Unsere Wirtschaft

Stand: 21.02.2018
2016 betrug die Exportquote (Anteil der Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen am BIP) 46,0 %;
die Importquote betrug 38,4 %. Die „Außenhandelsquote“ lag somit bei 84,4 %.
Damit gehört Deutschland zu den Staaten mit der grössten Abhängigkeit vom Ausland.

Die Globalisierung, d.h. die Verflechtung der Weltwirtschaft durch exzessiven Handel befindet sich meiner Einschätzung nach auf ihrem Höhepunkt und wird in den nächsten Jahren zurückgehen, weil sich die Triebkräfte der Globalisierung abschwächen, während Vorteile einer verbrauchernahen Produktion deutlich werden:
Bisher führte die Industrialisierung von aufstrebenden Ländern, insbesondere von China, zu einem hohen Export deutscher Produkte wie Maschinen, Anlagenteile und Kraftfahrzeuge. Im Gegenzug wurden zumeist Waren, die viel Handarbeit erfordern, nach Deutschland importiert. Doch der Vorsprung, den die Technologie und die Qualität deutscher Produkte einstmals hatte und der einen relativ hohen Preis rechtfertigte, ist in den meisten Bereichen gesunken oder sogar ganz verschwunden. Dadurch sind viele Produktionszweige aus Deutschland abgewandert, obwohl diese Waren von praktisch jedem Bürger benutzt werden, wie u.a. Unterhaltungselektronik (Fernseher, Hifi-Anlage, Digitalkamera), Computer, Haushaltsgeräte, Schuhe und Bekleidung. Tatsächlich ist es für einen Käufer in den meisten Fällen schwierig, den Anteil heimischer Wertschöpfung an einer Ware zu erkennen.
Schaut man sich heutzutage in den Geschäften um, findet man außer Lebensmittel, Möbel und Baustoffen nur noch wenige Waren, die zweifelsfrei zu einem überwiegenden Teil bei uns hergestellt worden sind.
Ein Beispiel ist der unerbittlich harte Preis-Wettbewerb in der Photovoltaik-Branche
Die Asiaten sind dabei, nach ihrem Erfolg bei den Konsumgütern auch bei den Investitionsgütern den Markt zu erobern. Für die noch konkurrenzfähigen Produkte verschärft sich der Wettbewerb.
Deutschland hat 2016 etwa 70 % seines Primärenergiebedarfs importiert und erst 5,1 % seines
Endenergiebedarfs im Verkehr durch erneuerbare Energie gedeckt, ist also hierbei zu über 90 % vom Ausland abhängig.
Wir sollten unseren Verbrauch und damit unsere Abhängigkeit vom Erdöl reduzieren, denn der in den vergangenen fünf Jahren relativ niedrige Preis für fossilen Kraftstoff wird spätestens 2020 wieder steigen.
Elektro-Autos können mit einer Brennstoffzelle oder mit einem Akkusatz betrieben werden.
Die Akkutechnologie wird zwar auch in Deutschland entwickelt; die Akkuzellen werden hierzulande aber nur in Kleinserie und noch nicht in Großserie produziert.
Hauptursache der internationalen Arbeitsteilung ist, wie allseits bekannt, der Unterschied der Löhne und Gehälter bei uns zu denen in den Schwellenländern. Dieser Unterschied wird nur langsam sinken, denn einerseits verhindert das Heer der Arbeitsuchenden in Asien einen deutlichen Anstieg der dortigen Einkommen, andererseits stößt eine Stagnation der Einkommen bei uns auf großen Widerstand, zumal Manager und Politiker selbst immer mehr kassieren. Die Verlagerung von Investitionen bewirkt mehr als jede Entwicklungshilfe einen gewissen Ausgleich zwischen den (noch) reichen und den (noch) armen Ländern. Erwerbstätige in privaten Unternehmen in den wohlhabenden Ländern wie Deutschland müssen sich um den Arbeitsplatz sorgen.
Wir können also auf Dauer nicht hohe Einkommen beziehen und gleichzeitig billige Waren aus dem Ausland kaufen, weil die hier hergestellten als zu teuer gelten.

Drei Faktoren haben einen hemmenden Einfluss auf den Welthandel:
1. Verknappung und somit Verteuerung von Erdöl und Erdgas:
Dies führt zu einer Verteuerung von Transporten und macht Transporte unrentabel, die höhere Kosten verursachen als durch Einsparung bei den Personalkosten für die Produktion im Ausland herausgeholt werden kann. Eine Produktion in der Nähe der Verbraucher wird sich dann durchsetzen. Außerdem begünstigt es die Nutzung heimischer erneuerbarer Energiequellen und Rohstoffe , was inländische Arbeitsplätze schafft.
2. Automatisierung in der Produktion:
Diese ist bei uns schon weit fortgeschritten und hat den Anteil der Personalkosten an der Produktion gesenkt. Eine hohe Produktivität der Facharbeiter kann also die relativ hohen Löhne rechtfertigen.
Die Rationalisierung trägt demnach zwar betriebswirtschaftlich zur Konkurrenzfähigkeit hiesiger Produkte bei, doch volkswirtschaftlich ergibt sich das Problem der Arbeitslosigkeit. Der Staat sorgt künstlich für Entspannung auf dem Arbeitsmarkt , indem er unproduktive Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor schafft. Die demographische Entwicklung verlagert das Problem der Unterstützung von "Unproduktiven" vom Staatsdienst zur Rentenversicherung.
3. Sättigung von Absatzmärkten:
Der lange angehaltene Wohlstand bei uns hat zu einer Sättigung des Bedarfs bei nahezu allen Produkten geführt. Bei nicht zum Leben notwendigen Waren ist entweder der Preis das wichtigste Verkaufsargument oder technische Verbesserungen , die jedoch entgegen den Aussagen aus der Werbung meist eher gering oder gar fragwürdig sind. Wirkliche Neuheiten, die einen unbestreitbaren Nutzen haben, gibt es vielleicht alle 10 Jahre. Man kann diesen Sachverhalt auch positiv sehen. Wegen des stagnierenden Inlandsmarktes wird der Import kaum noch steigen, womit der Export ebenfalls nicht mehr steigen muss, um die Handelsbilanz auszugleichen.

Manfred Julius Müller:
"Der völlige Zusammenbruch der Hochlohnländer konnte bisher nur verhindert werden durch eine atemberaubende Billigzinspolitik und teure Konjunkturpakete. Die Zentralbanken stellen den Geschäftsbanken frisch generiertes (= frisch gedrucktes) Geld fast zum Nulltarif zur Verfügung. Diese ausufernde Geldschwemme stellt alle moralischen und marktwirtschaftlichen Prinzipien auf den Kopf und entwertet natürlich auch echtes (reales) Geld. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch diese Blase platzt. Und alles nur, weil man glaubt, auf angemessene Einfuhrzölle verzichten zu müssen."

Jürgen Fritz, 06.11.2017:
"Deutschland leiht anderen, insbesondere Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und auch Frankreich (!) Geld, das es mit hoher Wahrscheinlichkeit nie wieder sehen wird, damit sie von diesem Geld unsere Produkte kaufen, um unsere Wirtschaft anzukurbeln. Damit aber machen wir a) die Wirtschaft der anderen kaputt, die bei einer Einheitswährung mit dem übermächtigen Deutschland nicht annähernd mithalten können, siehe Griechenland, aber auch Italien, Frankreich usw. und b) verschleudern wir das Geld der deutschen Staatsbürger. Davon profitiert zunächst die deutsche Wirtschaft, vor allem wohl das Großkapital. Die Wirtschaft aber nur kurz- und mittelfristig. Langfristig strebt dieses System selbstverständlich auf einen Kollaps zu, da alles quasi auf Pump finanziert ist und die Staaten sich immer mehr verschulden, bis die Blasen irgendwann platzen. Es droht ein Dominoeffekt, der alles in den Abgrund reißen könnte.
Im Moment sehen wir durch die politisch erzwungene, korrumpierte Nullzinspolitik, die zwangsläufige Folge der Überschuldung der Staaten ist – diese wären bei höheren Zinsen sofort Pleite – eine schleichende Enteignung der Bürger, genauer der Sparer. Solides persönliches Wirtschaften wird bestraft, sich verschulden, Unsolidität wird dagegen belohnt. Gleichzeitig werden die Bürger seit mehr als 20 Jahren angehalten, sie sollen privat für ihre Altersvorsorge etwas ansparen, weil ihnen sonst massive Altersarmut drohe. Dabei merken die Leute immer mehr, dass das Sparen gar keinen Sinn ergibt, weil völlig ungewiss ist, ob das Angesparte in 20, 30 Jahren überhaupt noch etwas wert sein wird."

Hanno Vollenweider , 16.12.2017: "EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker hat in einem seiner Gedankenfürze jüngst vorgeschlagen, die 3%-Defizit-Regel nicht mehr auf jedes einzelne Land, sondern auf die Euro-Zone insgesamt anzuwenden, was zu einer Destabilisierung der gesamte Euro-Zone führen könnte, da man die Finanzen aller Länder einfach nur noch in einen Topf werfen würde und nicht mehr die Leistung jedes Einzelnen betrachte. Gerade Letzteres zeigt sehr eindrücklich den sozialistischen Gedanken, den viele selbsternannte 'Europäer' verfolgen – egal ob Juncker, Schulz, Marcron, Tsipras oder Merkel. Der 'Superstaat Europa' ist das Ziel und der Weg dahin führt zwangsläufig über eine gemeinsame Geld- und Schuldenpolitik. Um dieses Ziel aber wiederum zu erreichen, müssen einzelne Länder – vor allem aber Deutschland – vorher destabilisiert werden. Genau dabei spielen die EZB und Draghi die entscheidende Rolle – und die spielen sie wirklich gut! Man muss an dieser Stelle begreifen, dass Mario Draghi schon lange kein Banker mehr ist, er ist ein Politiker, ein Strippenzieher. Und die EZB ist auch nicht einfach eine 'Bank', sondern die Zentrale der europäischen Geldpolitik, und die bestimmt nun mal das 'Werden und Wachsen' von 'Europa' oder besser der EUdssR."

Hans-Werner Sinn , 20.12.2017:
"Die Nullzinspolitik der EZB bedeutet unter anderem, dass die Target-Schuldner im Euro-Raum für die von der Bundesbank bezogenen Kredite im Umfang von gut 850 Milliarden Euro keine Zinsen mehr zahlen. Die Target-Kredite sind quasi Überziehungskredite im Euro-Raum, die sich einige Notenbanken bei anderen, allen voran der Bundesbank, besorgen konnten. Mehr als die Hälfte der Stimmen im EZB-Rat liegt bei Target-Schuldner-Ländern, und die fanden in ihrer Weisheit, dass der beste Zinssatz auf ihre Target-Schulden null sei. Die Bundesbank musste Kredite in Höhe der Hälfte des Nettoauslandsvermögens der Bundesrepublik vergeben, die sie nie fällig stellen kann und deren Zins von den Schuldnern selbst festgelegt wird. Eine private Unternehmung müsste solche Kreditforderungen mit null bzw. einem Erinnerungswert von einem Euro bilanzieren. Wo sind die Bundestagsdebatten, die sich diesem Missstand widmen?
In der Regel sind die offenen Rettungsprogramme von der Regierung im Parlament durchgepeitscht worden, doch mit den versteckten Rettungsaktionen der EZB, die die Hauptsache ausmachen, hat sich der Bundestag niemals beschäftigt. Als der Bundestag dem gleichen Stimmrecht für alle Euro-Länder im EZB-Rat zustimmte, ging er davon aus, dass Geldpolitik gemacht wird. Das heißt: Es wird Geld gegen tadellose Sicherheiten verliehen. Was heute gemacht wird, ist das genaue Gegenteil. Unvorstellbare Summen werden durch EZB-Programme geschleust, mit denen dubiose Papiere mit schlechtem Rating gekauft werden, noch dazu haufenweise Staatspapiere. Das ist alles nicht im Vertrag von Maastricht vorgesehen, ja in Artikel 123 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der EU) sogar explizit verboten."

Ernst Wolff , 01.01.2018:
"Die Zentralbanken haben sich auf eine Geldpolitik eingelassen, die an der Oberfläche zwar einige positive Phänomene erzeugt, die sich aber nicht rückgängig machen lässt, ohne das System als Ganzes zum Einsturz zu bringen. Anders ausgedrückt: Das globale Finanzsystem gleicht einem Suchtkranken, der auf Grund von Drogeninjektionen immer wieder kurze Aufschwungphasen erlebt, dessen Organe aber von Mal zu Mal stärker geschädigt werden und die irgendwann – ohne Vorankündigung – ihren Dienst versagen werden. Wann das sein wird – ob 2018 oder später – kann niemand voraussagen. Nur eines ist sicher: Die Mittel der Manipulation, die den Zentralbanken zur Verfügung stehen, sind weitgehend ausgereizt. Nach Niedrig- und Nullzinsen bleiben nur noch Negativzinsen – und damit die Zerstörung des klassischen Bankgeschäftes, nämlich der Kreditvergabe – und nach der Flut neu geschaffenen Geldes bleibt nur die Schaffung von noch mehr Geld – und damit der direkte Weg in die Hyperinflation. Obwohl die Zentralbanken in aller Welt seit einiger Zeit ankündigen, ihre Geldpolitik nach zehn Jahren des billigen Geldes wieder straffen zu wollen, können sie diesen Weg nicht weiter beschreiten, ohne dass ihnen der größte Schuldenberg in der Geschichte in die Quere kommt.
Ihn zu ignorieren, hätte den Bankrott zahlloser Schuldner zur Folge, würde riesige Löcher in die Kassen der Gläubiger reißen und das System in die nächste, möglicherweise noch schwerere Krise als 2007/2008 stürzen."

"Handelsblatt"-Redaktion , 16.01.2018:
"Der Europäische Rechnungshof hält die zentrale Bankenaufsicht unter EZB-Führung für verbesserungsbedürftig. 'Der operative Rahmen der EZB für das Krisenmanagement weist einige Mängel auf, und es gibt Anzeichen für eine ineffiziente Umsetzung', erklärten die Prüfer am Dienstag in Luxemburg. Der Europäischen Zentralbank (EZB), die seit November 2014 die bedeutendsten Banken im Euroraum zentral überwacht, fehlen nach Einschätzung der Prüfer unter anderem objektive Kriterien zur Beurteilung, wann sich eine Bank in einer Krisensituation befindet. Zudem habe sich die Notenbank geweigert, einige vom Rechnungshof angeforderte Dokumente und Unterlagen herauszugeben. Dadurch sei es letztlich nicht möglich gewesen, die Effizienz des Krisenmanagements der EZB-Bankenaufsicht umfassend einzuschätzen. In seinem Sonderbericht schreibt der Rechnungshof den Bankenaufsehern acht Empfehlungen ins Stammbuch. Unter anderem wird der EZB nahegelegt, eindeutige Kriterien und Schwellenwerte zu definieren, an denen eine Verschlechterung der finanziellen Lage einer Bank festgemacht werden kann. Rechtlich ist die EZB nicht verpflichtet, die Empfehlungen umzusetzen. Die Notenbank hat nach eigenen Angaben aber sechs der Punkte akzeptiert, einige würden bereits umgesetzt. Die gemeinsame Bankenaufsicht ('Single Supervisory Mechanism') war als Antwort auf die Finanzkrise 2007/2008 geschaffen worden, um die Stabilität der Eurozone und des Bankensektors zu erhöhen. Aktuell überwacht die EZB 119 Institute, die als systemrelevant gelten – darunter in Deutschland unter anderen Deutsche Bank und Commerzbank. Zur Sanierung und Schließung von Instituten in Schieflage, steht zudem der gemeinsame Abwicklungsmechanismus (SRM) bereit. Beim Austausch und der Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen sieht der Rechnungshof noch Verbesserungsbedarf. Die Rechnungsprüfer hatten der EZB bereits im Zuge der Aufarbeitung der Griechenland-Krise Intransparenz vorgeworfen. Die Zentralbank habe den Prüfauftrag des Rechnungshofs infrage gestellt, und keine Auskünfte erteilt, hieß es damals. Griechenland wird seit 2010 mit internationalen Krediten vor der Pleite bewahrt. Das Geld kommt von den Euro-Partnern sowie dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Die EZB ist Teil der Kontrollgruppe der internationalen Geldgeber."

Markus Krall , 20.01.2018: "Die EZB nennt weder interne Ratingverfahren, Modelle oder andere Systeme ihr Eigen, die es ihr erlauben würden, das zu machen, was eine Bank, die Kredite vergibt, nun mal unabdingbar tun muss: ihr Risiko verstehen. Wäre die EZB eine Geschäftsbank oder eine Sparkasse, dann würde die von ihr selbst geführte europäische Bankenaufsicht Single Supervisory Mechanism, kurz SSM, sie unverzüglich schließen und dem Vorstand die Lizenz entziehen, jemals wieder eine Bank führen zu dürfen. Die EZB kauft buchstäblich tausende Milliarden Euro Anleihen von Staaten der Eurozone. Hat sie ein Länderrating, das es ihr erlaubt, die Pleitewahrscheinlichkeit ihrer Schäfchen zu schätzen? Nein, das hat sie nicht. Sie verlässt sich dabei auf die Ratings der Ratingagenturen, über deren Trefferquote, Trennschärfe und Erfolgshistorie beim Erkennen von Staatspleiten ich mich hier jetzt nicht auslassen will. Dazu kommt, dass die Ratingagenturen bei der Bewertung der Länderratings berücksichtigen, für wie wahrscheinlich sie es halten, dass ihnen die EZB den Hals rettet. Da beißt sich dann die Katze endgültig in den Schwanz. Die Hüter unserer Währung erzählen ja jedem, dass sie nur Anleihen 'bester Qualität' erwerben. Dabei sind sie jedoch summa summarum nicht mal in der Lage, die von den schlechten zu unterscheiden. Und so kommt es, dass die EZB bei ihrem Kaufrausch unvermeidlich den Griff ins Klo – man möge mir meine Wortwahl verzeihen, aber sie passt hier einfach zu gut – tätigt. So jüngst beim Thema Anleihen der Unternehmensgruppe Steinhoff. Nimmt man die – öffentlich verfügbaren – Daten dieses Unternehmens aus dem Jahr 2015 und schickt sie durch ein bankübliches internes Ratingsystem, so sieht man sofort, dass die Kreditqualität bereits damals auf dem Niveau von Junk-Bonds war. Die Europäische Zentralbank steht ja über dem Gesetz, weil hinter ihr als ganz großes 'Cover My Ass' der Europäische Gerichtshof steht, der jede noch so absurde Beugung des Rechts mit seinem Sinn für die immer tiefere Integration des Kontinents durchwinkt. Wir können also völlig beruhigt sein. Für die Banken, für die das nicht gilt, habe ich hier auch noch eine kleine Botschaft: Quod licet jovi, non licet bovi. Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt. Also bitte nicht nachmachen."

Egon W. Kreutzer , 25.01.2018: "Protektionismus und Nationalstaat bilden eine untrennbare Einheit. Der Verzicht eines Staates auf protektionistische Maßnahmen zum Schutz der eigenen Volkswirtschaft kommt einer bedingungslosen Kapitulation und der Selbstaufgabe gleich. Alle gegenteiligen Behauptungen sind nicht zu Ende gedacht:
- Die Annahme, jede Möglichkeit, Waren preisgünstig zu importieren, diene der eigenen Volkswirtschaft und mehre den Nutzen des eigenen Staatsvolkes, ist an Naivität nicht zu übertreffen, denn damit wird eine Spirale der Abhängigkeiten in Gang gesetzt, die nur schwer wieder zurückzudrehen ist. - Die Annahme, jede Möglichkeit, Waren preisgünstig zu produzieren und billig zu exportieren, diene der eigenen Volkswirtschaft und mehre den Nutzen des eigenen Staatsvolkes, ist ein Märchen aus Absurdistan. In Wahrheit ist jeder dauerhafte Exportüberschuss ein der Bevölkerung abgepresster Gewinn für die Anteilseigner der Unternehmen der Exportwirtschaft - und zugleich der Keim für eine Schuldenkrise.
- Die Annahme, preisgünstige Importe und eine international wettbewerbsfähige Exportindustrie sollten am besten von ausländischen Investoren finanziert und gemanagt werden, erinnert an die Denkweise indischer Maharadschas, denen man Pomp und Reichtum ließ, mit der Maßgabe, das Volk ruhig zu halten, während die britische Besatzungsmacht den Subkontinent ein Jahrhundert lang brutal ausplünderte. Wohlverstandener Protektionismus beginnt mit der Souveränität über die eigene Währung. Dies bedeutet weit mehr, als eine Währung zum gesetzlichen Zahlungsmittel zu ernennen. Es bedeutet vor allem, das Privileg der Geldschöpfung in Händen zu halten und verantwortungsbewusst damit umzugehen. Dies alleine reicht vollständig aus, um sich aus der vermeintlichen Kapital-Abhängigkeit von ausländischen Investoren zu befreien. Wohlverstandener Protektionismus wird versuchen, die eigene Wirtschaft in allen relevanten Branchen vor Importen zu Dumpingpreisen zu schützen. Die Gefahr geht nicht von den Nationalstaaten aus, sondern vom internationalen Kapital, das den Protektionismus aus seiner Sicht natürlich fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser."

Unsere Wirtschaft kann sich schon seit einigen Jahren also gar nicht mehr selbst erhalten, sondern hängt am Tropf (an der Gelddruckerei) der Europäischen Zentralbank. Man versucht so, die Wirtschaft zu stimulieren. Das ist auch der Grund, warum man die massenhafte Einwanderung nach Deutschland zulässt. Es profitieren jedoch nur Großkonzerne und Politiker, die nach Einbürgerung der Fremden neue Konsumenten bzw. Wählerstimmen bekommen wollen.
Die gegenwärtige Bundesregierung möchte sich nicht auf eine Obergrenze für Einwanderer festlegen, es gibt jedoch anscheinend eine inoffizielle Untergrenze von etwa 3 Mio Arbeitslosen im weiteren Sinne, um den Druck auf die Beschäftigten aufrecht zu halten. Ohne massenhafte Einwanderung bräuchte man keine Gesetze zu Mindestlohn, sozialem Wohnungsbau und Mietpreisbremse: der Markt könnte das am besten regeln.
Die Masseneinwanderung zerstört außerdem das Ziel einer ausgeglichenen nationalen Ökobilanz.
Landschafts- und Rohstoffverbrauch nehmen unweigerlich zu.

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