Grenzen des Wachstums

Stand: 19.11.2021
Die Bürger Europas und anderer entwickelter Staaten wie Japan müssen erkennen, daß das Wachstum der Wirtschaft vorbei ist und auch nicht wiederkommen wird. Die Wirtschaft stößt an unüberwindbare Grenzen.
Es ist zum einen unmittelbar eine finanzielle Grenze und zum anderen grundlegend eine ökologische Grenze spürbar.
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, daß die Marktwirtschaft, bzw. der böse Kapitalismus, auf ständiges Wachstum programmiert ist und damit Schuld hat, wenn die finanziellen und ökologischen Grenzen überschritten werden. Jedes Wirtschaftssystem gehorcht Spielregeln, die der jeweilige Staat (oder Staatenbund wie die EU) vorgibt. Die wichtigste Regelung ist dabei das Geldsystem. Es sind die Regierungen dieser Staaten und der ihnen nahe stehenden Zentralbank, die die (Markt)Wirtschaft dazu antreiben, immer weiter zu wachsen und sich dabei immer weiter zu verschulden. Der Grund ist, daß die Regierungen selbst nicht mit den Einnahmen (Steuern) auskommen. Und der Grund dafür liegt an der dummen, habgierigen Masse der Wähler, die diese Regierungen an die Macht gebracht hat. Eine Regierung, die auf solides Wirtschaften setzt, wird abgesetzt. Die Marktwirtschaft wäre ein hervorragendes System, um frühzeitig die bereits überschrittenen Grenzen zu erkennen und zu korrigieren. Dazu müssten die Politiker es lediglich Ernst meinen mit einem ausgeglichenen Haushalt (schwarze Null und Schuldenbremse) beim Staat und bei der Zentralbank. Aber die breite Mehrheit der Bevölkerung sieht nicht die Gefahr eines Finanzcrashs.
Die Wirtschaft Europas wird nur noch durch den ständigen Aufkauf von Staats- und Unternehmensanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) über Wasser gehalten. Die Politik versucht mit wilder Gelddruckerei, die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen, was aber nur Inflation auslösen wird.
Dies führt zu einer immer größer werdenden Abhängigkeit aller Wirtschaftsaktivitäten von EZB und Staatsausgaben.
Wir entfernen uns immer mehr von einer Marktwirtschaft und bewegen uns hin zu einer Staatswirtschaft.
Die Schuldenfalle ist also die Folge eines auf zwanghaftes Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems und bedeutet abnehmende Effizienz der Wirtschaft und sichere Beschäftigung nur noch im staatlichen Auftrag.
Die Ursache ist die Leugnung von Grenzen des Wachstums.
Redaktion Goldseiten , 22.10.2021 :
"An Warnungen vor einer praktisch weltweit zu lockeren Geldpolitik mangelt es seit Jahren nicht. Und die über Jahre hinweg fast kontinuierlich gestiegenen Aktien- und Immobilienpreise müssen ebenso wie die Ausschläge bei den sogenannten Kryptowährungen als Mahnung verstanden werden, meinen jetzt immer mehr kritische Beobachter. Über Jahre hinweg wurde bei explosionsartig steigenden Geldmengen immer das Schreckgespenst der Deflation (also auf breiter Front sinkende Preise) an die Wand gemalt, und die daraus tatsächlich resultierenden Inflationsgefahren wurden kleingeredet. Tatsächlich stiegen die Geldmengen über Jahre hinweg schneller als das dagegenstehende Angebot an Waren und Dienstleistungen. Daß es dabei nicht schon eher zu deutlichen Preissteigerungen kam, lag im Wesentlichen an zwei Tatsachen: Die Geldumlaufgeschwindigkeit sank deutlich (die Menschen sparten ganz einfach mehr) und die darüber hinaus überschüssige Liquidität floss u.a. in steigende Aktienkurse und Immobilienpreise. Doch nun 'gönnen' sich die Menschen wieder mehr und manche Aktien- oder Immobilienpreisblase könnte platzen. Nicht immer und überall, doch durchaus in einigen Segmenten. Beides erhöht die Geldumlaufgeschwindigkeit und wirkt damit grundsätzlich stark inflationär. Für die Notenbanken wäre damit ein 'Anziehen' der Geldpolitik das Gebot der Stunde. Doch ihnen sind - oder besser gesagt: sie meinen es - die Hände gebunden. Denn blickt man auf die Staatshaushalte der meisten westlichen Länder, erkennt man eine in den letzten Jahren dramatisch gestiegene Staatsverschuldung. Allein schon der daraus resultierende Schuldendienst ist realistischerweise nur noch bei gegen 'Null' liegenden Zinssätzen vorstellbar. Alles andere wird mittel- bis langfristig die meisten Staatshaushalte kollabieren lassen, wenn es nicht zu drastischen Steuererhöhungen kommen soll. Die Notenbanken nehmen daher derzeit lieber steigende Geldentwertungsraten in Kauf. In den USA der 1980er Jahre war dies nicht so. Nachdem die dortige Inflationsrate auf bis zu 15% gestiegen war, war der im August 1979 unter US-Präsident Jimmy Carter zum Fed-Chef ernannte Paul Volcker zum Kampf gegen die Geldentwertung fest entschlossen. Er verfügte eine strikte Antiinflations-politik mit Leitzinsen von in der Spitze mehr als 20%. Die Wirtschaft erlitt eine schwere Rezession, doch als die Teuerungsspirale durchbrochen war, ging die US-amerikanische Wirtschaft aus dieser Rosskur gestärkt hervor. Volcker durchlebte dabei einen von Carter unterstützten politischen Kraftakt, bei dem es zeitweise Kritik und Proteste hagelte. Volckers Erfolge wurden dagegen erst von späteren Geschichtsschreibern anerkannt. Es ist eine Geldpolitik, die von den Zentralbank-Verantwortlichen Mut und einen starken Charakter erfordert und die von der politischen Seite ebenso mutig gestützt werden muß. Ob der geneigte Leser unter den derzeitigen Akteuren wohl die dazu erforderlichen Charaktere ausmachen kann? Zweifel bleiben leider angebracht..."
Robert Halver , 11.11.2021 :
"Deutsche hatten immer eine Schwäche für eine starke Deutsche Mark. Sie war der Beweis für eine gut geölte Wirtschaft sowie unsere Preis- und Finanzstabilität. Heute hat der Euro mit der früheren D-Mark nicht mehr viel gemein. Die puren Stabilitätsregeln werden immer mehr verwässert und die Wirtschaftskraft schwindet. Daher präsentiert sich die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar auch so schwach. Doch scheint das die (geld-)politisch Verantwortlichen in Europa kaum zu interessieren. Offiziell hat die EZB von der Bundesbank den Stabilitätsauftrag geerbt. Inoffiziell scheint man ihn dort aber nicht besonders ernst zu nehmen. Wenn EZB-Chefvolkswirt Philip Lane sagt 'Die derzeitige Inflationsphase ist sehr ungewöhnlich, vorübergehend und kein Anzeichen für eine chronische Situation', dann ist klar, dass Preisstabilität viel mit Pferdesport zu tun hat. Ferner liefen. Früher bei der Bundesbank hätte er sich für so eine Äußerung noch den Mund mit Kernseife auswaschen müssen. Früher hätte man bei Preissteigerungen nicht lange um den heißen Brei herumgeredet. Man hätte sie umgehend an der Wurzel mit Leitzinserhöhungen und steigenden Anleiherenditen bekämpft. Heute allerdings bleibt die EZB-Kavallerie pazifistisch im Stall. Doch mit sinkenden Realzinsen stärkt man den Euro sicher nicht, im Gegenteil. Neben der Preis- genießt auch die Finanzstabilität keine bevorzugte Behandlung mehr. Das coronale Krisenereignis wurde als Hebel missbraucht, um die Stabilitätsunion endgültig zur Schuldenunion zu machen. Die Vergemeinschaftung von Schulden und Geldgeschenken sollte zwar nur einmal passieren. Doch kennt man ja die Bedeutung von 'nur einmal' in Europa: Aus ein- wird mehrmalig und dann regelmäßig. Tatsächlich wird auch von Ampelkoalitionären die Fortsetzung des Schuldensozialismus und sogar die Europäisierung der Sozialversicherungssysteme verlangt. Mit dieser Versiche-rung auf Gegenseitigkeit soll verhindert werden, dass es jemals zu weiteren Austritten aus der EU oder sogar der Eurozone kommt. Dann könnte – so befürchtet man in Brüssel – dem europäischen Gemeinschaftswerk der Exodus drohen. Also hält man wie in einer Familie zusammen. Klingt wie bei den Musketieren. Doch wenn alle für einen einstehen, besteht die Gefahr von Trittbrettfahrern, die ihre eigenen Anstrengungen zur Verbesserung des Industrie-standorts schleifen lassen. Wenn aber das Leistungsprinzip aus Solidarität – wenn Politiker dieses Wort benutzen, gehen bei mir alle Alarmlampen an – aufgegeben wird, führt das zu weniger Wirtschaftswachstum. Zum konjunktu-rellen Ausgleich muss dann die Schuldenparty immer weiter verlängert werden. Die sich verschlechternde Bonität der Gesamt-Eurozone ist kein Zeichen für Währungsstärke. Eine schwache Währung wiederum erhöht für die rohstoffarme Region Europa – wie im Moment zu beobachten ist – den Inflationsdruck über Importe noch mehr. Über dann noch mehr sinkende Realrenditen wird der Euro daher noch unattraktiver. So gewinnt man grundsätzlich keine Auslands-investoren, die die europäischen Haushaltsdefizite finanzieren. Da der Euro also mit anderen Währungen konkurriert, gibt es doch gute Gründe, ihn mit Preisstabilität, Bonitätsstärke und wirtschaftsfreundlicher Politik zu fördern.
Früher sagte man, die Währung sei der Aktienkurs eines Landes. Wenn aber Europa im Stabilitäts-Schmuddelanzug daherkommt, darf man sich nicht wundern, wenn seine Währung auch wie ein Schmuddelkind behandelt wird. Tatsächlich setzen die Devisen-Terminmärkte im Trend weiterhin auf eine Euro-Schwäche gegenüber dem Dollar. Dieses 'Schmuddel-Image' scheint den Damen und Herren (Geld-)Politikern jedoch wenig anzuhaben. Warum auch? Tatsächlich ist Europa aufgrund einer gönnerhaften, Sankt-Martin-ähnlichen EZB gar nicht mehr auf den Lockruf attraktiver Zinsen für ausländische Anleger angewiesen. Alles bleibt in der Familie. Wegen dieser modernen monetären Theorie wird es übrigens auch kein Investor wagen, Europa aus der Finanzruhe zu bringen. Don’t fight the Fed, hieß es früher. Das gilt heute auch für die EZB. Sie haut jedem böswilligen Spekulanten, der es wagt, massiv europäische Staatsanleihen zu verkaufen, auf die Finger, indem sie selbst kauft. So werden kräftig steigende Zinsen in angeschlagenen Euro-Ländern verhindert, die ihren Schuldendienst erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen würden. Wegen Bonitätsverlusten, Reformrenitenz und Wirtschaftsschwäche wären sie zwar gerechtfertigt, politisch aber nicht erwünscht. Und wenn auf diese Weise die Zinsen unterhalb der Inflation liegen, wirkt dies bei der Bekämpfung der Staatsverschuldung so erfolgreich wie der Zaubertrank der Gallier im Kampf gegen die Römer.
Die Schulden, wovon Europa mehr als genug hat, werden weginflationiert. Jede Schwindsucht ist willkommen."
Die Gelddruckerei geht also hemmungslos weiter, doch der Tag der 'Abrechnung' wird kommen!
Prof. Dr. Thorsten Polleit , 19.11.2021 :
"Die Güterpreisinflation im Euroraum hat im Oktober 2021 4,1 Prozent erreicht nach 3,4 Prozent im Vormonat und ist damit mehr als doppelt so hoch wie die Güterpreisinflation von 2-Prozentpunkten, die die Europäische Zentralbank (EZB) den Menschen versprochen hat. In den Vereinigten Staaten von Amerika hat die Güterpreisinflation sogar 6,2 Prozent im letzten Monat erreicht. Auch in China, Japan und Großbritannien hat die Konsumgüterpreisinflation angezogen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung stellt sich die Frage: Ist der Anstieg der Güterpreisinflation nur vorübergehend oder dauerhaft? Diese Frage lässt sich nur sinnvoll beantworten, wenn man die Gründe für die Preisinflation kennt. Ökonomen geben nun allerdings unterschiedliche Antworten auf diese Frage. Zwei Positionen stehen sich gegenüber: die nicht-monetäre und die monetäre Erklärung der Güterpreisinflation. Die Vertreter der nicht-monetären Sichtweise sagen, die Güterpreisinflation sei die Folge von einem Nachfrageüberhang auf den Märkten ('Demand Pull') und/oder einer Verteuerung der Produktionsgüter wie zum Beispiel Ölpreis- und Lohnsteigerungen ('Cost Push'). Die Zentralbankräte und die ihnen zuarbeitenden Hauptstrom-Ökonomen berufen sich gern auf die nicht-monetäre Erklärung der Güterpreisinflation. Zum Beispiel erklärt die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Website, warum die Güterpreise stark steigen, wie folgt: 'Dies geschieht hauptsächlich aus drei Gründen: dem schnellen Wiederhochfahren unserer Wirtschaft, der Tatsache, dass höhere Energiepreise die Inflation nach oben treiben und einem Umstand, der in der Statistik 'Basiseffekt' genannt wird.' Die Rolle der Geldmenge für die Güterpreisinflation - die monetäre Inflationserklärung - bleibt unerwähnt, taucht gar nicht auf. Nun können zwar die von der EZB genannten Faktoren die Güterpreise (einmalig) erhöhen. Jedoch eine Güterpreisinflation - also ein fortgesetztes Ansteigen der Güterpreise auf breiter Front - stellt sich nur dann ein, wenn die Geldmenge in der Volkswirtschaft (stark) zunimmt. Der Blick auf die Geldmengenzahlen zeigt, dass genau das derzeit der Fall ist. So hat die US-Zentralbank die Geldmenge M2 (Bargeld plus Sicht- und Terminguthaben der Privaten bei den Geschäftsbanken) seit Ende 2019 um etwa 36 Prozent erhöht. Im Euroraum hat die EZB die Geldmenge M3 um ungefähr 18 Prozent ausgeweitet. Die Geldmengen-vermehrung hat sich also am 'äußeren Rand' deutlich beschleunigt. Wie erklärt sich das? Als Reaktion auf die politisch diktierte Lockdown-Krise haben die Zentralbanken Schuldpapiere - vor allem Staatsschulden - aufgekauft und mit neuem Geld bezahlt. Die Staaten haben das neu geschaffene Geld ausgegeben - für Arbeitslosenhilfe, Subventionen etc. Das Geld ist auf diesem Wege auf die Konten der Privaten (Haushalten und Unternehmen) gelangt, und dadurch sind die Geldmengen (im hier betrachteten Fall M2 in den USA und M3 im Euroraum) angewachsen. Die Erfahrung legt nahe, dass sich ein aufgelaufener 'Geldmengenüberhang' in steigenden Konsumgüter- und/oder Vermögens-preisen entladen wird. Dieser Prozess hat offensichtlich schon begonnen - wie die anfangs gezeigten Steigerungsraten der Konsumgüterpreise andeuten. Da der aufgelaufene Geldmengenüberhang nicht mehr von den Zentralbanken 'eingefangen' wird, ist zumindest mit einer (längeren) Phase erhöhter Güterpreisinflation zu rechnen; die Inflations-wirkung der aufgeblähten Geldmenge ist sozusagen unwiderruflich. Und wie bereits gesagt, die Preisinflation wird sich sehr wahrscheinlich in steigenden Konsumgüter- und/oder Vermögenspreisen zeigen. Beides setzt die Kaufkraft des Geldes herab: Wenn die Güterpreise steigen, dann bekommt man schließlich weniger Güter für sein Geld. Eine wichtige Frage ist: Bleibt es bei einem 'Inflationsbuckel', also einer zeitlich begrenzten Phase erhöhter Preisinflation, nach der die Geldentwertungsraten wieder auf ein geringeres Niveau abfallen? Die Antwort auf diese Frage hängt - wie könnte es anders sein - von der Geldpolitik der Zentralbanken ab. Als Monopolisten der Geldproduktion sind sie es in letzter Konsequenz, die die Geldmenge in der Volkswirtschaft bestimmen. Das Problem mit der Güterpreisinflation ist nun, dass sie, wenn sie erst einmal in Gang gesetzt wurde, nur schwer wieder zu stoppen ist. Denn das Beenden der Güterpreisinflation erfordert ein Abbremsen der Geldmengenvermehrung beziehungsweise steigende Notenbank- und Marktzinsen. Und das wiederum kann nur allzu leicht eine (erneute) Finanz- und Wirtschaftskrise auslösen, die umso schwerer ausfallen wird, je länger die Inflationsphase angedauert hat. Vor allem wenn die Zahlungsfähigkeit der Staaten vom Zugang zu Notenbankkrediten abhängt, ist die Gefahr besonders groß, dass es nicht gelingt, frühzeitig, in 'weiser Voraussicht' aus der Inflationierungspolitik auszusteigen. Denn nicht nur die Regierungen, auch die Regierten begrüßen meist die positiven Effekte der Inflationspolitik, die sich anfänglich einstellen: Die Konjunktur stabilisiert sich, die Arbeitslosigkeit sinkt, die Unternehmensgewinne steigen. Die Inflationspolitik wird zudem als eine Möglichkeit gesehen, um momentane Schwierigkeiten im Wirtschaftsleben zu umgehen. Die Neigung zur Inflationspolitik rührt nicht zuletzt aus dem Vorherrschen eines kurzfristigen Denkens, das die künftigen Kosten der heutigen Politikmaß-nahmen zusehends aus dem Blick verliert. Im heutigen ungedeckten Geldsystem ist die Inflation keine Naturkatastro-phe, sie ist vielmehr menschengemacht: Sie wird aufgrund von fehlerhaften Zentralbankentscheidungen verursacht oder auch mit Vorsatz geschürt. Welche dieser Erklärungen nun im Einzelfall auch zutreffen mag: In den westlichen Volkswirtschaften scheinen die Weichen in Richtung erhöhter Güterpreisinflation gestellt zu sein, wird die 'Inflations-steuer', die die Staaten mit ihren Zentralbanken erheben, sehr wahrscheinlich zunehmen. Für den Anleger heißt das: US-Dollar, Euro & Co werden zum Verlustgeschäft. Und um eine Besserung herbeizuführen, muss die Öffentlichkeit die wahre Ursache der Güterpreisinflation erkennen: die Geldmengenvermehrung durch die Zentralbanken. Und sie muss auch bereit sein, die Kosten, die mit der Abkehr der Inflation verbunden sind, zu tragen. Je schneller die Einsicht kommt, desto besser."



Es gibt noch andere Grenzen des Wachstums, eigentlich hat alles, was zahlenmäßig erfassbar ist, eine obere und eine untere Grenze (letztere oft Null). Nur in der Mathematik kann man theoretisch über das Unendliche nachdenken. Und in der Physik ist das Wesen von Raum und Zeit noch nicht geklärt und damit die Frage, ob diese beiden Größen unendliche Ausmaße erreichen. Eine der größten Entdeckungen der Physik ist die obere Grenze der Geschwindigkeit jedes beliebigen Objektes, die Lichtgeschwindigkeit.
Überbevölkerung, das heißt die Überbeanspruchung der natürlichen Lebensgrundlagen durch eine zu hohe Bevölkerungsdichte, ist die Hauptursache der meisten ökologischen Probleme.
Noch bevor sich dadurch eine ökologische Krise zuspitzt und Menschen verhungern, kommt es im allgemeinen zu sozialen Unruhen: Patriarchalisches Weltbild -> Überbevölkerung -> Arbeitslosigkeit/Armut/Ausweglosigkeit
-> Kriminalität/Plünderungen/Krieg -> Reduzierung der Überbevölkerung durch Flucht oder Tod
Am Deutlichsten zeigt sich diese Entwicklung im wachsenden Einfluss von Islamisten in Afrika.
In Deutschland scheint sich folgendes Szenario zu entwickeln:
Materialistisches Weltbild -> Gier nach immer mehr -> Wachstum um jeden Preis
-> Gelddruckerei durch Staat und Zentralbank + Masseneinwanderung -> Fehlinvestitionen/Blasenbildung
+ Klima-Panik -> noch mehr Gelddruckerei -> DDR 2.0 in der EUdSSR -> hohe Inflation -> Finanzcrash
-> Abschwung der Wirtschaft -> Arbeitslosigkeit/Armut/Neid -> Soziale Unruhen -> Islamischer Staat Deutschland

Es ist also das Bestreben der amtierenden Regierung, daß in Deutschland mindestens 83 Mio. Menschen leben.
Noch immer reden und tun Politiker mit ideologischer Rückendeckung von Einwanderungs-Lobbyisten so, als ob es keine Grenzen des Wachstums gäbe. Dies steht jedoch in totalem Widerspruch zu einer nachhaltigen Lebensweise.
Eine nachhaltige Lebensweise erkennt die Grenzen des Wachstums an. Dabei sind zwei Punkte besonders wichtig:
- vollständige Umstellung auf ökologische Landwirtschaft und - vollständige Umstellung auf erneuerbare Energie
Um dieses Ziel zu erreichen, ist meiner Einschätzung nach eine Obergrenze von etwa 78 Mio. Einwohnern in Deutschland anzustreben.

Info von Agrar Europe , 02.09.2021 :
"Die in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie angestrebte Reduzierung des Flächenverbrauchs liegt nach wie vor in weiter Ferne. Wie aus dem heute vom Bundeskabinett beschlossenen 5. Bodenschutzbericht der Bundesregierung hervorgeht, betrug der tägliche Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche im vierjährigen Mittel der Jahre 2016 bis 2019 noch immer 52 ha. In der Nachhaltigkeitsstrategie hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch bis 2030 auf unter 30 ha pro Tag zu begrenzen. In ihrem Bodenschutzbericht spricht sich die Regierung unter anderem dafür aus, mögliche Fehlanreize zur Versiegelung von Böden im Rahmen der Förderung erneuerbarer Energien zu untersuchen. So müsse kritisch geprüft werden, ob und wie die Förderung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) statt auf Agrarflächen nicht besser auf bereits vorgenutzte und bereits versiegelte Flächen gelenkt werden könne. Die Wieder- oder Weiternutzung bereits früher genutzter Flächen könnte einen bedeutenden Beitrag zur Verringerung des Flächenverbrauchs leisten, heißt es in dem Bericht. Dabei würden aufgegebene, meist schon in die Siedlungsstruktur eingebundene Flächen wie innerstädtische Baulücken und Brachen, ehemalige Gleiskörper, militärische Liegenschaften oder Industriegelände einer neuen Verwendung zugeführt. Im Idealfall sei die Umwandlung so effizient, dass hinterher weniger Fläche als zuvor versiegelt sei. Bundesumweltministerin Svenja Schulze wies anlässlich der Kabinettsbefassung darauf hin, dass der Boden-schutz in Zeiten des Klimawandels an Bedeutung gewinne. Gesunde Böden seien unter anderem wichtig für den Wasserhaushalt. Sie könnten Überflutungen und die damit einhergehende Bodenerosion abmildern. Zudem speicherten sie bei Trockenheit länger Wasser und dienten der Grundwasserneubildung und damit auch der Trinkwasserversorgung. Schwerpunkte des einmal pro Legislaturperiode vorgelegten Berichts sind das Thema 'Boden und Klima' und die Funktion von Böden als natürlicher Kohlenstoffspeicher. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedrohung durch eine neue Generation von Umweltschadstoffen wie den organischen Fluorverbindungen, die sich in vielen Alltagsprodukten befinden. Diese sind gesundheits- und umweltschädlich und reichern sich auch in Böden an, wo sie kaum abbaubar sind."
Wörtlich heißt es in dem Bericht: "Täglich wird in Deutschland eine Fläche von durchschnittlich rund 52 Hektar (gleitendes Mittel 2016 - 2019) in Siedlungs- und Verkehrsnutzungen umgewandelt. Dies entspricht einem Flächenverbrauch von ca. 73 Fußballfeldern jeden Tag. Zwar lässt sich 'Fläche' im engeren Wortsinn nicht 'verbrauchen'. Auch darf Flächenverbrauch nicht mit Versiegelung gleichgesetzt werden, denn Siedlungs- und Verkehrsflächen umfassen ebenfalls unbebaute und nicht versiegelte Böden, zum Beispiel Erholungsflächen wie Stadtparks, Golfplätze u. v. m. Allerdings verliert der Boden im Zuge seiner Nutzung für Siedlung und Verkehr eine Vielzahl seiner Funktionen (z. B. durch Verdichtung, Bodenabtrag und Bodenverschmutzung) meist nicht nur vorübergehend, sondern auf lange Zeit. Der Boden mit seinen Funktionen ist aber wie die Fläche eine endliche Ressource, mit der der Mensch sparsam umgehen muss, um seine Lebensgrundlagen zu erhalten. Ein wichtiges Ziel der Bundesregierung ist deshalb die Eindämmung des Flächenverbrauchs. Dieser ist in den letzten Jahren rückläufig. Im Durchschnitt der Jahre 1997 bis 2003 lag der Flächenverbrauch noch bei 129 Hektar pro Tag. Die deutsche Nachhaltigkeits-Strategie sieht vor, die Inanspruchnahme zusätzlicher Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Seit dem Klimaschutzplan vom November 2016 strebt die Bundesregierung bis 2050 eine Flächenkreislaufwirtschaft (Flächenverbrauch 'Netto-Null') an, womit sie eine Zielsetzung der Europäischen Kommission von 2011 aufgegriffen hatte. Diese Zielsetzung wurde in die Weiter-entwicklung der deutschen Nachhaltigkeits-Strategie 2021 aufgenommen. In einem UBA-Vorhaben (2019 – 2021) werden derzeit mögliche Handlungsfelder zur weiteren Reduzierung des Flächenverbrauchs in einem Bund/Länder-Dialog vertieft erörtert; namentlich der Abbau von Fehlanreizen, Fragen einer Flächenkontingentierung mit raumplane-rischen Instrumenten sowie ausgewählte Fragen der Innenentwicklung. Auch sollten Fehlanreize zur Versiegelung von Böden im Rahmen der Förderung erneuerbarer Energien untersucht werden. So sollte kritisch geprüft werden, ob und wie die Förderung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf Agrarflächen nach dem EEG statt auf Agrarflächen nicht besser auf bereits vorgenutzte und bereits versiegelte Flächen gelenkt werden kann."
Die geringe öffentliche Resonanz zum Bodenschutzbericht zeigt leider: Weder die Regierung noch die Medien oder die Bevölkerung interessieren sich wirklich für das Thema. Dabei hat es einen stark unterschätzten Einfluss auf das grosse Thema 'Klimaschutz'. Bei der übergeordneten Nachhaltigkeits-Strategie geht es um das Konzept 'Regieren nach Zahlen'. Ich halte dieses Konzept grundsätzlich für eine gute Idee und es wird hoffentlich die Zukunft des Regierens werden. Aber Strategie erfordert konstante Zielsetzung. Dafür sollten die Indikatoren und deren Grenzwerte nicht, wie geschehen, ständig geändert werden. Und die Regierung müsste vorher festlegen, wie ernst sie die Zielerreichung eines Indikators verfolgt. Außerdem sollten zur besseren Transparenz immer absolute Größen genannt werden, relative Angaben nur zur Ergänzung.
Eine ernst gemeinter Bodenschutz erfordert die Einsicht: Um den Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche zu stoppen, muss die Masseneinwanderung gestoppt werden. Von den 72 Indikatoren der Nachhaltigkeits-Strategie haben die meisten gar nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Das zeigt: Die mit der Aufstellung der Nachhaltigkeits-Strategie befassten Politiker haben nicht verstanden oder wollten nicht verstehen, was Nachhaltigkeit bedeutet. Nachhaltigkeit bedeutet, daß man die Umwelt als System betrachtet, welches bezüglich der Lebensfähigkeit stabil gehalten werden soll. Und zuerst wird man erkennen: Wenn die Wirtschaft auf Nachhaltigkeit zusteuern soll, muss sich die Regierung von der Ideologie des Wachstums verabschieden. Die amtierende Regierung und auch die anderen größeren Parteien trauen sich nicht, das klipp und klar zu sagen.
Man kann nicht auf Dauer die wirtschaftlichen Probleme mit frisch gedrucktem Geld übertünchen.
Eine ehrliche Regierung müsste das eingestehen. Dann braucht man keine 72 Indikatoren, sondern nur 2:
Ein Indikator für die Staatsverschuldung mit Ziel: 'Ausgaben höchstens so groß wie die Einnahmen' und ein Indikator für die Bevölkerungszahl mit Ziel: 'Einwanderung höchstens so groß wie die Auswanderung'. Würden diese beiden Indikatoren mit ihren Null-Vorgaben eingeführt und befolgt, würde das Ziel der Nachhaltigkeit im Wesentlichen erreicht. Das Ende des Wachstums ist mit oder ohne Eingeständnis der Politik erreicht, bei Ignoranz droht ein Finanzkollaps und die weitere Zerstörung der Umwelt, insbesondere des Bodens. Aber ich fürchte, die überwiegend unpolitische Bevölkerung muss erst einen Finanzkollaps erleben, um sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
Albrecht Künstle , 20.10.2021 :
"Alle überschlagen sich geradezu in Sachen Klima: Die Parteien überbieten sich, Gesetze wurden auf den Weg gebracht und weitere sind in der Pipeline. Milliardenschwere Klimaschutzprogramme wurden aufgelegt. Die Kommunen stellen Klimabeauftragte ein, es bedarf Geldbewilliger, Geldverteiler und Handwerker, die das alles realisieren, Kontrolleure einschließlich der Finanzbeamten, die für die 'richtige' Verwendung der Mittel sorgen, und alle Maßnahmen müssen auch noch 'evaluiert' werden. Neben der Legislative und Exekutive lässt sich auch die Judikative nicht lumpen: 'Umweltsünder' werden inzwischen härter bestraft als Gewaltverbrecher. Die Hausbesitzer nahmen viel Geld in die Hand – eigenes und steuerfinanziertes – und steckten es in energetische Maßnahmen, insbesondere die Gebäudeisolierung. Anscheinend half es bislang nicht viel. Ob es anders wird, wenn erst einmal die Wohnungen verstaatlicht sind? Die Berliner wollen es jedenfalls wissen.
Die Bevölkerung Deutschlands wuchs – im Gegensatz zum deutschen Volk – in den letzten zehn Merkel-Jahren um drei Millionen Menschen entsprechend rund 3,5 Prozent. Zur Bewältigung dieser Bevölkerungsentwicklung wurden im gleichen Zeitraum immerhin zwei Millionen neue (!) Wohnungen gebaut – im Schnitt also rund 200.000 Einheiten pro Jahr (einmal waren es auch 300.000). Der Zuwachs an Wohnungen lag in diesen zehn Jahren bei 4,6 Prozent und damit sogar über dem Bevölkerungswachstum (die Wohnfläche nahm sogar 5,6 Prozent zu, weil es mehr Single-haushalte gibt). Trotzdem fehlen weiterhin Wohnungen – und die immer weitere Zuwanderung macht es nicht besser. Auch die Wohnfläche pro Kopf hat in der fraglichen Zeitspanne zugenommen, wenn auch 'nur' um zwei Prozent; sie beträgt jetzt 47 Quadratmeter pro Kopf. Nehmen wir einmal an, die 'Merkelgäste' kämen, quasi zum Eingewöhnen, mit nur der Hälfte dieser Fläche zurecht, sobald sie nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften leben, dann ergibt sich folgende Rechnung: Je 'Neubürger' müssen dann immerhin 56 Kubikmeter Wohnraum zusätzlich beheizt werden (vielleicht brauchen manche von ihnen es im Winter auch etwas wärmer als unsereins, da sie ja aus dem wärmeren Süden kommen, dann wird es sogar mehr). 3 Millionen zusätzliche Bewohner mal 56 Kubikmeter ergibt 168 Millionen Kubikmeter zusätzlich zu beheizender Wohnraum! Das entspricht bei einem gedachten Quadratmeter Grundfläche der Säule mit einer Höhe der halben Entfernung bis zum Mond. Und da wundern sich welche, dass der Heizungs-verbrauch mit seinem notorischen CO2-Ausstoß partout nicht sinken will! Selbst wenn die Häuser statt 16 Zentimeter dicker Isolierung fortan 20 Zentimeter dick eingepackt würden, könnte dies energetisch den Zubau infolge der Zuwanderung nicht ausgleichen. Derartige Rechnungen werden von unseren Politikern allenfalls über den Daumen vorgenommen – und von den Grünen wohl überhaupt nicht. Sonst würden sie nicht hemmungslos für eine weitere Zuwanderung plädieren, die ihre eigenen deutschen Klimaziele konterkariert. Es geht aber auch ums Wasser – besonders um warmes Wasser: Bereits vor fünf Jahren Im Schnitt wurden in Deutschland täglich rund 123 Liter pro Person an Trink- und Warmwasser im Haushalt verbraucht. Weitere 3.900 Liter Wasser pro Tag wurden für die Herstellung von Lebensmitteln, Bekleidung und anderen Bedarfsgütern verwendet – darunter für die Bewässerung von Obst, Gemüse und Getreide. 3 Millionen zusätzliche Menschen brauchen somit täglich 12 Millionen Kubikmeter Wasser mehr. Die Förderung und Aufbereitung dieses Wassers benötigt ebenfalls Energie. Auch der Neubau der jährlich hunderttausenden Wohnungen selbst ist energieintensiv – insbesondere mit Beton, aber auch mit anderen Baustoffen. Ebenso ist die Herstellung des aufwändigen Isoliermaterials energieintensiv – und viel Energieverbrauch emittiert viel CO2, das ja als 'Klima-Gas' gilt und schuld am Weltuntergang sei (was aus Sicht der FFF-Generation auf das Konto ihrer Eltern gehe, nicht jedoch auf ihr eigenes und das ihrer neuen bunten Freunde). Hat schon einmal jemand errechnet, wie viele Windräder und Quadratkilometer Photovoltaik erforderlich sind, um eine Million mehr Menschen zu beherbergen und zu versorgen? Ach ja, dafür sollen jetzt zwei Prozent von Deutschlands Fläche abgezweigt werden. Aber wo sollen dann die Zuwanderer wohnen, die immer mehr werden – durch Neumigranten, Familiennachzug und hohe Fortpflanzungsrate? Die Landwirtschaftsflächen werden für deren Ernährung gebraucht. Doch es gibt Schlaumeier, die auch dafür eine Lösung parat haben: Wir bräuchten angeblich ausländische Fachkräfte – bis hin zu Wissenschaftlern, die für uns tätig werden sollen und alles besser können als wir Einheimische. Die 'neu Hinzugekommenen' sollen also selbst die Lösungen für die durch sie bedingten Probleme ertüfteln. Womit sich der Teufelskreis schließt. Auf einem Gebiet wäre den 'Fachkräfte-Theoretikern' ja durchaus zuzustimmen: Wir bräuchten in der Tat mehr Journalisten von außen, die nicht an der typisch deutschen Blickverengung leiden (wie eingangs erwähnt) oder stur daran glauben, dass ein sparsameres Heizverhalten der Leute die Lösung für alle Probleme sei. Müssen wir nur lange genug für die Merkelgäste frieren, bis der durch sie ausgelöste Mehrbedarf an Energie kompensiert wird?"
Gerhard Wirth , 01.11.2021 :
"Die deutsche Politik ist planlos; noch schlimmer, sie besitzt überhaupt keinen Plan. Weder für die Energieversorgung, noch für die Einwanderung. Man beschließt einfach irgendetwas und wartet ab, was anschießend passiert. Das Abschalten der Atom- und Kohlekraftwerke war schnell beschlossen, doch wer die Erzeugung des notwendigen Stroms dann übernimmt, ist nicht bekannt. Zwar hoffen die Politiker, dass Wind- und Sonne es schaffen, wenn erst mal genügend Windkraftwerke vorhanden und genug Dächer mit Solarpanelen eingedeckt sind. Die Rechnung ist jedoch schwierig, denn bei einem immer höheren Strombedarf (Elektrifizierung des Verkehrs) müsste mindestens der Ausbau der Windkraftanlagen um die 10fache Menge steigen, von heute ca. 35.000 auf 350.000 Windkraftanlagen. Dazu käme noch ein großangelegter Netzausbau, sowie die nötige verkehrliche Infrastruktur. Der Platzbedarf ist enorm und die dafür vorgesehene 2-prozentige Landfläche dürfte dabei nicht ausreichen. Von der naturbedingten Voraussetzung, dass der Wind ständig weht und die Sonne reichlich scheint, gehen Politiker selbstverständlich aus. Auch wenn die Politiker keine fossilen Kraftwerke wollen, ohne Gaskraftwerke für die Grundlast geht es nicht. Aber hier meinen zumindest GRÜNE Politiker, dass dies mit importiertem Wasserstoff oder Biogas zu schaffen ist. Die Politiker der anderen Ampelparteien hoffen, dass der russische Präsident Putin schon genug Erdgas liefern wird, was jedoch bei den sanktionsfreudigen deutschen Politikern keineswegs gesichert ist. Aber vielleicht haben die Politiker ja schon ein Geheimrezept, indem sie den umliegenden Staaten ihre neu zu bauenden Atomkraftwerke finanzieren, in der stillen Hoffnung, dass vielleicht ein paar Megawatt Atomstrom für teures Geld an Deutschland geliefert wird. Schließlich werden die Atomkraftwerke dringend benötigt, sie dürfen eben nur nicht in Deutschland stehen. Es lohnt sich in Deutschland nicht, über die Kosten nachzudenken, die Schmerzgrenze scheint hier irgendwo um die 3 Euro für die Kilowattstunde Strom zu liegen und für Benzin/Diesel pro Liter bei 5 Euro. Das letzte Bundestagswahlergebnis lässt den Schluss zu, dass die Deutschen schon froh sind, wenn sie überhaupt noch Strom, Gas und Benzin bekommen und deshalb der Preis vollkommen unwichtig erscheint. Hat die Politik für die Energieversorgung schon keinen Plan, so trifft dies ebenfalls bei der Einwanderung zu. Es fehlen angeblich viele Arbeitskräfte, weil der Nachwuchs in vielen Berufen fehlt. Hier liegt es aber auch daran, dass heute die Menschen nicht nach dem Bedarf ausgebildet werden.
Der Wunsch, einen hochbezahlten Job mit geringer Arbeitsleistung zu bekommen, steht vorne an. Dies sieht man alleine schon an der immer größer werdenden Politikerschwemme, die keiner benötigt, außer die Politiker sich selbst. Aber auch in Verwaltungsberufen besteht kein Mangel, besonders im öffentlichen Dienst, wo viele hinein drängen. Mangel hingegen besteht in fast allen Handwerksberufen, im Handel und bei der Pflege. Hier liegt es teilweise an der schlechten Bezahlung oder körperlichen Anstrengung. Diese entstandene Lücke wollen Politiker mit Einwanderung schließen, doch irgendwie will auch das nicht funktionieren. Seit 2015 sind ca. 3 Millionen Menschen eingewandert, doch davon können höchstens 10 Prozent ihren Lebensunterhalt alleinig durch Arbeitsverdienst abdecken. Alle übrigen sind entweder komplett oder in weiten Teilen von staatlichen Sozialhilfen abhängig. Die Arbeitsmigration kann also als gescheitert angesehen werden. Einwanderung über das Asylrecht bringt keinen arbeitsmäßigen Erfolg, es ist weitestgehend reine Sozialeinwanderung. Wenn dies in dieser Art von der neuen Regierung fortgesetzt wird, bekommt Deutschland zwar viele weitere Sozialhilfeempfänger, die zusätzlich den CO2 Fußabdruck vergrößern, jedoch keine Menschen, die für die Politiker die gewünschten Windräder und Solarpaneele produzieren/installieren, sowie keine Häuser für die vielen Neuankömmlinge bauen. Ob der Handwerkermangel über Asyleinwanderung zu bewältigen ist, bleibt ebenfalls fraglich. Denn zur Ausübung eines Handwerks bedarf es einer Schul- und Berufsausbildung. Die Einwanderer, die sich integrieren und etwas Intelligenz mitbringen, werden dann wie die Deutschen in die Politik oder in den öffentlichen Dienst drängen und das bereits dort bestehende Überangebot nochmals vergrößern. Dem Handwerk, Handel und der Pflege ist somit wieder nicht gedient. Über die Migrationskosten und Sozialstaatsbelastung braucht genau wie bei den Kosten für die Energieversorgung nicht nachgedacht werden, schließlich hat der Bürger bei der Bundestagswahl auch hierzu die volle Zustimmung abgeliefert."

Helmut Creutz (1923-2017) :

Stabiles Wirtschaften bedeutet gleich bleibendes Bruttoinlandsprodukt, keine Verzinsung und keine Inflation.
Gibt es dann noch Fortschritt?
Die Perspektive sollte sein: "Klasse statt Masse!" - man kann auch sagen "Qualität statt Quantität!"

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