Unsere Wirtschaft

Stand: 23.03.2020
Die Globalisierung, d.h. die Verflechtung der Weltwirtschaft durch exzessiven Handel befindet sich meiner Einschätzung nach auf ihrem Höhepunkt und wird in den nächsten Jahren zurückgehen, weil sich die Triebkräfte der Globalisierung abschwächen, während Vorteile einer verbrauchernahen Produktion deutlich werden:
Bisher führte die Industrialisierung von aufstrebenden Ländern, insbesondere von China, zu einem hohen Export deutscher Produkte wie Maschinen, Anlagenteile und Kraftfahrzeuge. Im Gegenzug wurden zumeist Waren, die viel Handarbeit erfordern, nach Deutschland importiert. Doch der Vorsprung, den die Technologie und die Qualität deutscher Produkte einstmals hatte und der einen relativ hohen Preis rechtfertigte, ist in den meisten Bereichen gesunken oder sogar ganz verschwunden. Dadurch sind viele Produktionszweige aus Deutschland abgewandert, obwohl diese Waren von praktisch jedem Bürger benutzt werden, wie u.a. Unterhaltungselektronik (Fernseher, Hifi-Anlage, Smartphones), Computer, Haushaltsgeräte, Schuhe und Bekleidung. Tatsächlich ist es für einen Käufer in den meisten Fällen schwierig, den Anteil heimischer Wertschöpfung an einer Ware zu erkennen.
Schaut man sich heutzutage in den Geschäften um, findet man außer Lebensmittel, Möbel und Baustoffen nur noch wenige Waren, die zweifelsfrei zu einem überwiegenden Teil bei uns hergestellt worden sind.
Die Chinesen sind dabei, nach ihrem Erfolg bei den Konsumgütern auch bei den Kraftfahrzeugen den Markt zu erobern. Für die noch konkurrenzfähigen Produkte verschärft sich der Wettbewerb.
Bei der Energieversorgung ist Deutschland besonders vom Ausland abhängig. So hat Deutschland 2019 etwa 70 % seines Gesamtenergiebedarfs importiert und erst 5,6 % seines Energiebedarfs im Verkehr durch erneuerbare Energie gedeckt. Wir sollten diesen Anteil zum Schutz der Umwelt und wegen sinkender Ölreserven erhöhen. Die Regierung erhöht daher den Preis für fossilen Kraftstoff stufenweise ab Anfang nächsten Jahres.
Zwei alternative Antriebstechnologien stehen zur Verfügung: Brennstoffzelle , Akkusatz oder eine Kombination.
Es zeichnet sich ab, daß beide Antriebsarten ihre Berechtigung haben je nach Einsatzfeld:
Fahrzeuge mit Brennstoffzelle sind bevorzugt solche für längere Strecken und größere Lasten, also Flugzeuge, Schiffe, Züge, Lkw, Busse und Oberklasse-Pkw. Fahrzeuge mit Akkusatz sind bevorzugt solche für kürzere Strecken und geringere Lasten, also Pkw der Kompakt-und Mittelklasse sowie Zweiräder.
Das chinesische Unternehmen CATL baut eine Akku-Fabrik in Thüringen, der US-Konzern Tesla plant eine Akku- und Auto-Fabrik in Brandenburg. Neben den Chinesen und Tesla wollen auch neue europäische Firmen Elektro-Autos auf den deutschen Markt bringen, zum Beispiel Sono Motors.
Der Betrieb der Elektro-Autos ist jedoch nur sinnvoll, wenn sie vollständig mit Ökostrom aufgeladen werden.
Wer keine eigene Garage besitzt, um sein E-Auto über Nacht dort aufzuladen, ist auf externe Ladestationen angewiesen, die einen gewissen Schutz vor Sachbeschädigung bieten sollten. Ein besonderer Typ einer Brennstoffzelle kann statt gasförmigem Wasserstoff flüssiges Methanol verwerten, welches umweltfreundlich hergestellt werden kann.

Hauptursache der internationalen Arbeitsteilung ist, wie allseits bekannt, der Unterschied der Löhne und Gehälter bei uns zu denen in den Schwellenländern. Dieser Unterschied wird nur langsam sinken, denn einerseits verhindert das Heer der Arbeitsuchenden in Asien einen deutlichen Anstieg der dortigen Einkommen, andererseits stößt eine Stagnation der Einkommen bei uns auf großen Widerstand, zumal Manager und Politiker selbst immer mehr kassieren. Die Verlagerung von Investitionen bewirkt mehr als jede Entwicklungshilfe einen gewissen Ausgleich zwischen den (noch) reichen und den (noch) armen Ländern. Erwerbstätige in privaten Unternehmen in den wohlhabenden Ländern wie Deutschland müssen sich um den Arbeitsplatz sorgen.
Wir können also auf Dauer nicht hohe Einkommen beziehen und gleichzeitig billige Waren aus China kaufen, weil die hier hergestellten als zu teuer gelten.

Die folgenden vier Faktoren haben einen hemmenden Einfluss auf den Welthandel:
1. Verknappung und somit Verteuerung von Erdöl und Erdgas:
Dies führt zu einer Verteuerung von Transporten und macht Transporte unrentabel, die höhere Kosten verursachen als durch Einsparung bei den Personalkosten für die Produktion im Ausland herausgeholt werden kann. Eine Produktion in der Nähe der Verbraucher wird sich dann durchsetzen. Außerdem begünstigt es die Nutzung von heimischen erneuerbaren Energiequellen und Rohstoffen , was inländische Arbeitsplätze schafft.
2. Automatisierung in der Produktion:
Diese ist bei uns schon weit fortgeschritten und hat den Anteil der Personalkosten an der Produktion gesenkt. Eine hohe Produktivität der Facharbeiter kann also die relativ hohen Löhne rechtfertigen.
Die Automatisierung trägt demnach zwar betriebswirtschaftlich zur Konkurrenzfähigkeit hiesiger Produkte bei, doch volkswirtschaftlich ergibt sich das Problem der Arbeitslosigkeit. Der Staat sorgt künstlich für Entspannung auf dem Arbeitsmarkt , indem er unproduktive Arbeitsplätze im Überwachungsbereich schafft.
3. Sättigung von Absatzmärkten:
Der lange angehaltene Wohlstand bei uns hat zu einer Sättigung des Bedarfs bei nahezu allen Produkten geführt. Bei nicht zum Leben notwendigen Waren ist entweder der Preis das wichtigste Verkaufsargument oder technische Verbesserungen , die jedoch entgegen den Aussagen aus der Werbung meist eher gering oder gar fragwürdig sind. Wirkliche Neuheiten, die einen unbestreitbaren Nutzen haben, gibt es vielleicht alle 10 Jahre. Wegen des stagnierenden Inlandsmarktes wird der Import kaum noch steigen, womit der Export ebenfalls nicht mehr steigen muss, um die Handelsbilanz auszugleichen.
4. Alterung der Gesellschaft:
Immer mehr Rentner bei weniger Berufstätigen stellen eine Herausforderung für den Generationenvertrag dar. Aber die meisten Rentner sind mit ihrer materiellen Situation durchaus zufrieden; die Gesundheit steht dann zunehmend im Vordergrund. Viele wollen und können noch eine sinnvolle Tätigkeit ausüben, z.B. die Betreuung der Enkel bis irgendwann die Kräfte nachlassen.

Manfred Julius Müller:
"Der völlige Zusammenbruch der Hochlohnländer konnte bisher nur verhindert werden durch eine atemberaubende Billigzinspolitik und teure Konjunkturpakete. Die Zentralbanken stellen den Geschäftsbanken frisch generiertes (= frisch gedrucktes) Geld fast zum Nulltarif zur Verfügung. Diese ausufernde Geldschwemme stellt alle moralischen und marktwirtschaftlichen Prinzipien auf den Kopf und entwertet natürlich auch echtes (reales) Geld. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch diese Blase platzt. Und alles nur, weil man glaubt, auf angemessene Einfuhrzölle verzichten zu müssen."

Axel B.C. Krauss , 10.03.2020 :
"Ich hatte sie schon erwartet, die Schlagzeile. Es war nur eine Frage der Zeit und wurde in den letzten Jahren auch mehrfach 'angekündigt', sozusagen. Jedenfalls hat es mich nicht überrascht, als ich am 7. März in der 'Welt' auf einen Artikel stoßen durfte, dessen Titel erwartbarerweise natürlich lautete: 'Die neue Finanzkrise'. Es gibt keine 'neue'. Es ist die ganz alte, die 2008 (beziehungsweise im Vorfeld) mittels 'Subprime'- und Derivateschwindels losgetreten und seitdem lediglich mit atemberaubenden Mengen an Kreditbetrugs-Popopapier kaschiert, 'hübschgeschminkt', parfümiert und in der 'eisernen Fiatlunge' notbeatmet wurde. Mit ebenso erwartbaren Folgen, denn eine historisch beispiellose Geldmengenexpansion, wie sie von den Zentralbanken hüben wie drüben (vor allem Fed und EZB, aber auch denen anderer Länder) betrieben wurde, wird für genau die Art künstlicher 'Booms', sprich Scheinblüten sorgen, die offiziellerseits – also von Politrickbetrug und Pinocchiopresse – stets als Erfolg gefeiert wurden, als 'Wohltat' seitens geldmonopolistischer Gönner, die – welch ein Quatsch – 'stabilisierend' wirken oder die Wirtschaft 'stimulieren'. Nun, ganz falsch ist es ja nicht: Man kann Ökonomien tatsächlich durch Infusion ungedeckten Monopoly-Spielgeldes 'stimulieren', doch um welchen Preis? Ein Blick in die Geschichte des letzten Jahrhunderts genügt völlig, um sich die regelmäßigen Folgen solcher Gottspielerei noch einmal vor Augen führen zu lassen. Dasselbe gilt für die technokratischen 'Quantitativen Schraubenlockerungen' in den Köpfen der Herrschaften Finanzdemiurgen des frühen 21. Jahrhunderts, nicht weniger für die 'Staatsanleihenkäufe' im Euro-Raum, also die Rettung leckgeschlagener Kähne mit ungedecktem Papier – es mag eine Zeit halten, aber irgendwann weicht es auf –‍, und schon steigt der Wasserstand der Konsequenzen wieder. Nicht zufällig häuften sich die Negativmeldungen über drohende Rezessionen auch in der Eurubel-Zone – und auch die Aussichten für die Volksrepublik Merkelkorea trübten sich sichtlich ein. Doch dann kam Corona. Puh. 'Glück' gehabt. Nun ist der gemeine Knecht politmedial so alarmisiert, hysterisiert, eingeschüchtert, verschreckt und verängstigt, dass er zum Glück keine brennenden Fragen mehr nach den wahren Ursachen derjenigen wirtschaftlichen Unpässlichkeiten stellt, die es – eine Tatsache – auch ohne das Coronavirus gegeben hätte – halt nur etwas später, vermutlich. Nun kann man ihm (wie ich bereits erwartet hatte) einreden, alles, wirklich alles, was derzeit an den Finanzmärkten und Börsen sowie in der Weltwirtschaft geschieht, sei allein dem Virus geschuldet. Typische Failstream-Fake-News. Es gibt aber definitiv eine Fiat-Rezession oder – schlimmstenfalls – einen Fiat-Crash, der von der Geldpolitik der Zentralbanken ermöglicht wurde. Corona ist nicht der Auslöser, nicht die Ursache – sondern 'nur' der 'Katalysator', die zeitweilige Krisen-'Treibladung', ein beschleunigendes Agens einer Reaktion, die lange vor dem Ausbruch dieser Krankheit geldalchemistisch zusammengerührt wurde."

Max Otte , 11.03.2020 :
"Die Gefahren einer negativen Abwärtsspirale durch Corona sind real. Nach anfänglich ruhiger Behandlung des Themas in den Medien wurde die Berichterstattung immer aufgeregter. Auch Unternehmen und Politik reagierten. All dies hat natürlich Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die OECD geht von einer Halbierung der Wachstumsrate für die Weltwirtschaft aus – von 2,9 auf unter 1,5 Prozent, wenn es nicht gelingen sollte, die Epidemie einzudämmen. Europa und Deutschland würden dann unweigerlich in eine Rezession fallen. Und diese könnte die Weltwirtschaft dann endgültig in eine Depression stürzen. Mit immer mehr Schulden musste in den letzten Jahren das Wachstum erkauft werden. Im Zuge der drastischen Staatseingriffe, die vor allem den Staaten selber, den großen Konzernen und oligopolistischen Strukturen durch die Niedrigzinsen halfen, sank das Produktivitätswachstum in den Industrienationen auf einen neuen Tiefstand. Die Staatschulden sind wesentlich höher als 2008, die Zinsen extrem niedrig und die Notenbankbilanzen aufgebläht. Bei einer globalen Rezession würden etliche Unternehmen in die Insolvenz rutschen, was wiederum weitere Pleiten nach sich ziehen würde. Ein Prozess des De-Leveraging würde einsetzen. Der Moment der Wahrheit wäre da. Noch ist es nicht soweit. Wie in den letzten Jahren immer in solchen Zeiten – mit Ausnahme der Lehmann-Pleite – stehen Staaten und Notenbanken Gewehr bei Fuß. Mit aller Macht stemmen sie sich gegen einen möglichen Wirtschaftseinbruch. In den USA, Kanada und Australien haben die Notenbanken die Zinsen gesenkt. Die Bank of Japan hat weitere Liquidität in den Finanzmarkt injiziert. Die G7-Staaten haben bekräftigt, dass sie handeln können und wollen. Am Donnerstag, dem 12. März, will EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekanntgeben, was konkret sie zu tun gedenkt. Vorab hat sie schon einmal bekräftigt, die europäische Zentralbank 'stehe bereit, angemessene und gezielte Maßnahmen zu ergreifen'. Dass Lagarde im Zweifelsfalle alle Register ziehen wird, steht außer Frage. Von der Doktrin der unabhängigen Zentralbank hat sie sich schon einmal vorsorglich verabschiedet. Auch der Internationale Währungsfonds hat bereits 50 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Obwohl die Geld- und Zinspolitik an ihre Grenzen stoßen, haben die Staaten durchaus noch Handlungsoptionen, wenn sie zum Äußersten entschlossen sind und den Staatsinterventionismus auf die nächste Stufe heben. Sie können nun von der Geldpolitik auf direkte Staatsausgaben umstellen und so die Nachfrage aufrechterhalten – das wäre ein klassischer keynesianischer Moment. Und wer weiß – vielleicht gelingt es dann sogar, die Weltwirtschaft zu stabilisieren. Die Kosten in Form noch ungesünderer Wirtschaftsstrukturen wären allerding enorm. Wie dem auch sei: Entweder kommen Crash und Depression. Oder noch mehr Staatswirtschaft oder Protektionismus. Das Ende der Weltwirtschaftsordnung, die in Bretton Woods begründet wurde, ist unweigerlich eingeläutet."
Max Otte , 12.03.2020 :
"Die Rettungsaktionen haben seit der Finanzkrise vor allem den Vermögenderen genutzt, so dass die Vermögen heute sehr viel ungleicher verteilt sind und die Mittelschicht oft wenig Chancen hat, substantiell Vermögen aufzubauen. Begünstigt durch die Niedrigzinspolitik stiegen die Vermögenspreise massiv, und zwar mit Unterbrechungen schon seit den 1980er Jahren. Fast alles ist teuer: Aktien, Immobilien, Private Equity, Oldtimer, Anleihen und Risikoanleihen. Einzig Edelmetalle und Rohstoffe hinken hinterher. Seitdem die Notenbanken im Rahmen der Stützungsaktionen einen weiteren Gang zugelegt haben, hat sich die Entwicklung von niedrigen Zinsen auf quantitative Lockerung, Null- und Negativzinsen noch einmal beschleunigt. Je niedriger die Zinsen sind, desto einfacher wird es, Vermögenswerte auf (billigen) Kredit zu erwerben. Es sind vor allem die Reichen, die Großkonzerne und die Staaten, die sich verschulden. Sie kaufen damit 'echte' Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, Land und Private Equity, während die Mittelschicht auf Kontoguthaben sitzt und ihre Alterssicherung oftmals in Pensionskassen stecken hat, die in Anleihen investiert sind. So ermöglichte die Schuldenblase eine gigantische Umverteilung von Realvermögen zu den bereits Vermögenden, während die Mittelschicht auf Geldforderungen sitzt. Keine gute Idee. 'Ab einer gewissen Schwelle ist der Aufstieg von Nationalismus und Populismus nicht mehr als spontane Aktion, sondern als vorhersehbare Reaktion auf die Exzesse und blinden Flecken der globalistischen Eliten zu verstehen', schreibt der amerikanische Finanzanalyst James Rickards in seinem neuen Buch (Nach dem Kollaps – Die sieben Geheimnisse des Vermögenserhalts im kommenden Chaos, 1. Auflage, München, FinanzBuch Verlag, 2019, S 9). 'Wenn diese Eliten chinesisches Wachstum auf Kosten westlicher Arbeitsplätze fördern, wieso haben sie nicht damit gerechnet, dass die Arbeiterschicht dieses Programm ablehnt? Wenn die Eliten eine multikulturelle Agenda – die selbst ein soziales Konstrukt ist – verfolgen, wieso haben sich nicht damit gerechnet, dass Menschen mit starken kulturellen, religiösen und regionalen Bindungen diese Agenda ablehnen?' Dass der Abstieg der Mittelschicht keine naturgegebene Tatsache ist, zeigen die Schweiz und Liechtenstein. Beide Länder haben eine geringe Staatsverschuldung, eine intakte öffentliche Infrastruktur und ein Lohnniveau für die Mittelschicht, das sehr deutlich über fast allen anderen Ländern Europas liegt. Trotz einer starken Währung, dem Franken, sind beide Länder Sitz international wettbewerbsfähiger Konzerne und sie weisen ein höheres Wirtschaftswachstum auf als Deutschland mit seiner vergleichsweise schwachen Währung, dem Euro. Es ist also durchaus möglich, eine intelligente Politik für die Menschen zu machen, ein angemessenes Lohnniveau zu halten und dennoch international wettbewerbsfähig zu sein. Die Mittelschicht hat gute Gründe, aufzubegehren. In Frankreich sind Revolten in großem Stil ausgebrochen; in Großbritannien hat das Wahlvolk mit dem Brexit ein klares Signal gegen die 'vorwärts-immer-rückwärts-nimmer-Politik' der EU gesendet; in Deutschland bildet sich eine neue Einheitsfront, um die – teilweise – globalisierungskritische Alternative für Deutschland zu isolieren. Um Staatsinterventionen durchzusetzen, ist es hilfreich, Angst zu schüren und Verwirrung zu stiften. Beides schaffen unsere Mainstream-Medien und etablierten politischen Kräfte mittlerweile sehr gut. Das Ausmaß an Framing, lückenhafter und expliziter Fehlinformation in den Mainstream-Medien hat ein beängstigendes Ausmaß angenommen. Hatte ich vor fünf Jahren die Sozialen, unabhängigen und alternativen Medien wie Tichys Einblick noch als eine Ergänzung zu den etablierten Medien wahrgenommen, so ist es mittlerweile umgekehrt. Ich teile viele Auffassungen Friedrich August von Hayeks ausdrücklich nicht. So sind nach meiner Beobachtung Märkte oft höchst irrational. Ich verdiene mein Geld damit. Auch sind Beamte nicht unbedingt Menschen, die einfach auf Staatsgeld leben und keine gute Leistung bringen wollen. Ich kenne viele pflichtbewusste Beamte und sogar einige pflichtbewusste Politiker. Aber wenn Sie 'Der Weg zur Knechtschaft' in die Hand nehmen, ein Buch, das Hayek zwischen 1940 und 1943 in England geschrieben hat und das 1944 erschien, dann werden Sie geradezu mit der Nase auf unangenehme Parallelen zum heutigen Zustand gestoßen. Hayek beschreibt anschaulich, wie in totalitären Zeiten die Planwirtschaft und die staatliche Lenkung zunimmt und wie die veröffentlichte Meinung immer strenger gelenkt und kontrolliert wird. Leider haben wir das Ende der Fahnenstange wohl noch nicht erreicht. Die neue Weltordnung wird unter massiven Geburtsschmerzen entstehen."

Uli Pfauntsch , 14.03.2020:
"Machen wir uns nichts vor. Die vermeintlich längste wirtschaftliche Expansion aller Zeiten war in Wirklichkeit ein Verschuldungsboom, den die globalen Notenbanken mit ihrer rücksichtslosen und unverantwortlichen Politik des billigen Geldes möglich machten. Seit der Finanzkrise 2008 ist die globale Verschuldung um circa 100 Billionen Dollar auf zuletzt mehr als 250 Billionen Dollar explodiert. Damals startete die Krise mit den fallenden Hauspreisen. Heute ist das Corona-Virus der Auslöser. Es ist eine einfache Gleichung: Nachdem die Verschuldung heute wesentlich höher ist als damals, wird diese Krise sehr viel schwerwiegender, intensiver und länger sein als 2008/2009. Aus einem einfachen Grund: Über die letzten zehn Jahre wurden die Menschen von den Notenbanken in eine Art 'Hypnosezustand' versetzt und glaubten, dass diese keinen ernsthaften Einbruch der Aktien- und Bondmärkte zulassen würden. Doch die Vorstellung, dass Notenbanker in der Lage sind, die Luft aus einer Blase in kontrollierter Art und Weise abzulassen, erweist sich nun als größter Trug-schluss aller Zeiten. Dank der rekordtiefen Zinsen konnten US-Unternehmen die größte Schuldenorgie in der Geschichte feiern. Es war ein enormer 'Boom', der nun in einen enormen 'Bust' mündet. Große Unternehmen in den gesamten USA haben nun immense Schwierigkeiten, mit ihrer kolossalen Schuldenlast fertig zu werden. Die Ausfälle von Unternehmens-schulden sind auf dem besten Weg, ihren Höchststand von 2008 zu übertreffen. Jeder kann nun sehen, dass eine große Katastrophe droht, doch niemand scheint zu wissen, wie man sie aufhalten soll. Börsennotierte Unternehmen haben insgesamt rund 10 Billionen Dollar Schulden. Nimmt man Unternehmen und Familienbetriebe hinzu, die nicht börsennotiert sind, erhöht sich die Verschuldung auf 15,5 Billionen Dollar oder satten 74% des US-Bruttoinlandsprodukts. Es ist überflüssig zu erwähnen, dass diese Verschuldung untragbar ist und einer 'Neutronenbombe' gleicht, die nun im Begriff ist zu explodieren. Der Nachfrageschock infolge des COVID-19 Virus sorgt dafür, dass viele große Unternehmen an ihrem Schuldendienst zunehmend scheitern werden. Bonds von Shale-Öl- und Gas-Unternehmen wie Chesapeake handeln noch etwa zu 20 Cent auf den Dollar. Angesichts der Tatsache, dass nun nahezu alle neuen Bohrlöcher in den USA im Verlust produzieren, wird es im Öl- und Gassektor zu einer beispiellosen Welle von Pleiten und Kreditausfällen kommen. Das wäre nicht so schlimm, wenn das Problem rein auf den Ölsektor begrenzt wäre. Doch auch zahlreiche andere Branchen stecken mittlerweile in großen Schwierigkeiten, einschließlich Airlines, Kreuzfahrt-Riesen, Casinos, Hotelketten, Restaurants, etc. Der Banken- und Finanzsektor steht angesichts des drohenden Liquiditätsbedarfs vor einer immensen Herausforderung. Zusätzlich zu den hochverschuldeten Unternehmen stehen US-Verbraucher mit 14 Billionen Dollar in der Kreide und die US-Staatsverschuldung übertraf kürzlich die Marke von 23 Billionen Dollar. Der weltweite Schuldenberg summiert sich auf ungerechnet 32.500 Dollar für jeden Mann, Frau und Kind auf diesem Planeten. Fakt ist, dass diese Schulden niemals zurückbezahlt werden. In einem deflationären Szenario, wie wir es heute erleben, muss jeder Cent einer Schuld zurückbezahlt werden - wenn nicht vom Kreditnehmer, dann vom Kreditgeber selbst. Damit haben wir uns bereits in einen Zustand versetzt, in dem die sozialen Sicherungssysteme scheitern werden. Sollten die Zahlungs-ströme innerhalb eines Wirtschaftskreislaufs einfrieren, besteht sogar die reelle Gefahr, dass die gesamte Lieferkette unterbrochen wird, etwa Lieferungen von Amazon ausbleiben oder bestimmte Lebensmittel und Artikel in Supermärkten nicht mehr erhältlich sein könnten. Die wirtschaftlichen Auswirkungen machen sich in der Weltwirtschaft nun schlagartig bemerkbar. Italien kämpft nun nicht nur mit einer medizinischen Krise, auch die Wirtschaft liegt vollkommen auf Eis. Man prüft nun verzweifelte Optionen, etwa eine Art Moratorium für alle inländischen Schulden. Was kann Italien tun, um eine eskalierende wirtschaftliche Implosion zu verhindern? Das Problem ist, dass Italien kein souveräner Kreditnehmer ist, der einfach unbegrenzt Geld drucken kann, um seine Ausgaben zu finanzieren. Man verwendet das Geld eines anderen, den Euro. Der italienische Ministerpräsident forderte die EZB auf zu helfen, 'Whatever it Takes'. Jeder, der italienische Anleihen kauft oder besitzt (darunter auch deutsche Banken, Versicherungen, Rentenfonds, Staatsfonds etc.), setzt darauf, dass die EZB für Italien ein unbegrenztes Rettungspaket (Bail Out) bereitstellt. Es bleibt für die EZB keine andere Wahl, als Italien zu retten - oder es bedeutet das Ende des Euro. Das ist die Wette. Doch nicht nur Italien ist in Schwierigkeiten. Die heutige globale Wirtschaft ist komplex und engmaschig vernetzt. Wir befinden uns im Epizentrum einer massiven wirtschaftlichen Krise. Jedes Unternehmen und jede Person, die auf Einkommen angewiesen ist, um Schulden zu bedienen, wird zweifelsfrei in Schwierigkeiten geraten, wenn das Einkommen versiegt. Die Notenbanken werden massive Gelddruckprogramme starten, um die Anleihemärkte zu stützen, die Zinsen tief zu halten und den Bankensektor mit Liquidität zu überschwemmen. Gleichzeitig werden wir - insbesondere im Markt für Unternehmensschulden - massive Zahlungsausfälle erleben, die ganze Branchen in den Ruin treiben und die Arbeitslosigkeit klettern lassen. Fassen wir zusammen: Zahlreiche Unternehmen (etwa aus der Ölindustrie) werden entweder bankrottgehen oder die Produktion stark zurückfahren. Gleichzeitig werden globale Notenbanken die Geldmenge noch massiver erhöhen als jemals zuvor. Eine höhere Geldmenge trifft gleichzeitig auf sinkendes Angebot. Mit der Folge, dass die Weltwirtschaft früher oder später in die Stagflation übergehen wird - die brutale Kombination aus stagnierender Wirtschaft und Inflation. Der Wohlstandseffekt wird ausbleiben, stattdessen werden es die Dinge des täglichen Bedarfs sein, die im Preis steigen. Nicht die Aktienkurse, sondern die Preise für Nahrung, Energie und Rohstoffe werden es sein, die sich erhöhen. Stagflation ist ein Szenario, das zuletzt in den 70er Jahren auftrat und nahezu in Vergessenheit geriet. In dieser Phase wird der Dollar stark abwerten, gleichzeitig werden die Preise für Gold und Rohstoffe steil ansteigen. Das rücksichtslose Gelddruck-Experiment der Notenbanken hat den Grundstein für eine schwerwiegende Krise gelegt. Sobald die Investoren realisieren, dass die Papierwährungen zunehmend auseinander fallen, so wie es in der Historie viele Male geschehen ist, werden sie die Verteilung ihres Kapitals ändern."

Johannes Eisleben , 16.03.2020 :
"Schon seit Jahren ist klar, dass die massive Verschuldung, mit der wir leben, irgendwann zu Ende gehen wird. Der Ökonom Markus Krall und andere beschreiben schon länger, wie das geschehen könnte. Doch bisher ist nicht klar, was der Auslöser für das Ende der Schuldenblase sein wird. Diese Funktion könnte nun SARS-Cov2 übernehmen. Das ist ein infektiöses, relativ stark ansteckendes Kristall – Viren sind keine Lebewesen, da sie selbst keine Energie produzieren können. Es führt gerade zu einer globalen Pandemie, wird also bis zu 50-70 Prozent aller Menschen infizieren. Diese Pandemiequote wird auch erreicht, wenn jetzt Gegenmaßnahmen ergriffen werden, denn eine Pandemie beenden kann nur die Herdenimmunität, die sich erst einstellt, wenn die Durchseuchung zur Quote erreicht ist. Die derzeitigen Maßnahmen können die Durchseuchungsgeschwindigkeit allenfalls bremsen. Gott sei Dank wird nur ein kleiner Teil der Erkrankten sterben, weshalb wir uns vor dem Virus nicht so zu fürchten brauchen wie die Menschen vor der Pest, die im 14. Jahrhundert ein Drittel der Bevölkerung Europas auslöschte. Dennoch wird die Gefahr, die vom Virus ausgeht, im öffentlichen Bewusstsein als so groß angesehen, dass alle Staaten den Notstand ausrufen und das öffentliche Leben mehr oder weniger zum Erliegen bringen werden – es kommt der sogenannte 'Shut-Down'. Was hat das für Folgen für unsere Wirtschaft? Durch den Shut-Down der asiatischen Exporteure werden globale Lieferketten unterbrochen. Die Schiffe finden keine Ladung mehr, die Rohstoffe und Vorprodukte kommen nicht mehr in den Importländern wie Deutschland oder den USA an. In den Just-in-Time-Lieferketten gibt es wenig finanzielle Reserven und keine nennenswerte Lagerhaltung, die die Produktionslücke puffern könnte. Die hier aktiven Unternehmen, die Handel und Logistikdienstleistungen anbieten, gehen pleite und fallen aus. Durch die ausfallenden Zulieferungen kommt es in den Importländern zu Produktionsverzögerungen und -ausfällen, das Angebot an Waren sinkt, man nennt dies auch 'Supply shock'. Gleichzeitig verursacht der Shut-Down in allen Ländern einen Rückgang der Nachfrage. Die Menschen begegnen sich nicht mehr, feiern nicht mehr gemeinsam und besuchen keine Veranstaltungen mehr, bei denen etwas gekauft wird. Sie reisen auch nicht mehr, besuchen keine Hotels und Restaurants mehr. Doch viel wichtiger ist, dass Menschen in Krisenzeiten immer dazu neigen, weniger zu konsumieren und nicht-essenzielle Käufe zu vertagen. So entsteht ein Nachfragerückgang, der das sinkende Angebot ergänzt. Beide zusammen, Nachfragerückgang und Supply-Shock, können zu einer massiven Rezession führen. Das ist eine Situation, in der die wirtschaftliche Leistung dauerhaft sinkt. Eine Rezession kann schon durch Nachfragerückgang und Angebotssenkung alleine entstehen, beide zusammen potenzieren sich gegenseitig. Diese Rezession träfe in den meisten OECD-Ländern auf viele strukturell ungesunde Unternehmen, das sind Unternehmen, die keinen Gewinn oder gar Verluste machen und von Krediterneuerung oder sogar Kreditausweitung abhängig sind, man nennt sie auch 'Zombieunternehmen'. Normalerweise ist der Anteil solcher Unternehmen kleiner als 1 bis 2 Prozent, doch in vielen OECD-Staaten ist er zweistellig, je nach Land wird er auf zwischen 10 Prozent (USA) und über 30 Prozent (Griechenland), in Deutschland derzeit auf etwa 15 Prozent geschätzt. Zombieunternehmen entstehen durch Fehlallokation von Ressourcen: Ihre Eigentümer oder Manager haben in der Vergangenheit Geld in Projekte investiert, die sich heute nicht rentieren und schaffen dadurch Fehl- und Überkapazitäten. Ihre Quote in der OECD ist so hoch, weil die ultralockere Geldpolitik der letzten 12 Jahre eine Marktbereinigung durch sinnvolle Pleiten verhindert hat. So sind die Fehlallokationen immer weiter gestiegen. Durch den Nachfragerückgang und den Supply-Shock sind die Unternehmen derzeit drei wesentlichen Effekten ausgesetzt: Erstens: Es bleiben Kunden aus, die Umsätze sinken. Zweitens: Sie bekommen keine Zulieferungen mehr, können nicht mehr produzieren und daher weniger verkaufen. Drittens: Einige Unternehmen beginnen Verluste zu machen und müssen dem durch Kostensenkungen entgegentreten, im Wesentlichen durch Entlassungen und auch durch Reduktion des Einkaufs aller nicht-produktionsessenzieller Güter, wie beispielsweise Reisen oder Werbung. Mit einer solchen Situation können gut kapitalisierte Unternehmen mit großen Vorräten an Bargeld oder handelbaren Assets eine Zeit lang gut umgehen, sie können sogar Geld in die Hand nehmen, um Massenentlassungen zu finanzieren und so lange schrumpfen, bis sie keine Verluste mehr machen. Zombieunternehmen können das nicht, und wenn sie keine frischen Kredite bekommen, müssen sie Insolvenz anmelden. Dann verlieren die Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze und deren Kaufkraft sinkt schlagartig."

Oswald Metzger , 19.03.2020:
"Die wirtschafts- und finanzpolitische Lage in Deutschland hat sich bereits kolossal verändert. Die 'schwarze Null' hat ebenso ausgedient wie das Pochen auf die Einhaltung der inländischen 'Schuldenbremse' im Grundgesetz. Der europäische Fiskalpakt ist endgültig perdu und die europäische Haftungsunion wird nicht mehr in Frage gestellt. Stattdessen wird die Finanzpolitik mit immer mehr Schulden den konjunkturellen Absturz zu verhindern suchen. Geld wird keine Rolle spielen, weil die Notenbanken es großzügig 'schaffen'. Vielleicht kommt das 'Helikoptergeld', mit dem der Staat seinen Bürgern einfach Schecks aushändigt, um ihre Konsumfreude anzureizen. In den USA scheint das in Regierungskreisen und im Parlament bereits mehrheitsfähig zu sein. Nach der letzten Finanzkrise musste die Welt lernen, dass der Zins als Risikoprämie praktisch abgeschafft wurde. Die Folge der Nullzinspolitik war eine globale Verdoppelung der öffentlichen und privaten Verschuldung. Nach der Corona-Pandemie wird der Marsch in den Pumpkapitalismus erst recht befördert. Alle Schleusentore werden geöffnet. Solidität und Vernunft bleiben absehbar endgültig auf der Strecke. Doch fest steht auch: Irgendjemand muss die Zeche am Ende bezahlen. Entweder kehrt die totgeglaubte Inflation schneller zurück als viele glauben, weil so die gigantischen Schulden weg inflationiert werden. Oder die Bürger werden durch massive Einschnitte in staatliche Leistungen und massive Steuer- und Abgabenerhöhungen zur Kasse gebeten. Vor dem Verteilen kommt das Erwirtschaften, lautete ein Credo von Ludwig Erhard in den fünfziger Jahren. Milton Friedman machte folgenden Satz mit einem Buchtitel im Jahr 1975 populär: 'There’s No Such Thing As A Free Lunch!'"

'ntv'-Redaktion , 23.03.2020 :
"Das Bundeskabinett verabschiedet in der Coronavirus-Krise mehrere große Schutzschirme. Damit sollen Bürger und Unternehmen vor den finanziellen Folgen der Pandemie geschützt werden. Es ist ein historisches Hilfspaket, für das sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschuldet. Im Eiltempo hat das Bundeskabinett die Hilfen für die Wirtschaft zur Bewältigung der Corona-Krise auf den Weg gebracht. Ungewöhnlich war schon der Wochentag, denn die Ministerrunde tagt eigentlich immer mittwochs. Noch ungewöhnlicher war, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel das Kabinett per Telefonschalte leitete - sie ist selbst in Quarantäne. 'Die Corona-Pandemie verändert unser ganzes Leben', sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Berlin. Deutschland habe genug Geld, um jetzt entschlossen zu handeln. 'Wir werden nicht zögern', sagte der SPD-Politiker. Mit einem beispiellosen Hilfspaket unterstützt der Bund Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Coronavirus-Krise. Das Kabinett beschloss gleich mehrere große Schutzschirme und umfangreiche Rechtsänderungen. Damit die Hilfen rasch ankommen, soll im Schnellverfahren der Bundestag bereits am Mittwoch und der Bundesrat am Freitag den Maßnahmen zustimmen. Für die umfangreichen Hilfen fällt nach sechs Jahren ohne neue Schulden die schwarze Null im Bundeshaushalt - das Kabinett beschloss einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro. Dafür soll der Bundestag am Mittwoch eine Notfallregelung in der Schuldenbremse in Kraft setzen. Die Summe kommt demnach durch erwartete Steuerausfälle von 35 Milliarden Euro sowie Mehrausgaben von 122 Milliarden Euro zustande. Zu dem Nachtragshaushalt kommt noch ein Rettungsfonds im Volumen von 600 Milliarden hinzu. Dieser sieht Garantien in Höhe von 400 Milliarden Euro vor, damit sich Firmen weiter Geld am Kapitalmarkt besorgen können. Hinzu kommen 100 Milliarden Euro für Staatsbeteiligungen an Unternehmen sowie 100 Milliarden zur Refinanzierung der Förderbank KfW. Das Gesetz soll zeitlich befristet bis Ende 2021 gelten."

Unsere Wirtschaft kann sich schon seit einigen Jahren also gar nicht mehr selbst erhalten, sondern hängt am Tropf (an der Gelddruckerei) der Europäischen Zentralbank. Man versucht so, die Wirtschaft zu stimulieren. Das ist auch der Grund, warum man die massenhafte Einwanderung nach Deutschland zulässt. Es profitieren jedoch nur Großkonzerne und Politiker, die nach Einbürgerung der Fremden neue Konsumenten bzw. Wählerstimmen bekommen wollen.
Die gegenwärtige Bundesregierung möchte sich nicht auf eine Obergrenze für Einwanderer festlegen, es gibt jedoch anscheinend eine inoffizielle Untergrenze von etwa 3 Mio Arbeitslosen im weiteren Sinne, um den Druck auf die Beschäftigten aufrecht zu halten. Ohne massenhafte Einwanderung bräuchte man keine Gesetze zu Mindestlohn, sozialem Wohnungsbau und Mietpreisbremse: der Markt könnte das am besten regeln.
Die Masseneinwanderung verhindert außerdem das Erreichen einer ausgeglichenen nationalen Ökobilanz.
Land-, Rohstoff- und Energieverbrauch nehmen unweigerlich zu.

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