank und viele andere Nationalbanken. Aber auch jede normale Bank. Dadurch ist ein Personenkreis involviert, der sich nicht mehr eingrenzen und kontrollieren lässt. Geldwirtschaft und Realwirtschaft stehen in keinem Verhältnis mehr zueinander. Und die Finanzwirtschaft verlangt, dass die reale Wirtschaft immer weiter prozentual wächst, um finanzielle Forderungen zu erfüllen."
Roland Tichy , 21.11.2018 :
"Kartoffeln werden teurer. Im kommenden Jahr steigen die Strompreise um über fünf Prozent; allein dadurch verliert ein durchschnittlicher Drei-Personenhaushalt 55 Euro. Benzin und Heizöl steigt auf schreckerregende Höhen: Der Transport per Schiff nach Süddeutschland klappt nicht mehr so richtig, weil der Rhein Niedrigwasser führt. Inflation hat viele Ursachen. Im Oktober 2018 sind die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Die Inflationsrate errechnet sich aus dem Preisanstieg eines durch das Statistische Bundesamt definierten Produktwarenkorbs. Glücklich, wer keinen Strom, Kartoffeln oder Heizöl braucht – Smartphones werden billiger.
2,5 Prozent Inflation klingt überschaubar. Doch dieser Eindruck trügt. Binnen Jahresfrist schrumpft die Kaufkraft von 1.000 Euro auf 975 Euro. Nach 5 Jahren sind die 1.000 € nur noch 873 wert; jetzt schmerzt der Verlust schon richtig. Viele Sparer sorgen für das Alter vor. Wenn sie heute 1.000 Euro auf die Seite legen sind sie in 10 Jahren bei 2,5 Prozent nur noch 781 € wert. Wer spart, ist der Dumme. Lange war die Euro-Zone eine Zone der Preisstabilität. Bei ihrer Gründung wollte die Europäische Zentralbank Preissteigerungen von 0-2 Prozent tolerieren, so der damalige Chefvolkswirt der EZB Ottmar Issing. Begründet wurde das mit der Schwierigkeit, die Inflation exakt berechnen zu können; werden die Kartoffeln teurer, ist das für sich genommen noch nicht Inflation. Aber diese beruhigende Botschaft der EZB wurde schrittweise aufgeweicht. 2010 wurde als Ziel ausgegeben, die Preise sollen 'nahe 2 Prozent' steigen. Das wären ein Kaufkraftverlust von 20 Euro im Jahr pro Tausend Euro. Schon spürbar, aber nicht wirklich schlimm. Aber schon 2016 wurde das Ziel der Preisstabilität durch die EZB noch weiter aufgeweicht: 'Nachhaltig und im Durchschnitt sind 2 Prozent' erlaubt. Klingt nur nach mehr Worten bei gleichem Inhalt, aber bedeutet einen erheblichen Eingriff. 'Nachhaltig' heißt, man nimmt kurzfristig höhere Inflationsraten in Kauf. Und 'im Durchschnitt' bezieht sich auf die gesamte Eurozone. Nun unterscheiden sich die Inflationsraten in den unterschiedlichen Ländern der Euro-Zone erheblich: Griechenland kennt keine teuren Kartoffeln und auch das Benzin fließt ungehindert über seine Seehäfen. Und deshalb hat ein EZB-Ratsmitglied, der Finne Erkki Liikanen, bereits im vergangenen Jahr vorgerechnet, dass damit auch eine Inflation von 4 Prozent mit diesem Ziel vereinbar sei: Irgendwo sinken die Preise, und 'nachhaltig' umfasst einen längeren Zeitraum. Bei 4 % schrumpfen aber 1.000 € in nur 5 Jahren auf 889 € Kaufkraft zusammen. Im Durchschnitt hat der Sparer ziemlich Pech. Vor allem, weil im Euro-Raum die Zinsen sich entlang der Null-Linie bewegen. Niedrige Zinsen sollen die Wirtschaft ankurbeln und den Süd-EU-Ländern ermöglichen, dass sie ihre hohe Staatsverschuldung billig finanzieren können. Deshalb will die Europäische Zentralbank an dieser Politik festhalten und indirekt die Wirtschaft und die Staatsausgaben in den schwachen Ländern weiter subventionieren. Die Zeche zahlen Sparer in Deutschland – ihre Guthaben werden nicht verzinst, aber ihre Kaufkraft rasiert. Das wird in den kommenden Jahren nicht besser. Kaum jemand rechnet mit Zinserhöhungen, zu schwach ist die südeuropäische Wirtschaft und zu gierig die Finanzminister. Rechnen Sie deshalb mit steigender Inflation, denn Inflation kennt keine feste Größe. Kommt sie erst einmal ins Laufen, beschleunigt sich das Tempo: Die Gewerkschaften schlagen erwartete Preissteigerungen auf die Lohnforderung drauf, Unternehmer planen damit, Vermieter passen Mietverträge an, die Leasingrate steigt. Keiner will der Verlierer sein, am Ende allerdings verlieren alle: an verfügbarem Einkommen und Planungssicherheit. Inflation ist Gift für Wohlstand und Wirtschaft. Gerade wird die Dosis erhöht."
Andreas Marquart , 28.11.2018 :
"Unter Preisstabilität wird heutzutage ein Anstieg der Preise um 2 Prozent pro Jahr verstanden! Man denke nur:
Eine Teuerungsrate von zwei Prozent vernichtet in 30 Jahren nahezu die Hälfte der Kaufkraft einer Währung!
Mit der Ausweitung der Geldmenge stellt sich auch ein 'Umverteilungsproblem' ein. Der irische Bankier Richard Cantillon (1680 – 1734) hatte schon früh eine schädliche – oder auch 'sozial ungerechte' – Auswirkung der Geldmengenausweitung erkannt. Denn die ersten Marktteilnehmer, die das neu geschaffene Geld in ihre Hände bekommen, gewinnen auf Kosten derjenigen, die das neue Geld erst später bekommen. Die frühen Geldempfänger können Güter und Dienstleistungen erwerben, bevor sich das neue Geld den Weg durch die Volkswirtschaft gebahnt hat und die Preise über das Niveau hinaus hat ansteigen lassen, welches sich ohne Geldmengenausweitung eingestellt hätte. Auf dem Markt stattfindende Transaktionen erfüllen so nicht mehr die Voraussetzungen einer freien Marktwirtschaft, denn sie sind nicht mehr für alle Beteiligten gleich vorteilhaft. Nahe an der Quelle der Geldentstehung finden sich in aller erster Linie der Staat und die Geschäftsbanken. Aber auch dem Staat nahstehende Großunternehmen, die mittels Lobbyarbeit gute Kontakte mit der Regierung pflegen (Korporatismus). An letzter Stelle dagegen stehen die Empfänger nominaler Einkommen, vor allem Arbeitnehmer. Dieses Phänomen der Umverteilung wurde nach Richard Cantillon benannt und trägt daher den Namen Cantillon-Effekt. Die von Cantillon beschriebene Umverteilungswirkung stellt sich bei einer Ausweitung der Geldmenge immer ein, gleich ob die Güterpreise steigen, unverändert bleiben oder fallen. Das Zusammenwirken der vorangehend beschriebenen Effekte hat eine erhebliche Verzerrung der relativen Güterpreise zur Folge. Betrachtet man die Preissteigerung eines Gutes im Zeitverlauf, lässt sich unmöglich eine Aussage darüber treffen, ob sich die 'natürliche' Angebots- und Nachfragekonstellation verändert hat, oder die Preisveränderung allein aufgrund von monetären Bedingungen getrieben ist. Die Preise der Güter büßen ihre Signalfunktion ein. Das wiederum erschwert die richtige Allokation knapper Ressourcen. Schließlich haben die Preise Lenkungsfunktion. Die Preise sind die Signalgeber, die wichtige Informationen in sich tragen: Sie zeigen die relativen Knappheiten an. Nur wenn Preise sich frei – also ohne künstliche Geldvermehrung – bilden können, sind die Marktteilnehmer in der Lage, im Hinblick auf die Ressourcen-verwendung die bestmöglichen und effizientesten Entscheidungen treffen. Eine Volkswirtschaft ist ein hochkomplexes System, das auf eine freie, ungetrübte Preisbildung auf den Gütermärkten nicht verzichten kann. Die Marktteilnehmer haben dabei keine andere Möglichkeit, als die gegebenen Preise als Grundlage für ihre Entscheidungen zu machen. Wird das Preissystem durch die Ausweitung der Geldmenge verzerrt, gelangen die Ressourcen einer Volkswirtschaft nicht mehr zur effizientesten Verwendung, die Volkswirtschaft bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück. Besonders problematisch erweist sich der 'Boom-und-Bust'-Zyklus, ausgelöst durch die Geldmengenausweitung der Zentralbanken im Dienst der 'Preisstabilität'. Die Zentralbanken – in enger Kooperation mit den Geschäftsbanken – erhöhen nämlich die Geldmengen durch Kreditvergabe – durch die Vergabe von Krediten, denen keinerlei Ersparnisse gegenüberstehen. Das führt zu einer künstlichen Absenkung des Marktzinses. Dadurch nimmt die Ersparnis ab, und der Konsum und die Investitionen steigen. Unternehmer werden zu Investitionen verleitet, die sich volkswirtschaftlich gar nicht erfolgreich verwirklichen lassen. Konsumenten und Staaten werden zur Schuldenfinanzierung verleitet, die ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit übersteigt. Die künstlich niedrigen Zinsen befördern vor allem die Kapitalgüterindustrie zu Lasten der Konsumgüterindustrie. Doch der Boom ist nicht von Dauer. Früher oder später bemerken die Unternehmen, dass ihre Investitionen sich nicht rechnen, dass sie hinter den erhofften Erträgen zurückbleiben. Daraufhin kürzen die Unternehmen die Produktion. Arbeitsplätze, die im Boom geschaffen wurden, gehen verloren. Kreditnehmer fallen aus. Banken halten sich daraufhin zurück bei der Kreditvergabe. Der Marktzins beginnt zu steigen, und spätestens dann kippt der Boom in einen Bust um."
Holger Zschaepitz‏


Es gibt noch andere Grenzen des Wachstums, eigentlich hat alles, was zahlenmäßig erfaßbar ist, eine obere und eine untere Grenze (letztere oft Null). Nur in der Mathematik kann man theoretisch über das Unendliche nachdenken. Und in der Physik ist das Wesen von Raum und Zeit noch nicht geklärt und damit die Frage, ob diese beiden Größen unendliche Ausmaße erreichen. Eine der größten Entdeckungen der Physik ist die obere Grenze der Geschwindigkeit jedes beliebigen Objektes, die Lichtgeschwindigkeit.
Überbevölkerung, das heißt die Überbeanspruchung der natürlichen Lebensgrundlagen durch zu hohe Bevölkerungsdichte, ist die Hauptursache vieler ökologischer Probleme.
Noch bevor sich dadurch eine ökologische Krise zuspitzt und Menschen verhungern, kommt es im allgemeinen zu sozialen Unruhen: Patriarchalisches Weltbild -> Überbevölkerung -> Arbeitslosigkeit/Armut/Ausweglosigkeit
-> Kriminalität/Plünderungen/Krieg -> Reduzierung der Überbevölkerung durch Tod oder Flucht
Ein Beispiel ist der 2011 ausgebrochene und nun zu Ende gehende Syrien-Krieg: Die Geflüchteten sollten ermutigt werden, in ihre Heimat zurückzukehren und dort zusammen mit ihren Familien am Wiederaufbau ihres Landes zu arbeiten. Nur so wird verhindert, dass die islamistischen Kämpfer wieder die Oberhand gewinnen.
In Deutschland scheint sich folgendes Szenario zu entwickeln: Materialistisches Weltbild -> Gier nach immer mehr
-> Wachstum um jeden Preis -> Gelddruckerei durch die Zentralbank und Masseneinwanderung
-> Fehlinvestitionen/Blasenbildung -> hohe Inflation -> Abschwung der Wirtschaft -> Arbeitslosigkeit/Armut/Neid
-> Kriminalität/Ausschreitungen -> Regierungswechsel -> Stopp von Gelddruckerei und Masseneinwanderung
Je später ein Politikwechsel erfolgt, desto schwerer werden Kriminalität/Ausschreitungen.
Es ist also das Bestreben der amtierenden Regierung, daß in Deutschland möglichst viele Menschen leben.
Dies steht im totalen Widerspruch zu einer nachhaltigen Lebensweise.
C. Jahn , 04.09.2018 : "Da das Grundgesetz die ranghöchste Norm der in Deutschland geltenden Rechtsodnung ist – alle europäischen und internationalen Verträge werden deshalb vom Verfassungsgericht regelmäßig auf Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz geprüft –, ist die Rechtslage hinsichtlich der sogenannten 'Flüchtlinge' in Deutschland eindeutig. Diese Leute können sich, da sie allesamt über Länder der EU eingereist sind, nicht auf das Asylrecht berufen. Sie könnten dies selbst dann nicht, wenn sie – was nur auf die allerwenigsten zutrifft – wahrhaftig politisch verfolgt wären. Rechtlich gesehen ist die Zulassung all dieser Personen zum Asylverfahren somit ohne jeden Zweifel illegal, die staatliche Methodik, die politisch angestrebte Umvolkung über den Weg des Asylrechts herbeizuführen, ist ein systematischer, millionenfacher Verfassungsbruch. Da aber die Einreise und später sicher auch Einbürgerung all dieser Leute aus ideologischen Gründen gewünscht ist, spielt die Rechtslage keinerlei Rolle, es gilt nicht das Gesetz, sondern – typisch für den realexistierenden 'Rechtsstaat' in Zeiten der Bunten Repubik – allein der politische Wille. Im speziellen Fall des Artikels 16a wird die geltende Rechtsvorschrift in der Praxis des angeblichen 'Rechtsstaates' zudem nicht nur geschickt umgangen oder lediglich selektiv befolgt, sondern – besonders dreist – sogar in ihr genaues Gegenteil verkehrt: Auf das Asylrecht darf sich derzeit bekanntlich jeder berufen, der die deutsche Landesgrenze überquert, selbst wenn er nicht politisch verfolgt ist und über ein EU-Land einreist. Die im Asylrecht besonders offensichtliche Diskrepanz zwischen Rechtslage und Behördenpraxis, in dieser Form eine Schande für den ganzen Staat, ließe sich leicht auflösen, wenn der Bundestag den Artikel 16a endlich den politisch gewünschten Gegebenheiten anpassen würde. Da wir in einer Demokratie leben, in der die Mehrheit entscheidet, und die überwältigende Mehrheit der Bundestagsparteien die Umvolkung mittels Asylrecht befürwortet, wäre eine solche Neuformulierung des Artikels 16a problemlos innerhalb von Tagen zu bewerkstelligen. Auch der Wortlaut dieser Neuformulierung wäre nicht schwer zu finden: 'Verfolgte genießen Asylrecht. Auf Absatz 1 kann sich sogar berufen, wer aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaften einreist'. Auf diese Weise wären Gesetz und staatliches Handeln, wie es sich in einem Rechtsstaat gehört, wieder im Einklang. Solange allerdings weder unsere Regierung noch unsere Bundestagsabgeordneten willens sind, Gesetz und staatliches Handeln im Asylrecht und anderswo wieder in Übereinstimmung zu bringen – entweder das staatliche Handeln an das Gesetz anzupassen oder das Gesetz an das staatliche Handeln – hat kein einziger Vertreter dieser politischen Kaste das Recht, das Wort 'Rechtsstaat' für das derzeit bestehende Staatswesen auch nur in den Mund zu nehmen. Ein Staat, der sich bei jeder Gelegenheit zwar vollmundig als 'Rechtsstaat' tituliert, aber seine eigenen Gesetze nur dann befolgt, wenn es ihm politisch in den Kram passt, ist kein Rechtsstaat, sondern nichts anderes als ein verabscheuenswerter Willkürstaat. Ein solcher Staat hat von Seiten seiner Bürger nicht die geringste Achtung verdient, er ist ein nichtiges, wertloses Unrechtssystem, das es mit allen politischen Mitteln zu bekämpfen gilt, bis wieder rechtsstaatliche Zustände hergestellt sind."
Waldemar Ritter , 25.09.2018 : "Als ich vor 85 Jahren geboren wurde, lebten rund 2 Milliarden Menschen auf unserer Erde. Zur Zeitenwende, zu Christi Geburt waren es 170 Millionen. Heute sind es über 7,6 Milliarden. Das sind 85 Millionen mehr als im Vorjahr. Und damit etwa so viele Menschen, wie derzeit in Deutschland leben. Das Problem der Überbevölkerung ist das wichtigste Problem der Menschheit. Alle großen Probleme hängen von der Zahl der Menschen auf der Erde ab. Über die katastrophalen Folgen eines solchen Bevölkerungsanstiegs findet aber weder in den Medien noch in der Politik eine adäquate Diskussion statt. Es gibt einen Klimagipfel, aber es gibt keinen Weltbevölkerungsgipfel, der viel wichtiger wäre, da er auch die Klimaveränderung ursächlich mit erklären könnte. Heute ist das Thema weltweiter Familienpolitik und deren Durchsetzung außer in China überall in der Welt tabu. Auch die Uno schweigt. In spätestens drei Jahrzehnten, (wenn sich die Bevölkerung Afrikas verdoppelt hat) werden wir uns mit einem drastisch zunehmenden Rohstoff- und Nahrungsmittel-problem konfrontiert sehen. Allein der Nahrungsmittelbedarf wird weltweit bis 2050 um 70 bis 100 Prozent steigen, obwohl bereits jetzt eine Milliarde Menschen hungern und die Frischwasservorräte der Welt sinken. Die Uhr rennt. Alle Probleme werden sich angesichts der explosionsartig wachsenden Weltbevölkerung verschärfen. Ich möchte nicht darstellen, welche Katastrophen die höchste Wahrscheinlichkeit haben, wenn wir sehenden Auges nichts oder zu wenig tun. Oder wollen wir warten, bis ökologische Krisen und unvorstellbare politische Unruhen die Zahl der Menschen definitiv dezimieren? Wahrscheinlich ist, dass die Menschen verhungern, sich gegenseitig umbringen, flüchten und oder sich aus anderen Gründen weniger stark vermehren. Um der Menschheit willen dürfen wir die Überbevölkerung unserer Erde nicht ausblenden. Wir können zehnmal aus der Kohle aussteigen, nur noch Fahrad fahren und nur noch Ökolandwirtschaft betreiben, wir können uns Gedanken machen über den notwendigen digitalen und technologischen Fortschritt, über künstliche Intelligenz und darüber, dass vielleicht bald Mischwesen aus Mensch und Algorithmus die Erde bevölkern. Aber: Wenn die Bevölkerung so weiter wächst, nützt das alles nichts. Die Bevölkerungsentwicklung folgt keinem Naturgesetz. Das hohe Bevölkerungswachstum geht zu einem großen Teil auf ungewollte Schwangerschaften zurück. Das Mindeste wären deshalb verbesserte Angebote zur Aufklärung, Gleichberechtigung und Familienplanung. Zehn Prozent der Entwicklungshilfe in die weltweite Familienplanung zu stecken, Aufkärung und Ächtung von unkooperativen Regierungen sind um der Menschheit willen unabweisbar."
Volker Seitz , 30.11.2018 : "Anstatt Diskussionen und Kontroversen auszuweichen, sollten Entwicklungspolitiker diese geradezu suchen. Denn erst die Auseinandersetzung mit anderen, der Austausch von Argumenten und Gegenargumenten ermöglicht es dem mündigen Bürger, sich ein begründetes, differenziertes und eigenständiges Urteil zu bilden. Die deutsche Entwicklungshilfe weigert sich, ihre Gelder an Familienplanung zu koppeln. Deshalb schreitet in Afrika die Reduzierung der Armut weltweit am langsamsten voran und macht teilweise Rückschritte. Trotzdem sind Familienplanung und Bevölkerungspolitik große Tabus in Afrika. Laut einer Prognose der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung wird die Zahl der Jugendlichen in Afrika bis 2050 von heute 451 Millionen auf rund 726 Millionen wachsen. Erstaunlicherweise ist auch in dem UN-Migrationspakt nicht die Rede von der Bevölkerungsvermehrung insbesondere in Afrika, die als Anschubkraft für die Migration wirkt. Aber wer möchte, dass Afrika seine Menschen irgendwann selbst ernähren und in Lohn und Arbeit bringen kann, der sollte auch helfen, die dortigen Geburtenraten zu senken. Es wächst nämlich eine Generation heran, die wenig Aussicht darauf hat, dass das Land, auf dem sie geboren wurden, sie einmal wird ernähren können. Politik und Medien in den meisten afrikanischen Ländern wie in Deutschland unterschätzen das Problem hochgradig. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind durch die fehlende Familienplanung Afrikas größtes Problem. Das Bevölkerungswachstum ist mit Sicherheit eine der wichtigsten Ursachen für Migration. Immer noch setzt die deutsche Hilfe andere Schwerpunkte als Familienplanung. Es gibt nur ganz wenige Chancen (die wir aber nicht konsequent nutzen) positiver europäischer Einflussnahmen, wie die Finanzierung von Schulen, an denen Geburtenkontrolle ausdrücklich gelehrt wird. Wer informiert und gebildet ist, verhütet eher. Eine kostenlose Abgabe von Pille oder Spirale wäre hilfreich, aber auch die Bindung von Hilfsprogrammen an Maßnahmen erfolgversprechender Geburtenkontrolle. Nur noch Meinungsführer in Afrika, die die 'ideologische Temperatur dieser Debatte senken' (Jay Winter von der Universität Yale) und die an einer anderen Zukunft ihres Kontinents ein Interesse haben, sollten wir unterstützen. Auch wenn Minister Müller es nicht wahrhaben will, für den Erfolg oder Nichterfolg der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eines Landes ist nicht das Ausland verantwortlich. Daher gibt es keinen Grund, einem Regime 'Hilfen' anzubieten, das keine Eigenverantwortung übernehmen will. Wir können afrikanische Probleme wie den Missbrauch von staatlichen Institutionen nicht lösen. Im 15. Entwicklungsbericht der Bundesregierung vom März 2017 (Seite 36) steht, dass 90 Prozent der Partnerländer der deutschen Entwicklungspolitik 'als hochkorrupt gelten'. Der französische Ökonom und Afrikaexperte Serge Michailof sagt: 'Es ist schwer zu glauben, dass dieses wahnsinnige Bevölkerungswachstum in einer Weltregion, die ohnehin unter derart vielen Handicaps und Drohszenarien zu leiden hat, nicht in diversen Tragödien münden wird.' "
Die oben beschriebene Gelddruckerei hat in den vergangenen Jahren das Wachstum der Wirtschaft künstlich aufrecht erhalten und für einen künstlichen Anstieg der Erwerbstätigkeit gesorgt. Trotzdem kann der Bedarf an Jobs nicht gedeckt werden, wie aus einer Statistik (November 2018) der Arbeitsagentur hervorgeht:
5,6 Mio. Regelleistungsberechtigte nach dem SGB II sind Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Sozialgeld, davon sind 4 Mio. (71,1 %) erwerbsfähig.
Sollte die Konjunktur nachlassen, wird die Zahl der Arbeitssuchenden stark steigen und es drohen soziale Unruhen.
Dann wird sich für alle zeigen, dass die Masseneinwanderung ein schwerer politischer Fehler ist.

Helmut Creutz (1923-2017) :

Noch immer reden und tun Politiker und Manager so, als ob es keine Grenzen des Wachstums gäbe.
Stabiles Wirtschaften bedeutet gleich bleibendes Bruttoinlandsprodukt, keine Verzinsung und keine Inflation.
Gibt es dann noch Fortschritt?
Die Perspektive sollte sein: "Klasse statt Masse!" - man kann auch sagen "Qualität statt Quantität!"

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