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Wirtschaft im Wandel

Stand: 01.02.2023
Die Globalisierung, d.h. die Verflechtung der Weltwirtschaft durch exzessiven Handel befindet sich offensichtlich auf ihrem Höhepunkt und wird in den nächsten Jahren zurückgehen, weil wirtschaftliche auch politische Abhängigkeiten bedeuten, was sich angesichts begrenzter Rohstoffe zunehmend als nachteilig erweist:
Bisher führte die Industrialisierung von aufstrebenden Ländern, insbesondere von China, zu einem hohen Export deutscher Produkte wie Maschinen, Anlagenteile und Kraftfahrzeuge. Im Gegenzug wurden zumeist Waren, die viel Handarbeit erfordern, nach Deutschland importiert. Doch der Vorsprung, den die Technologie und die Qualität deutscher Produkte einstmals hatte und der einen relativ hohen Preis rechtfertigte, ist in den meisten Bereichen gesunken oder sogar ganz verschwunden. Dadurch sind viele Produktionszweige aus Deutschland abgewandert, obwohl diese Waren von praktisch jedem Bürger benutzt werden, wie u.a. Unterhaltungselektronik (Fernseher, Hifi-Anlage, Smartphones), Computer, Haushaltsgeräte, Schuhe und Bekleidung. Tatsächlich ist es für einen Käufer in den meisten Fällen schwierig, den Anteil heimischer Wertschöpfung an einer Ware zu erkennen.
Schaut man sich heutzutage in den Geschäften um, findet man außer Lebensmittel, Möbel und Baustoffen nur noch wenige Waren, die zweifelsfrei zu einem überwiegenden Teil bei uns hergestellt worden sind. Die Chinesen sind dabei, nach ihrem Erfolg bei den Konsumgütern auch bei den Kraftfahrzeugen den Markt zu erobern.
Bei der Energieversorgung ist Deutschland besonders vom Ausland abhängig. So hat Deutschland 2022 etwa 70 % seines Gesamtenergiebedarfs importiert und erst 6,8 % seines Energiebedarfs im Verkehr durch erneuerbare Energie gedeckt. Wir müssen diesen Anteil zum Schutz der Umwelt und wegen des Krieges in der Ukraine erhöhen.
Die Sanktionen gegen Russland verursachen steigende Preise bei fossilen Energieträgern . Die Regierung will die Energieversorgung durch noch höhere Staatsverschuldung aufrecht erhalten. Doch das bringt eine anhaltend hohe Inflation. Zudem droht ein Finanzkollaps. Die Lösung kann nur lauten: Abschied nehmen vom Wachstumswahn, Energie sparen und die Masseneinwanderung stoppen.
Für den Verkehr bieten sich vor allem zwei alternative Antriebstechnologien an:
Brennstoffzelle und Akkusatz, wahlweise mit der Möglichkeit von Akkuwechsel oder kabellosem Laden.
Es zeichnet sich ab, daß beide Antriebsarten ihre Berechtigung haben je nach Einsatzfeld:
Fahrzeuge mit Akkusatz sind bevorzugt solche für kürzere Strecken und geringere Lasten, also Oberklasse-Pkw , Hochdachkombi , Sport Utility Vehicles , Mittelklasse-Pkw , Kleinwagen , Motorräder sowie Elektrofahrräder .
Fahrzeuge mit Brennstoffzelle sind bevorzugt solche für längere Strecken und größere Lasten.
Die Brennstoffzellen brauchen zum Betrieb Wasserstoff, welcher durch erneuerbare Energie erzeugt sein sollte.
Er nennt sich dann grüner Wasserstoff . Noch steckt seine Erzeugung erst am Anfang. Der grüne Wasserstoff soll zunächst vorrangig in Chemieanlagen und Stahlwerken zum Einsatz kommen. Bisher reicht die eingefangene Energie aus Wind und Sonne jedoch nur für etwa die Hälfte der Stromversorgung . Der massive Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung ist daher Voraussetzung für die breite Anwendung von Wasserstoff und Brennstoffzelle.
Ein besonderer Typ einer Brennstoffzelle kann statt gasförmigem Wasserstoff flüssiges Methanol verwerten, welches ebenfalls mit erneuerbarer Energie hergestellt werden kann.

Busse Lastkraftwagen Lieferwagen Flugzeuge Schiffe Züge
Akkusatz Akkusatz Akkusatz Akkusatz Akkusatz Akkusatz
Brennstoffzelle Brennstoffzelle Brennstoffzelle Brennstoffzelle Brennstoffzelle Brennstoffzelle

Hauptursache der internationalen Arbeitsteilung ist, wie allseits bekannt, der Unterschied der Löhne und Gehälter bei uns zu denen in den Schwellenländern. Dieser Unterschied wird nur langsam sinken, denn einerseits verhindert das Heer der Arbeitsuchenden in Asien einen deutlichen Anstieg der dortigen Einkommen, andererseits stößt eine Stagnation der Einkommen bei uns auf großen Widerstand, zumal Manager und Politiker selbst immer mehr kassieren. Die Verlagerung von Investitionen bewirkt mehr als jede Entwicklungshilfe einen gewissen Ausgleich zwischen den (noch) reichen und den (noch) armen Ländern. Erwerbstätige in privaten Unternehmen in den wohlhabenden Ländern wie Deutschland müssen sich um den Arbeitsplatz sorgen.
Wir können also auf Dauer nicht hohe Einkommen beziehen und gleichzeitig billige Waren aus China kaufen, weil die hier hergestellten als zu teuer gelten.

Die folgenden vier Faktoren haben einen hemmenden Einfluss auf den Welthandel:
1. Lieferketten und deutsches Geschäftsmodell:
Der Krieg in der Ukraine führt zu einer Überprüfung des deutschen Geschäftsmodells 'Export vor Eigenversorgung'. Höhere Kosten bei der Inlandsproduktion könnten wegen der Versorgungssicherheit akzeptiert werden. Eine Produktion in der Nähe der Verbraucher wird sich dann durchsetzen. Außerdem begünstigt es die Nutzung von heimischen erneuerbaren Energiequellen und Rohstoffen, was inländische Arbeitsplätze schafft.
2. Automatisierung in der Produktion:
Diese ist bei uns schon weit fortgeschritten und hat den Anteil der Personalkosten an der Produktion gesenkt. Eine hohe Produktivität der Facharbeiter kann also die relativ hohen Löhne rechtfertigen.
Die Automatisierung trägt demnach zwar betriebswirtschaftlich zur Konkurrenzfähigkeit hiesiger Produkte bei, doch volkswirtschaftlich ergibt sich das Problem der Arbeitslosigkeit. Der Staat sorgt künstlich für Entspannung auf dem Arbeitsmarkt , indem er unproduktive Arbeitsplätze im Überwachungsbereich schafft.
3. Sättigung von Absatzmärkten:
Der lange angehaltene Wohlstand bei uns hat zu einer Sättigung des Bedarfs bei nahezu allen Produkten geführt.
Bei nicht zum Leben notwendigen Waren ist entweder der Preis das wichtigste Verkaufsargument oder technische Verbesserungen, die jedoch entgegen den Aussagen aus der Werbung meist eher gering oder gar fragwürdig sind. Wirkliche Neuheiten, die einen unbestreitbaren Nutzen haben, gibt es vielleicht alle 10 Jahre. Daher verlagert sich die Struktur der Wirtschaft von der Industrie zum Dienstleistungssektor.
4. Alterung der Gesellschaft:
Immer mehr Rentner bei weniger Berufstätigen stellen eine Herausforderung für den Generationenvertrag dar. Aber die meisten Rentner sind mit ihrer materiellen Situation durchaus zufrieden; die Gesundheit steht dann zunehmend im Vordergrund. Viele wollen und können noch eine sinnvolle Tätigkeit ausüben, z.B. die Betreuung der Enkel bis irgendwann die Kräfte nachlassen.

Martin Rhonheimer , 16.12.2022:
"Spätestens seit dem Jahr 1971, als US-Präsident Richard Nixon den Dollar und damit das gesamte internationale Währungssystem von der Bindung an das Gold löste, wird nun Geld 'aus dem Nichts' geschaffen. Es gibt keinen Währungsanker mehr. Papiergeld – Banknoten – spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. 'Gedruckt' wird Geld nun elektronisch auf Knopfdruck – theoretisch in unbegrenzter Menge – als reines Buchgeld im Bankensystem. Noch immer ist die Idee verbreitet, die Banken würden als Kredite nur die ihnen zuvor anvertrauten Ersparnisse ihrer Kunden weitergeben. Doch das entspricht keineswegs der Realität. Denn Banken können auch über Geldschöpfung zusätzliche Kredite verleihen. Hierüber entsteht dann jedes Mal, wenn eine Bank einen Kredit gewährt, durch einen reinen Buchungsakt neues Geld. Die Banken schöpfen also durch ihre Kreditvergabe – gemäß den geldpolitischen Vorgaben der Zentralbanken, die 'je nach Bedarf' die Gesamtgeldmenge steuern können – neues Geld. Das geht relativ gut, solange mit den Krediten langfristig profitable unternehmerische Investitionen finanziert werden und die geldpolitischen Zügel straff sind – dieser Prozess sich also in engen Grenzen bewegt. Doch ist die heutige Welt des Kreditgelds von inflationärem Ungeist geprägt. In der verhängnisvollen Absicht, die Konjunktur zu stimulieren, bewirken die Zentralbanken mit Zinssenkungen, dass durch billiges Kreditgeld auch wenig renditeträchtige Projekte finanziert werden. Das führt zum Boom mit massenhaften Fehlinvestitionen. Infolge der durch die Ausweitung der zirkulierenden Geldmenge entstehenden Ressourcenknappheit und des gleichzeitig unverminderten Konsums – denn es wird ja nicht vermehrt gespart – steigen überall die Preise. Die mit dem billigen Geld getätigten Investitionen rechnen sich dann plötzlich nicht mehr. Folge sind die bekannten Konjunkturzyklen – Aufschwung und Abschwung – mit ihren bekannten wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen. Nach der Finanzkrise von 2008/09 schalteten die Zentralbanken jedoch noch einen Gang höher. Denn nun begannen sie, selbst Kreditgeld in das System zu pumpen, und dies nicht zur Stimulierung der Konjunktur, sondern zur Rettung des Bankensystems und überschuldeter Staaten und um das wankende Eurosystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Dazu kaufte die Europäische Zentralbank EZB massenhaft Staatsanleihen, nicht unmittelbar von den emittierenden Staaten – das wäre direkte Staatsfinanzierung und verboten gewesen –, sondern auf dem sogenannten Sekundärmarkt (was faktisch aber auf dasselbe hinausläuft). Ähnlich die Fed in den USA. Man kaufte also den Banken mit von den Zentralbanken 'frisch gedrucktem' Giralgeld – mit einem simplen Buchungsakt auf einem Computer der EZB oder der Fed – die Staatsschulden ab. Nach der ersten – richtigen und notwendigen – Liquiditätsspritze, um den Zusammenbruch des Finanzsystems nach der Finanzkrise zu vermeiden, erfolgte dann jedoch die Verstetigung des Geldflusses. EZB und Fed wurden zur ständig sprudelnden Geldquelle für die Lösung aller Probleme: Euro-Rettungsfonds, Pandemie-Wiederaufbaufonds, riesige Infrastrukturprogramme, das neue 'Transmissionsschutzinstrument' der EZB, um strukturschwache Staaten vor zu hohen Zinsen für ihre Schulden zu bewahren, und nun auch allerlei Ausgleichszahlungen an die Konsumenten, zur 'Kompensation' steigender Energiepreise. All dies sind Inflationstreiber. Der Staat – besser gesagt: die Politiker – verteilt/verteilen gerne, denn so können sie Wahlen gewinnen. Die Zentralbanken sorgen dafür, dass ihnen das Geld nicht ausgeht. Inflation hat jedoch extrem unsoziale und damit ethisch relevante Folgen. Sie bedeutet nicht einfach Anstieg der Preise. Steigt wegen Knappheit an Gas oder Öl der Gas- oder Ölpreis, dann ist das nicht Inflation, sondern eben ein Anstieg relativer Preise. Eine bestehende Nachfrage stößt auf ein schrumpfendes Angebot, und die Preise gehen hinauf. Das Problem löst sich, falls es sich lösen lässt, mit der Erhöhung des Angebots an Gas und Öl oder durch zeitweise verminderten Konsum. Doch sollte der Anteil des kriegsbedingten Anstiegs der Energiepreise an der gegenwärtigen Inflationsrate nicht überschätzt werden. Diese begann in Wirklichkeit, sowohl in Europa wie auch in den USA, lange vor dem Krieg und der Verknappung von Energie deutlich in die Höhe zu gehen. 'Inflation' ist nicht einfach Teuerung, sondern Ausweitung der Geldmenge, der kein entsprechend höheres Warenangebot gegenübersteht. Inflation ist Geldüberhang. Steigende Preise sind eine Folge von Inflation. Die Preise steigen jedoch nicht sofort und überall in gleichem Maße, sondern es kommt zum 'Cantillon-Effekt': Zunächst fließt das neu geschaffene Geld in jene Sektoren der Wirtschaft, die den Quellen der Geldschöpfung am nächsten sind. Etwa in den Finanzsektor. Seine Akteure erhalten das neue Geld noch mit unverminderter Kaufkraft. Erst danach 'frisst' es sich durch alle Wirtschaftszweige hindurch. Die höhere Geldmenge trifft dabei jedoch auf ein zunächst unverändert gebliebenes Angebot an Rohstoffen und Produktionsgütern. Diese verknappen und verteuern sich dadurch. Zuletzt – dies dann aber umso kräftiger – klettern schließlich die 'normalen' Konsumgüterpreise in die Höhe. Das trifft nun alle Konsumenten, am härtesten jedoch die untersten Einkommensschichten, jene also, die weit entfernt von den Quellen der Geldschöpfung wirtschaften, die keine Immobilien und Aktienportfolios besitzen und deshalb auch nicht von Preissteigerungen profitieren: die einfachen Lohnempfänger und Konsumenten, deren Realeinkommen und Wohlstand somit auf schmerzhafte Weise schrumpfen. Dass die Immobilien- und Aktienbesitzer immer reicher werden und Akteure im sich ständig ausweitenden Finanzsektor enorme Einkommen erzielen und damit die soziale Ungleichheit wächst, ist nicht Folge des angeblich unsozialen Kapitalismus, sondern der verfehlten Politik der Zentralbanken einer stetigen Ausweitung der Geldmenge und der dadurch ermöglichten Schuldenwirtschaft der Staaten. Inflation verzerrt das gesamte soziale Gefüge. Sie bewirkt eine Umverteilung von unten nach oben. Aus moralphilosophischer Sicht ist das eine gewaltige Ungerechtigkeit."

Unsere Wirtschaft kann sich schon seit einigen Jahren also gar nicht mehr selbst erhalten, sondern hängt am Tropf (an der Gelddruckerei) der Europäischen Zentralbank. Man versucht so, die Wirtschaft zu stimulieren. Das ist auch der Grund, warum man die massenhafte Einwanderung nach Deutschland fördert. Es profitieren jedoch nur Großkonzerne und Politiker, die nach Einbürgerung der Fremden neue Konsumenten bzw. Wählerstimmen bekommen wollen.
Die deutsche Regierung möchte sich nicht auf eine Obergrenze für Einwanderung festlegen, es gibt jedoch anscheinend eine inoffizielle Untergrenze von etwa 3 Mio Arbeitslosen im weiteren Sinne, um den Druck auf die Beschäftigten aufrecht zu halten. Ohne massenhafte Einwanderung bräuchte man keine Gesetze zu Mindestlohn, sozialem Wohnungsbau und Mietpreisbremse: der Markt könnte das am besten regeln.
Die Masseneinwanderung verhindert außerdem das Erreichen einer ausgeglichenen nationalen Ökobilanz.
Land-, Rohstoff- und Energieverbrauch nehmen unweigerlich zu.

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